UBS erwartet für globale Aktien 2026 ein Gewinnwachstum von 21 % und für wichtige Eurozonen Indizes von rund 15 % – ein Argument dafür, dass nicht nur Spekulation die Rally trägt. Besonders deutlich wird die These an der realen Nachfrage nach Rechenzentren, Halbleitern, Stromerzeugung und Baumaschinen im Zuge des KI...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is UBS’s argument that the historic global equity bull market is being driven by record corporate earnings rather than speculative hype. Article summary: UBS’s core case is that this is an earnings-led, investment-cycle bull market: companies are producing unusually strong and broad-based profit growth, while AI infrastructure and security-related capital spending are gen. Topic tags: general, news, general web, government, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermar
Die Kernthese von UBS ist einfach: Die globale Aktienrally wird vor allem von steigenden Unternehmensgewinnen und einem echten Investitionszyklus getragen – nicht davon, dass Anleger aus Angst, etwas zu verpassen, immer weiter steigende Kurse kaufen. In ihrem August-Ausblick erwartet die Bank für globale Aktien 2026 ein Gewinnwachstum von 21 % und auch für 2027 ein solides Plus. Bis Mitte 2027 sieht UBS zudem ein Aufwärtspotenzial von rund 10 % für globale Aktien. 12
Das ist ein wichtiger Unterschied, aber kein Freifahrtschein für die Märkte. Steigende Gewinne können höhere Kurse rechtfertigen. Gleichzeitig bleiben Bewertungen anfällig für Zinsen, Verschuldung, eine starke Marktkonzentration und enttäuschende Renditen auf KI-Investitionen.
Die Argumentation beruht darauf, dass die Gewinne derzeit mehr Arbeit leisten als steigende Bewertungsmultiplikatoren. Wenn Unternehmen ihre Erträge erhöhen, Margen verbessern oder die Erwartungen übertreffen, haben steigende Aktienkurse eine solidere fundamentale Grundlage als bei einer Rally, die hauptsächlich von Begeisterung und der Angst vor dem Verpassen getragen wird.
UBS sieht an den globalen Märkten eine starke Gewinndynamik. Die August-Strategieprognose geht für globale Aktien 2026 von 21 % Gewinnwachstum aus; für 2027 wird ein weiteres solides Jahr erwartet. Für den Nasdaq 100 prognostiziert die Bank sogar 38 % Gewinnwachstum im Jahr 2026. Das zeigt allerdings auch, wie stark die globale These weiterhin von technologiebezogenen Gewinnen abhängt. 12
Für die USA hob UBS ihre Prognose für den Gewinn je S&P-500-Aktie 2026 zuvor auf 335 US-Dollar an. Das entspricht einem Wachstum von 20 % gegenüber dem Vorjahr, verglichen mit der früheren Schätzung von 11 %. 6 Am 21. August erhöhte UBS Global Wealth Management ihr Jahresendziel für den S&P 500 von 7.900 auf 8.100 Punkte. Als Begründung nannte die Vermögensverwaltung einen stärkeren Gewinnausblick und das Vertrauen in anhaltendes Gewinnwachstum.
1
Die Prognosen setzen demnach nicht nur darauf, dass Anleger für dieselben Gewinne ein höheres Bewertungsniveau akzeptieren. Sie unterstellen, dass die Gewinne selbst weiter steigen. Genau deshalb werden künftige Gewinnrevisionen zu einem der wichtigsten Tests für die UBS-These.
Eine Rally, die von einer Handvoll US-Technologiekonzerne dominiert wird, ließe sich leichter als eng und spekulativ abtun. Die Anhebung der Gewinnprognosen für die Eurozone liefert UBS ein breiteres Indiz.
Nach stärkeren und flächendeckenderen Ergebnissen im zweiten Quartal erhöhte UBS ihre Prognose für das Gewinnwachstum 2026 sowohl für den Euro Stoxx 50 als auch für breitere Eurozonen-Indizes auf etwa 15 %. Die Prognose für den Euro Stoxx 50 stieg von 8 %, jene für den breiteren Eurozonen-Markt von 11 %. Die Erwartung für 2027 blieb bei 15 %. 21
Ein weiterer Bericht zur gleichen Berichtssaison bezifferte das Gewinnwachstum in der Eurozone auf rund 22 % gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise auf etwa 11 % ohne den Energiesektor. Kostendisziplin stützte demnach die Margen; mit einer Belebung der Industrieproduktion dürfte künftig auch das Umsatzwachstum stärker beitragen. 22
Das bedeutet nicht, dass alle Regionen und Branchen gleichermaßen beteiligt sind. Es stützt aber die Einschätzung von UBS, dass sich der Gewinnzyklus über eine kleine Gruppe US-amerikanischer Mega-Caps hinaus ausbreitet.
