Ein deutsch geführtes Konsortium will diese Lücke nun schließen. Das VB1F-Projekt (Voodin Blade 1st Factory) plant den Bau von Spaniens erster automatisierter Fabrik für Windkraft-Rotorblätter aus Ingenieurholz – und hat dafür 48,18 Millionen Euro aus dem EU-Innovationsfonds erhalten .
Das VB1F-Projekt wird mit 48,18 Millionen Euro aus dem EU-Innovationsfonds gefördert. Das Konsortium wird angeführt vom deutschen Startup Voodin Blade Technology, gemeinsam mit der deutschen Firma Anker-Tec und den litauischen Unternehmen VMG Wood Invest (Projektkoordinator) und VMG Technics . Die Gesamtinvestition beläuft sich auf über 100 Millionen Euro .
Die Fabrik entsteht in Navarra, Spanien, und soll 2031 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Rund 450 Arbeitsplätze sind vorgesehen . Bei voller Auslastung sollen jährlich bis zu 160 Rotorblattsätze produziert werden, mit Einzelblattlängen zwischen 20 und 90 Metern .
Die Rotorblätter bestehen aus Furnierschichtholz (LVL) – einem Ingenieurholz, das durch Verkleben dünner Furnierlagen unter Hitze und Druck entsteht . LVL hat ein Steifigkeits-Gewichts-Verhältnis, das mit Glasfaser vergleichbar ist, und ist somit eine strukturell tragfähige Alternative zu herkömmlichen Verbundwerkstoffen .
Ein besonderes Merkmal der VB1F-Fabrik ist der vollautomatisierte, formenfreie Produktionsprozess . Die konventionelle Rotorblatt-Herstellung basiert auf großen, teuren Einweg-Formen, die die Designflexibilität einschränken und Materialabfälle verursachen. Voodin setzt stattdessen auf Präzisions-CNC-Bearbeitung, die von digitalen Modellen gesteuert wird und die Blätter direkt aus LVL-Rohlingen formt. Das Unternehmen beziffert die Kapitalkosten auf etwa die Hälfte im Vergleich zu herkömmlichen Rotorblatt-Fabriken .
Diese Automatisierung ermöglicht kürzere Produktionszyklen und mehr Flexibilität bei der Blattgeometrie. Die Fabrik lässt sich leichter skalieren und potenziell auch in anderen Regionen errichten .
Die Windkraftbranche steht vor einer wachsenden Müllkrise. Schätzungsweise 78 % der ausgemusterten Glasfaser-Rotorblätter landen derzeit auf Deponien . Da Glasfaser- und Kohlefaser-Verbundwerkstoffe mit Epoxidharz gebunden sind, ist ihre Zerlegung in wiederverwertbare Materialien technisch schwierig und wirtschaftlich kaum darstellbar .
Voodins Lösung ersetzt das Verbundmaterial vollständig. Nach 20–30 Jahren Betrieb können LVL-Blätter komplett recycelt werden – das Holz kehrt in den Materialkreislauf zurück, anstatt vergraben zu werden . Damit schließt das Projekt die „End-of-Life“-Lücke, die Analysten zufolge das ansonsten starke Umweltprofil der Windenergie trübt .
Die Zusammensetzung des Konsortiums folgt einer bewussten Strategie, um die Abhängigkeit von asiatischen Glasfaser- und Epoxidharz-Lieferungen zu verringern. Deutsche Ingenieursfirmen (Voodin, Anker-Tec) steuern Blattdesign und Automatisierung bei, während litauische Holzverarbeitungsspezialisten (VMG Wood Invest, VMG Technics) LVL aus nachhaltig bewirtschafteten europäischen Wäldern liefern . Die lokale Produktion in Navarra verkürzt Lieferketten und verbessert die Versorgungssicherheit für europäische Windpark-Projekte .
