In einem aktuellen Bericht vom 7. August 2026 bekräftigte UBS die Erwartung, dass Gold in der ersten Jahreshälfte 2027 auf 5.000 US-Dollar steigen wird . Der Goldpreis hatte sich zuvor aus einer mehrmonatigen Seitwärtsspanne zwischen 4.000 und 4.100 US-Dollar gelöst und war Anfang August erstmals seit Juni wieder über 4.250 US-Dollar geklettert
. Laut UBS liegt das mittelfristige Kursziel sogar bei 5.500 US-Dollar für das vierte Quartal 2026, bevor es im ersten Halbjahr 2027 noch einmal zu einer leichten Korrektur kommen könnte, bevor die Rallye weitergeht
. Ende Mai 2026 hatte UBS seine Jahresendprognose für 2026 noch von 5.900 auf 5.500 US-Dollar gesenkt – Grund waren anhaltende Gegenwinde durch Renditen und den Dollar sowie geringere ETF-Nachfrage
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1. Fallende Realzinsen. Die US-Notenbank Fed wird nach Einschätzung von UBS die Leitzinsen zunächst bis Ende 2026 stabil lassen und dann im Dezember 2026 sowie im März 2027 senken . Die erwartete Lockerung würde die Realzinsen drücken und die sogenannten Opportunitätskosten für Gold senken – Gold wirft selbst keine Zinsen ab. „Dies sollte ein günstigeres Umfeld für Gold schaffen, da niedrigere Leitzinserwartungen die Realzinsen senken, den Dollar belasten und die Investitionsnachfrage nach Gold ankurbeln dürften“, heißt es von UBS
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2. Ein schwächerer US-Dollar. Die hohen Haushalts- und Leistungsbilanzdefizite der USA dürften den Dollar langfristig belasten und Anleger dazu bewegen, ihre Portfolios stärker zu diversifizieren und Dollar-Anlagen zu meiden . Ein schwächerer Dollar macht Gold außerhalb der USA günstiger und stützt damit historisch gesehen den Goldpreis
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3. Anhaltende Goldkäufe der Zentralbanken. Die staatlichen Käufe wirken wie ein Preispuffer nach unten. Im zweiten Quartal 2026 erwarben die Zentralbanken insgesamt 289 Tonnen Gold, und UBS rechnet für das Gesamtjahr 2026 mit Käufen von 750 bis 1.000 Tonnen . Besonders hervorzuheben ist die chinesische Notenbank (People's Bank of China), die bereits seit 21 Monaten in Folge Gold kauft und damit für eine kontinuierliche Nachfrage sorgt
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Der Goldpreis ist Anfang August 2026 über die Marke von 4.250 US-Dollar gestiegen und damit aus der seit Wochen geltenden Spanne zwischen 4.000 und 4.100 US-Dollar ausgebrochen . UBS führt diesen jüngsten Schub vor allem auf Käufe chinesischer Institutionen und Zuflüsse in Gold-ETFs zurück. Hinzu kamen gemeinsame Maßnahmen der USA und Japans zur Stabilisierung des Yen, die den Dollar zusätzlich schwächten
. Im Juli 2025 kehrten Anleger weltweit zu Gold-ETFs zurück – mit Nettozuflüssen von 3,0 Milliarden US-Dollar, angeführt von europäischen und asiatischen Fonds
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Bereits im Mai 2026 hatten die Strategen Schnider und Gordon darauf hingewiesen, dass sich „die inverse Beziehung zwischen US-Realrenditen und Gold wieder durchgesetzt“ habe . Die Korrelation zwischen den zinspolitik-sensitiven 2-jährigen US-Staatsanleiherenditen und dem Goldpreis war zu diesem Zeitpunkt negativ, lag bei etwa -0,6
. Ihrer Ansicht nach sollten die nachlassenden Sorgen vor einer weiteren Straffung der Fed-Politik den Blick auf die bevorstehenden Zinssenkungen freigeben. Stabile bis fallende Leitzinsen würden ein günstigeres Umfeld für Gold schaffen
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UBS warnt ausdrücklich davor, dass der Weg zu 5.000 US-Dollar nicht geradlinig verlaufen wird. Zu den kurzfristigen Risiken zählen :
Diese Gegenwinde könnten den Goldpreis zeitweilig in die Spanne zwischen 3.850 und 4.000 US-Dollar zurückfallen lassen . Bereits im Juni 2026 hatten die UBS-Strategen Schnider, Giovanni Staunovo und Gordon ihre Goldpreis-Prognosen um bis zu 900 US-Dollar pro Unze gesenkt – die größte Einzelrevision im jüngsten Gold-Prognosezyklus der Bank. Grund war ein „Doppelschlag“ aus stärkeren US-Wirtschaftsdaten und einem verzögerten Lockerungszyklus der Fed
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UBS rät Anlegern, Rücksetzer in Richtung 4.000 US-Dollar oder darunter als Kaufgelegenheit zu betrachten . Die Strategen bezeichneten die Zone zwischen 3.850 und 4.000 US-Dollar als Einstiegsbereich für Anleger mit einem 12-Monats-Horizont. Die mittelfristigen strukturellen Treiber – fallende Realzinsen, ein schwächerer Dollar und die Käufe der Zentralbanken – blieben intakt
. Damit der Goldpreis nachhaltig über 4.000 US-Dollar bleibt, müssten allerdings die Investitionszuflüsse wieder anziehen und die Nachfrage der offiziellen Stellen weiterhin bei rund 300 Tonnen pro Quartal liegen
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Das Kursziel von 5.000 US-Dollar für Anfang 2027 stützt UBS auf strukturelle Kräfte, die die Bank als nachhaltig erachtet: niedrigere Realzinsen nach einer erwarteten Lockerung der Fed-Politik, einen schwächeren Dollar aufgrund der hohen US-Verschuldung und die unverminderten Goldkäufe der Zentralbanken. Kurzfristig bleibt der Ausblick jedoch volatil – Risiken wie steigende Ölpreise, eine überraschend straffe Fed und starke US-Konjunkturdaten könnten den Goldpreis vorübergehend drücken. Doch genau in diesen Rücksetzern sieht UBS die Einstiegschancen für langfristig orientierte Anleger.