UBS beschreibt künstliche Intelligenz als Investitions- und Infrastrukturzyklus, nicht bloß als Börsengeschichte. Die Nachfrage zeigt sich in Rechenzentren, Halbleitern, Stromerzeugung und Baumaschinen.
Als UBS ihre S&P-500-Prognose im Mai anhob, verwies sie auf den robusten Konsum und die starke Nachfrage nach Rechenzentrums-Infrastruktur. 2 Im August nannte die Bank die angehobene Umsatzprognose von Palantir und den verbesserten Ausblick von Caterpillar als Beispiele dafür, dass die KI-Nachfrage über Chipentwickler und Cloud-Anbieter hinausreicht. Der Bau von Rechenzentren treibt demnach auch die Nachfrage nach Stromerzeugungs- und Bauausrüstung von Caterpillar an.
4
Dieser Übertragungsmechanismus ist entscheidend. Wenn KI-Ausgaben in mehreren Branchen zu Aufträgen, Umsätzen und letztlich Produktivitätsgewinnen führen, können sie einen breiteren Gewinnzyklus stützen. Bleiben die Ausgaben dagegen auf wenige Technologiekonzerne konzentriert oder erzielen deren Kunden mit der neuen Infrastruktur keine ausreichenden Renditen, kann derselbe Investitionsboom zur Enttäuschungsquelle werden.
UBS räumt selbst ein, dass die Gewinne im Bereich KI-Hardware weiterhin stark wachsen. Zugleich warnt die Bank angesichts überfüllter Positionierungen und zunehmender Verschuldung vor Konzentrationsrisiken und empfiehlt eine breitere Streuung. 5 In ihrem Marktausblick vom Juli nannte sie eine mögliche Enttäuschung bei KI-Investitionen oder deren Monetarisierung als Risiko für globale Aktien.
14
Südkorea gehört zu den anschaulichsten Beispielen für die Debatte. Die Rally des KOSPI hing eng mit der Nachfrage nach KI-bezogenen Halbleitern zusammen. Samsung Electronics und SK Hynix, zwei große Speicherchip-Hersteller, trieben den Index nach oben. Im Mai überschritt der KOSPI erstmals die Marke von 7.000 Punkten, während die KI-getriebene Chip-Rally die Marktkapitalisierung von Samsung Electronics auf mehr als 1 Billion US-Dollar steigen ließ. 36
Die Erholung war also nicht ausschließlich eine Geschichte spekulativer Bewertungen. Berichte über den Markt führten sie auch auf starke Gewinnerwartungen und die Nachfrage nach Speicherchips für die KI-Lieferkette zurück. 32 Gleichzeitig zeigt Korea, dass fundamentaler Optimismus und Spekulation nebeneinander bestehen können.
Reuters berichtete, dass gehebelte Wetten auf südkoreanische KI-Aktien zur außergewöhnlichen Volatilität beitrugen. Der KOSPI verlor im Juli rund 20 %, lag zu diesem Zeitpunkt aber noch 62 % über dem Jahresbeginn. 34 Nach dem Tief vom 30. Juli erholte sich der Index später um etwa 22 %, als der globale KI-Handel – angeführt von Samsung und SK Hynix – wieder anzog.
32
Die Lehre daraus lautet nicht, dass Gewinne unwichtig wären. Echte Gewinnsteigerungen können vielmehr zusätzlich gehebelte Positionen, Momentum-Handel und eine starke Konzentration anziehen. Ein Markt kann fundamental gestützt sein und trotzdem einen heftigen Einbruch erleben.
