YellowKey (CVE‑2026‑45585) ist eine BitLocker‑Bypass‑Schwachstelle in Windows 11 und Windows Server 2022/2025, die Angreifer mit physischem Zugriff über die Windows Recovery Environment ausnutzen können. Der Angriff nutzt speziell präparierte FsTx‑Dateien auf USB‑Medien oder EFI‑Partitionen, wodurch WinRE eine Shell...

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is the “YellowKey” BitLocker zero‑day vulnerability (CVE‑2026‑45585) that allows attackers with physical access to bypass BitLocker enc. Article summary: YellowKey is a publicly disclosed BitLocker security-feature bypass, tracked as CVE-2026-45585, that reportedly lets an attacker use Windows Recovery Environment and crafted FsTx/Transactional NTFS files to reach data on. Topic tags: general, government, general web, user generated. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "*A stolen Windows 11 laptop and a USB stick are enough to read a BitLocker-encrypted drive using nothing but Microsoft’s own recovery tools, and the researcher is holding back a fo" source context "YellowKey: The Unpatched BitLocker Bypass Hidden in Windows ..." Reference image 2: visual subject "A ze
BitLocker gilt als zentrale Sicherheitsfunktion von Windows: Die vollständige Festplattenverschlüsselung soll Daten selbst dann schützen, wenn ein Gerät gestohlen oder verloren geht. Doch eine neu veröffentlichte Schwachstelle namens YellowKey (CVE‑2026‑45585) zeigt, dass Schwächen im Boot‑ oder Wiederherstellungsprozess diese Schutzmechanismen unter bestimmten Umständen umgehen können.
Sicherheitsforscher haben demonstriert, dass Angreifer mit physischem Zugriff auf ein Gerät BitLocker umgehen können, indem sie die Windows Recovery Environment (WinRE) mit speziell präparierten Dateisystem‑Transaktionsdateien manipulieren. Microsoft hat das Problem bestätigt und vorläufige Gegenmaßnahmen veröffentlicht, während an einem Patch gearbeitet wird.
YellowKey wird als Security‑Feature‑Bypass für BitLocker klassifiziert. Betroffen sind unter anderem:
Die Schwachstelle hat einen CVSS‑Score von 6,8 und wird damit als moderat eingestuft. Dennoch kann sie für Unternehmen ein relevantes Risiko darstellen, da viele Sicherheitsstrategien davon ausgehen, dass BitLocker Daten auf gestohlenen Geräten zuverlässig schützt.
Wichtig: Der Angriff funktioniert nicht aus der Ferne. Der Angreifer muss direkten Zugriff auf das Gerät haben und den Boot‑ oder Wiederherstellungsprozess manipulieren können.
Der veröffentlichte Proof‑of‑Concept nutzt die Windows Recovery Environment (WinRE) – eine integrierte Umgebung, die normalerweise zur Reparatur von Windows‑Installationen eingesetzt wird.
Vereinfacht läuft der Angriff in mehreren Schritten ab:
Durch die Art, wie WinRE den Dateisystemzustand während der Wiederherstellung behandelt, kann das BitLocker‑geschützte Volume in diesem Kontext zugänglich werden, obwohl es eigentlich verschlüsselt sein sollte.
Auch wenn der Angriff physischen Zugriff erfordert, ist das in der Praxis keineswegs selten. Typische Szenarien sind:
Besonders anfällig können Geräte sein, die BitLocker nur mit TPM‑basierter automatischer Entsperrung verwenden. In dieser Konfiguration kann das Laufwerk beim Booten ohne zusätzliche Benutzerinteraktion entschlüsselt werden.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung existierte noch kein offizieller Sicherheits‑Patch. Microsoft hat jedoch mehrere temporäre Maßnahmen empfohlen, um das Risiko zu reduzieren.
Administratoren sollen den Eintrag autofstx.exe aus dem BootExecute‑Registrywert im WinRE‑Image entfernen. Dadurch wird der Mechanismus deaktiviert, mit dem NTFS‑Transaktionen während der Wiederherstellung erneut ausgeführt werden – genau dieser Prozess wird vom Exploit ausgenutzt.
Microsoft empfiehlt außerdem, TPM + PIN zu aktivieren. Dabei muss beim Start ein zusätzlicher PIN eingegeben werden, bevor das Laufwerk entschlüsselt wird. Das erschwert physische Angriffe erheblich.
Weitere Schutzmaßnahmen im Sinne von „Defense in Depth“ sind unter anderem:
Diese Kontrollen sollen verhindern, dass Angreifer überhaupt Zugriff auf die Recovery‑Umgebung erhalten.
Die Sicherheitslücke wurde von einem Forscher unter den Aliasnamen Chaotic Eclipse bzw. Nightmare‑Eclipse veröffentlicht. Er stellte auch Proof‑of‑Concept‑Code bereit, der den Angriff demonstriert.
YellowKey gehört zu einer Reihe von öffentlich gemeldeten Windows‑Schwachstellen desselben Forschers, darunter weitere Zero‑Day‑Berichte zu Microsoft‑Komponenten.
Sobald Proof‑of‑Concept‑Code öffentlich verfügbar ist, sinkt normalerweise die technische Hürde für Angreifer – insbesondere solange noch kein offizieller Patch existiert.
Bis ein Sicherheitsupdate veröffentlicht wird, sollten Unternehmen ihre Systeme besonders auf Hinweise für Manipulationen am Boot‑Prozess überwachen. Dazu zählen unter anderem:
Solche Ereignisse können darauf hinweisen, dass jemand versucht hat, den Wiederherstellungs‑ oder Boot‑Prozess zu manipulieren.
Der Fall YellowKey zeigt ein grundlegendes Prinzip der IT‑Sicherheit: Festplattenverschlüsselung allein schützt Daten nicht vollständig, wenn Angreifer den Boot‑ oder Wiederherstellungsprozess kontrollieren können.
Komponenten wie Bootloader, Firmware und Recovery‑Umgebungen gehören zur gleichen Vertrauenskette wie die Verschlüsselung selbst. Schwächen in einem dieser Bereiche können den gesamten Schutz unterlaufen.
Für Unternehmen bedeutet das: BitLocker sollte immer zusammen mit Pre‑Boot‑Authentifizierung, Firmware‑Sicherheitsmechanismen und strikten Boot‑Kontrollen eingesetzt werden – besonders solange noch kein endgültiger Patch für CVE‑2026‑45585 verfügbar ist.
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YellowKey (CVE‑2026‑45585) ist eine BitLocker‑Bypass‑Schwachstelle in Windows 11 und Windows Server 2022/2025, die Angreifer mit physischem Zugriff über die Windows Recovery Environment ausnutzen können.
YellowKey (CVE‑2026‑45585) ist eine BitLocker‑Bypass‑Schwachstelle in Windows 11 und Windows Server 2022/2025, die Angreifer mit physischem Zugriff über die Windows Recovery Environment ausnutzen können. Der Angriff nutzt speziell präparierte FsTx‑Dateien auf USB‑Medien oder EFI‑Partitionen, wodurch WinRE eine Shell mit Zugriff auf ein eigentlich verschlüsseltes Laufwerk starten kann.
Microsoft empfiehlt als Übergangslösung unter anderem das Entfernen des BootExecute‑Eintrags „autofstx.exe“ in WinRE sowie die Nutzung von BitLocker mit TPM+PIN statt TPM‑only.