Die Dimension des Börsengangs ist außergewöhnlich. Mit 75 Milliarden Dollar übertrifft SpaceX den bisherigen Rekordhalter Saudi Aramco (29,4 Milliarden Dollar im Jahr 2019) um ein Vielfaches. Die Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen Dollar würde das Unternehmen auf Anhieb über Schwergewichte wie Meta Platforms und Berkshire Hathaway katapultieren. Unter den US-Konzernen wären dann nur Apple und Nvidia wertvoller . Der persönliche Anteil von Elon Musk an SpaceX hätte auf Basis dieses Preises einen rechnerischen Wert von 735 bis 840 Milliarden Dollar
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Die Festlegung eines starren Preises mehr als eine Woche vor dem Börsengang ist ungewöhnlich. Normalerweise nennen Unternehmen zunächst eine Preisspanne, die dann anhand der Investorennachfrage angepasst wird. SpaceX hingegen stellt die Investoren vor eine „Friss-oder-stirb“-Entscheidung .
In einer deutlichen Abkehr von der gängigen Praxis reserviert SpaceX bis zu 30 % des Angebots – Aktien im Wert von rund 22,5 Milliarden Dollar – für Privatanleger . Bei den meisten Börsengängen erhalten Privatanleger lediglich 5 bis 10 % der Papiere
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Mehrere große Broker haben ihre Anforderungen für eine Teilnahme gesenkt:
Für Anleger in Deutschland ist besonders relevant: Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligte EU-Wertpapierprospekt erlaubt die Teilnahme für Privatanleger mit Wohnsitz in bestimmten europäischen Ländern. Dazu zählen ausdrücklich Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Dänemark, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden und die Schweiz .
Ausdrücklich ausgeschlossen von Angebot und Prospektmaterial sind hingegen Personen in Festlandchina und Hongkong .
Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, unternahm einen höchst ungewöhnlichen Schritt, um den SpaceX-Börsengang zu bewerben: Er persönlich präsentierte die Aktie den vermögendsten Kunden der Bank. Am 4. und 5. Juni 2026 veranstaltete Dimon ein interaktives Live-Event, das zeitgleich in rund 90 JPMorgan-Filialen in 26 US-Bundesstaaten übertragen wurde und mehr als 2.500 sehr wohlhabende Privatkunden erreichte .
Neben Dimon traten Mary Callahan Erdoes, Leiterin der Vermögensverwaltung von JPMorgan, sowie SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell und Finanzchef Bret Johnsen auf . Dass der CEO einer großen Bank persönlich einen Börsengang an seine Privatkunden vertreibt, unterstreicht sowohl die Dimension des Ereignisses als auch die ungewöhnliche Vertriebsstrategie. Es handelt sich vielmehr um eine kontrollierte Platzierung, die auf ein knappes frei handelbares Aktienvolumen und eine bereits hohe Nachfrage zugeschnitten ist
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Trotz der operativen Begeisterung schrillen in der Finanzwelt die Alarmglocken.
Morningstar, eine der renommiertesten unabhängigen Research-Firmen weltweit, hat die Coverage für SpaceX mit einer Schätzung des fairen Werts von 780 Milliarden Dollar aufgenommen. Das liegt etwa 55 % unter dem Börsenziel von 1,75 Billionen Dollar .
Leitender Aktienanalyst Nicolas Owens schrieb: „Wir denken, das Unternehmen ist signifikant überbewertet und Anleger werden die Gelegenheit haben, die Aktie nach dem Börsengang zu attraktiveren Kursen zu kaufen“ . Morningstars Discounted-Cashflow-Analyse billigt SpaceX einen „schmalen Burggraben“ (Narrow Moat) für das Kerngeschäft mit Raketenstarts und dem Satelliteninternet Starlink zu. Das neu integrierte Geschäft mit Künstlicher Intelligenz (xAI) stelle jedoch ein „erhebliches Risiko der Wertvernichtung“ dar, da dessen Wirtschaftlichkeit höchst ungewiss ist
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Beim Angebotspreis von 135 Dollar beträgt das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von SpaceX mehr als das 90-Fache, basierend auf einem Jahresumsatz von rund 19,3 Milliarden Dollar . Zum Vergleich: Palantir, das derzeit am höchsten bewertete Unternehmen im S&P 500, kommt auf ein KUV von etwa 65
. Der S&P 500 insgesamt weist ein aggregiertes KUV von rund drei auf
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Die Fundamentaldaten zeigen die hohe spekulative Prämie. Allein im ersten Quartal 2026 verzeichnete SpaceX einen Nettoverlust von 4,28 Milliarden Dollar und wies ein kumuliertes Defizit von 41,3 Milliarden Dollar aus . Analysten warnen, die Bewertung lasse keinerlei Spielraum für Enttäuschungen und preise perfektes Wachstum ein. Ein so hoher Bewertungsmultiplikator sei bei einem vierteljährlichen Umsatzwachstum von 15 % schwer durchzuhalten
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