Die breitere UBS-These setzt voraus, dass sich das Gewinnwachstum über die sichtbarsten KI-Profiteure hinaus ausdehnt. Die Bank beschreibt die Stärke der US-Gewinne als breit angelegt; sowohl die Zahl als auch das Ausmaß der positiven Überraschungen bei den Ergebnissen des zweiten Quartals lagen demnach über historischen Durchschnittswerten. 3
Der Energiesektor ist ein Bereich, den Anleger bei der Beurteilung dieser Breite beobachten dürften. Zugleich zeigt er die Grenzen einer reinen Gewinnanalyse. Steigende Ölpreise können die Gewinne von Energieunternehmen erhöhen, zugleich aber Verbraucher belasten und den Inflationsdruck verstärken. UBS warnte, dass eine langsamer als erwartete Normalisierung des Energieangebots den Brent-Ölpreis stützen und den Inflationsausblick erschweren könnte. 3
Daraus entsteht ein möglicher Zielkonflikt: Gewinne im Energiesektor können die aggregierten Unternehmensgewinne stützen, während höhere Energiekosten für andere Branchen und für die Verbraucher ungünstigere Zinsbedingungen schaffen.
Aktienkurse spiegeln sowohl erwartete Gewinne als auch den Zinssatz wider, mit dem künftige Gewinne abgezinst werden. Selbst eine ausgezeichnete Gewinnsaison kann deshalb fallende Kurse nicht verhindern, wenn langfristige Anleiherenditen stark genug steigen und den Wert künftiger Erträge drücken.
UBS Asset Management argumentiert, dass der Bullenmarkt höhere Zinsen verkraften kann, weil das Gewinnwachstum stark und breiter abgestützt ist. Gleichzeitig erwartet die Gesellschaft eine hartnäckige und erhöhte US-Kerninflation. Weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve bleiben damit möglich. 5
Der Anleihemarkt ist deshalb zu einem zentralen Risiko geworden. Reuters berichtete, dass die erste Grundsatzrede des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh beim Symposium in Jackson Hole am 28. August besondere Aufmerksamkeit erhielt. Anleger wollten Hinweise zu den steigenden Anleiherenditen, zur Inflation und zur Unabhängigkeit der US-Notenbank. 47 Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen war zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen, wie Bloomberg berichtete.
49
Höhere Renditen können Aktienbewertungen unter Druck setzen und die Kreditkosten für Haushalte und Unternehmen erhöhen. Außerdem werden Anleihen im Vergleich zu Aktien attraktiver. Praktisch funktioniert die Gewinn-These von UBS daher am besten, wenn das Gewinnwachstum stark genug bleibt, um den Bewertungsdruck durch höhere Zinsen auszugleichen.
Die verfügbaren Belege sprechen für eine differenziertere Schlussfolgerung als entweder „Das ist eine Blase“ oder „Steigende Gewinne machen die Rally sicher“. Mehrere Risiken könnten den positiven Ausblick infrage stellen:
UBS hat ein plausibles fundamentales Argument: Die globale Aktienrally wird zu einem wesentlichen Teil von Unternehmensgewinnen und Investitionen getragen – nicht von reiner FOMO. Besonders überzeugend ist die Kombination aus der Prognose von 21 % Gewinnwachstum für globale Aktien, dem deutlich höheren Ausblick für die Eurozone, der starken US-Gewinndynamik und der sichtbaren Nachfrage rund um Rechenzentren und KI-Infrastruktur. 12
21
3
4
Die Belege beseitigen das Blasenrisiko jedoch nicht. Südkorea zeigt, dass echte KI-Gewinne gleichzeitig mit Verschuldung und extremer Volatilität auftreten können. Steigende langfristige Renditen wiederum können Bewertungen belasten, selbst wenn die Unternehmensgewinne weiter wachsen. 34
49
Der praktische Test für die UBS-These lautet daher: Breitet sich das Gewinnwachstum weiter aus? Erzeugt die KI-Investitionswelle dauerhaft Umsatz und Produktivitätsgewinne? Und stabilisieren sich die Anleiherenditen? Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, steht die Rally auf einem stärkeren Fundament als ein rein spekulativer Boom. Wenn sie nicht erfüllt sind, könnten selbst starke aktuelle Gewinne eine scharfe, technologiegetriebene Korrektur nicht verhindern.
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UBS erwartet für globale Aktien 2026 ein Gewinnwachstum von 21 % und für wichtige Eurozonen Indizes von rund 15 % – ein Argument dafür, dass nicht nur Spekulation die Rally trägt.
UBS erwartet für globale Aktien 2026 ein Gewinnwachstum von 21 % und für wichtige Eurozonen Indizes von rund 15 % – ein Argument dafür, dass nicht nur Spekulation die Rally trägt. Besonders deutlich wird die These an der realen Nachfrage nach Rechenzentren, Halbleitern, Stromerzeugung und Baumaschinen im Zuge des KI Investitionszyklus.
Südkorea zeigt beide Seiten des Bildes: KI bezogene Chipgewinne trieben den KOSPI nach oben, gehebelte Positionen sorgten zugleich für extreme Volatilität.
UBS erwartet für globale Aktien 2026 ein Gewinnwachstum von 21 % und für wichtige Eurozonen Indizes von rund 15 % – ein Argument dafür, dass nicht nur Spekulation die Rally trägt. Besonders deutlich wird die These an der realen Nachfrage nach Rechenzentren, Halbleitern, Stromerzeugung und Baumaschinen im Zuge des KI...
Veröffentlicht vonBearbeitet mit GPT-5.6 LunaBilder erstellt mit GPT Image 1.5
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Die Kernthese von UBS ist einfach: Die globale Aktienrally wird vor allem von steigenden Unternehmensgewinnen und einem echten Investitionszyklus getragen – nicht davon, dass Anleger aus Angst, etwas zu verpassen, immer weiter steigende Kurse kaufen. In ihrem August-Ausblick erwartet die Bank für globale Aktien 2026 ein Gewinnwachstum von 21 % und auch für 2027 ein solides Plus. Bis Mitte 2027 sieht UBS zudem ein Aufwärtspotenzial von rund 10 % für globale Aktien. 12
Das ist ein wichtiger Unterschied, aber kein Freifahrtschein für die Märkte. Steigende Gewinne können höhere Kurse rechtfertigen. Gleichzeitig bleiben Bewertungen anfällig für Zinsen, Verschuldung, eine starke Marktkonzentration und enttäuschende Renditen auf KI-Investitionen.
Die Argumentation beruht darauf, dass die Gewinne derzeit mehr Arbeit leisten als steigende Bewertungsmultiplikatoren. Wenn Unternehmen ihre Erträge erhöhen, Margen verbessern oder die Erwartungen übertreffen, haben steigende Aktienkurse eine solidere fundamentale Grundlage als bei einer Rally, die hauptsächlich von Begeisterung und der Angst vor dem Verpassen getragen wird.
UBS sieht an den globalen Märkten eine starke Gewinndynamik. Die August-Strategieprognose geht für globale Aktien 2026 von 21 % Gewinnwachstum aus; für 2027 wird ein weiteres solides Jahr erwartet. Für den Nasdaq 100 prognostiziert die Bank sogar 38 % Gewinnwachstum im Jahr 2026. Das zeigt allerdings auch, wie stark die globale These weiterhin von technologiebezogenen Gewinnen abhängt. 12
Für die USA hob UBS ihre Prognose für den Gewinn je S&P-500-Aktie 2026 zuvor auf 335 US-Dollar an. Das entspricht einem Wachstum von 20 % gegenüber dem Vorjahr, verglichen mit der früheren Schätzung von 11 %. 6 Am 21. August erhöhte UBS Global Wealth Management ihr Jahresendziel für den S&P 500 von 7.900 auf 8.100 Punkte. Als Begründung nannte die Vermögensverwaltung einen stärkeren Gewinnausblick und das Vertrauen in anhaltendes Gewinnwachstum.
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Die Prognosen setzen demnach nicht nur darauf, dass Anleger für dieselben Gewinne ein höheres Bewertungsniveau akzeptieren. Sie unterstellen, dass die Gewinne selbst weiter steigen. Genau deshalb werden künftige Gewinnrevisionen zu einem der wichtigsten Tests für die UBS-These.
Eine Rally, die von einer Handvoll US-Technologiekonzerne dominiert wird, ließe sich leichter als eng und spekulativ abtun. Die Anhebung der Gewinnprognosen für die Eurozone liefert UBS ein breiteres Indiz.
Nach stärkeren und flächendeckenderen Ergebnissen im zweiten Quartal erhöhte UBS ihre Prognose für das Gewinnwachstum 2026 sowohl für den Euro Stoxx 50 als auch für breitere Eurozonen-Indizes auf etwa 15 %. Die Prognose für den Euro Stoxx 50 stieg von 8 %, jene für den breiteren Eurozonen-Markt von 11 %. Die Erwartung für 2027 blieb bei 15 %. 21
Ein weiterer Bericht zur gleichen Berichtssaison bezifferte das Gewinnwachstum in der Eurozone auf rund 22 % gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise auf etwa 11 % ohne den Energiesektor. Kostendisziplin stützte demnach die Margen; mit einer Belebung der Industrieproduktion dürfte künftig auch das Umsatzwachstum stärker beitragen. 22
Das bedeutet nicht, dass alle Regionen und Branchen gleichermaßen beteiligt sind. Es stützt aber die Einschätzung von UBS, dass sich der Gewinnzyklus über eine kleine Gruppe US-amerikanischer Mega-Caps hinaus ausbreitet.
UBS beschreibt künstliche Intelligenz als Investitions- und Infrastrukturzyklus, nicht bloß als Börsengeschichte. Die Nachfrage zeigt sich in Rechenzentren, Halbleitern, Stromerzeugung und Baumaschinen.
Als UBS ihre S&P-500-Prognose im Mai anhob, verwies sie auf den robusten Konsum und die starke Nachfrage nach Rechenzentrums-Infrastruktur. 2 Im August nannte die Bank die angehobene Umsatzprognose von Palantir und den verbesserten Ausblick von Caterpillar als Beispiele dafür, dass die KI-Nachfrage über Chipentwickler und Cloud-Anbieter hinausreicht. Der Bau von Rechenzentren treibt demnach auch die Nachfrage nach Stromerzeugungs- und Bauausrüstung von Caterpillar an.
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Dieser Übertragungsmechanismus ist entscheidend. Wenn KI-Ausgaben in mehreren Branchen zu Aufträgen, Umsätzen und letztlich Produktivitätsgewinnen führen, können sie einen breiteren Gewinnzyklus stützen. Bleiben die Ausgaben dagegen auf wenige Technologiekonzerne konzentriert oder erzielen deren Kunden mit der neuen Infrastruktur keine ausreichenden Renditen, kann derselbe Investitionsboom zur Enttäuschungsquelle werden.
UBS räumt selbst ein, dass die Gewinne im Bereich KI-Hardware weiterhin stark wachsen. Zugleich warnt die Bank angesichts überfüllter Positionierungen und zunehmender Verschuldung vor Konzentrationsrisiken und empfiehlt eine breitere Streuung. 5 In ihrem Marktausblick vom Juli nannte sie eine mögliche Enttäuschung bei KI-Investitionen oder deren Monetarisierung als Risiko für globale Aktien.
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Südkorea gehört zu den anschaulichsten Beispielen für die Debatte. Die Rally des KOSPI hing eng mit der Nachfrage nach KI-bezogenen Halbleitern zusammen. Samsung Electronics und SK Hynix, zwei große Speicherchip-Hersteller, trieben den Index nach oben. Im Mai überschritt der KOSPI erstmals die Marke von 7.000 Punkten, während die KI-getriebene Chip-Rally die Marktkapitalisierung von Samsung Electronics auf mehr als 1 Billion US-Dollar steigen ließ. 36
Die Erholung war also nicht ausschließlich eine Geschichte spekulativer Bewertungen. Berichte über den Markt führten sie auch auf starke Gewinnerwartungen und die Nachfrage nach Speicherchips für die KI-Lieferkette zurück. 32 Gleichzeitig zeigt Korea, dass fundamentaler Optimismus und Spekulation nebeneinander bestehen können.
Reuters berichtete, dass gehebelte Wetten auf südkoreanische KI-Aktien zur außergewöhnlichen Volatilität beitrugen. Der KOSPI verlor im Juli rund 20 %, lag zu diesem Zeitpunkt aber noch 62 % über dem Jahresbeginn. 34 Nach dem Tief vom 30. Juli erholte sich der Index später um etwa 22 %, als der globale KI-Handel – angeführt von Samsung und SK Hynix – wieder anzog.
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Die Lehre daraus lautet nicht, dass Gewinne unwichtig wären. Echte Gewinnsteigerungen können vielmehr zusätzlich gehebelte Positionen, Momentum-Handel und eine starke Konzentration anziehen. Ein Markt kann fundamental gestützt sein und trotzdem einen heftigen Einbruch erleben.
Die breitere UBS-These setzt voraus, dass sich das Gewinnwachstum über die sichtbarsten KI-Profiteure hinaus ausdehnt. Die Bank beschreibt die Stärke der US-Gewinne als breit angelegt; sowohl die Zahl als auch das Ausmaß der positiven Überraschungen bei den Ergebnissen des zweiten Quartals lagen demnach über historischen Durchschnittswerten. 3
Der Energiesektor ist ein Bereich, den Anleger bei der Beurteilung dieser Breite beobachten dürften. Zugleich zeigt er die Grenzen einer reinen Gewinnanalyse. Steigende Ölpreise können die Gewinne von Energieunternehmen erhöhen, zugleich aber Verbraucher belasten und den Inflationsdruck verstärken. UBS warnte, dass eine langsamer als erwartete Normalisierung des Energieangebots den Brent-Ölpreis stützen und den Inflationsausblick erschweren könnte. 3
Daraus entsteht ein möglicher Zielkonflikt: Gewinne im Energiesektor können die aggregierten Unternehmensgewinne stützen, während höhere Energiekosten für andere Branchen und für die Verbraucher ungünstigere Zinsbedingungen schaffen.
Aktienkurse spiegeln sowohl erwartete Gewinne als auch den Zinssatz wider, mit dem künftige Gewinne abgezinst werden. Selbst eine ausgezeichnete Gewinnsaison kann deshalb fallende Kurse nicht verhindern, wenn langfristige Anleiherenditen stark genug steigen und den Wert künftiger Erträge drücken.
UBS Asset Management argumentiert, dass der Bullenmarkt höhere Zinsen verkraften kann, weil das Gewinnwachstum stark und breiter abgestützt ist. Gleichzeitig erwartet die Gesellschaft eine hartnäckige und erhöhte US-Kerninflation. Weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve bleiben damit möglich. 5
Der Anleihemarkt ist deshalb zu einem zentralen Risiko geworden. Reuters berichtete, dass die erste Grundsatzrede des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh beim Symposium in Jackson Hole am 28. August besondere Aufmerksamkeit erhielt. Anleger wollten Hinweise zu den steigenden Anleiherenditen, zur Inflation und zur Unabhängigkeit der US-Notenbank. 47 Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen war zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen, wie Bloomberg berichtete.
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Höhere Renditen können Aktienbewertungen unter Druck setzen und die Kreditkosten für Haushalte und Unternehmen erhöhen. Außerdem werden Anleihen im Vergleich zu Aktien attraktiver. Praktisch funktioniert die Gewinn-These von UBS daher am besten, wenn das Gewinnwachstum stark genug bleibt, um den Bewertungsdruck durch höhere Zinsen auszugleichen.
Die verfügbaren Belege sprechen für eine differenziertere Schlussfolgerung als entweder „Das ist eine Blase“ oder „Steigende Gewinne machen die Rally sicher“. Mehrere Risiken könnten den positiven Ausblick infrage stellen:
UBS hat ein plausibles fundamentales Argument: Die globale Aktienrally wird zu einem wesentlichen Teil von Unternehmensgewinnen und Investitionen getragen – nicht von reiner FOMO. Besonders überzeugend ist die Kombination aus der Prognose von 21 % Gewinnwachstum für globale Aktien, dem deutlich höheren Ausblick für die Eurozone, der starken US-Gewinndynamik und der sichtbaren Nachfrage rund um Rechenzentren und KI-Infrastruktur. 12
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Die Belege beseitigen das Blasenrisiko jedoch nicht. Südkorea zeigt, dass echte KI-Gewinne gleichzeitig mit Verschuldung und extremer Volatilität auftreten können. Steigende langfristige Renditen wiederum können Bewertungen belasten, selbst wenn die Unternehmensgewinne weiter wachsen. 34
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Der praktische Test für die UBS-These lautet daher: Breitet sich das Gewinnwachstum weiter aus? Erzeugt die KI-Investitionswelle dauerhaft Umsatz und Produktivitätsgewinne? Und stabilisieren sich die Anleiherenditen? Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, steht die Rally auf einem stärkeren Fundament als ein rein spekulativer Boom. Wenn sie nicht erfüllt sind, könnten selbst starke aktuelle Gewinne eine scharfe, technologiegetriebene Korrektur nicht verhindern.
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UBS erwartet für globale Aktien 2026 ein Gewinnwachstum von 21 % und für wichtige Eurozonen Indizes von rund 15 % – ein Argument dafür, dass nicht nur Spekulation die Rally trägt.
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Südkorea zeigt beide Seiten des Bildes: KI bezogene Chipgewinne trieben den KOSPI nach oben, gehebelte Positionen sorgten zugleich für extreme Volatilität.