Das Projekt unterstützt direkt den European Green Deal und die Klimaneutralitätsziele der EU, indem es eine Kreislaufwirtschaft für Windkraft-Komponenten ermöglicht . Der EU-Innovationsfonds, der die Förderung bereitstellt, wird aus dem Emissionshandelssystem (ETS) gespeist und ist ein zentrales Instrument zur Verbreitung bahnbrechender CO₂-armer Technologien, die der EU helfen, ihr Netto-Null-Ziel für 2050 zu erreichen .
Indem das VB1F-Projekt die Windenergie im industriellen Maßstab vollständig zirkulär macht – Rotorblätter, die sowohl biobasiert als auch recycelbar sind –, schließt es eine entscheidende Lücke in den Nachhaltigkeitsversprechen der Branche .
Ein deutsch geführtes Konsortium will diese Lücke nun schließen. Das VB1F-Projekt (Voodin Blade 1st Factory) plant den Bau von Spaniens erster automatisierter Fabrik für Windkraft-Rotorblätter aus Ingenieurholz – und hat dafür 48,18 Millionen Euro aus dem EU-Innovationsfonds erhalten .
Das VB1F-Projekt wird mit 48,18 Millionen Euro aus dem EU-Innovationsfonds gefördert. Das Konsortium wird angeführt vom deutschen Startup Voodin Blade Technology, gemeinsam mit der deutschen Firma Anker-Tec und den litauischen Unternehmen VMG Wood Invest (Projektkoordinator) und VMG Technics . Die Gesamtinvestition beläuft sich auf über 100 Millionen Euro .
Die Fabrik entsteht in Navarra, Spanien, und soll 2031 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Rund 450 Arbeitsplätze sind vorgesehen . Bei voller Auslastung sollen jährlich bis zu 160 Rotorblattsätze produziert werden, mit Einzelblattlängen zwischen 20 und 90 Metern .
Die Rotorblätter bestehen aus Furnierschichtholz (LVL) – einem Ingenieurholz, das durch Verkleben dünner Furnierlagen unter Hitze und Druck entsteht . LVL hat ein Steifigkeits-Gewichts-Verhältnis, das mit Glasfaser vergleichbar ist, und ist somit eine strukturell tragfähige Alternative zu herkömmlichen Verbundwerkstoffen .
Ein besonderes Merkmal der VB1F-Fabrik ist der vollautomatisierte, formenfreie Produktionsprozess . Die konventionelle Rotorblatt-Herstellung basiert auf großen, teuren Einweg-Formen, die die Designflexibilität einschränken und Materialabfälle verursachen. Voodin setzt stattdessen auf Präzisions-CNC-Bearbeitung, die von digitalen Modellen gesteuert wird und die Blätter direkt aus LVL-Rohlingen formt. Das Unternehmen beziffert die Kapitalkosten auf etwa die Hälfte im Vergleich zu herkömmlichen Rotorblatt-Fabriken .
Diese Automatisierung ermöglicht kürzere Produktionszyklen und mehr Flexibilität bei der Blattgeometrie. Die Fabrik lässt sich leichter skalieren und potenziell auch in anderen Regionen errichten .
Die Windkraftbranche steht vor einer wachsenden Müllkrise. Schätzungsweise 78 % der ausgemusterten Glasfaser-Rotorblätter landen derzeit auf Deponien . Da Glasfaser- und Kohlefaser-Verbundwerkstoffe mit Epoxidharz gebunden sind, ist ihre Zerlegung in wiederverwertbare Materialien technisch schwierig und wirtschaftlich kaum darstellbar .
Voodins Lösung ersetzt das Verbundmaterial vollständig. Nach 20–30 Jahren Betrieb können LVL-Blätter komplett recycelt werden – das Holz kehrt in den Materialkreislauf zurück, anstatt vergraben zu werden . Damit schließt das Projekt die „End-of-Life“-Lücke, die Analysten zufolge das ansonsten starke Umweltprofil der Windenergie trübt .
Die Zusammensetzung des Konsortiums folgt einer bewussten Strategie, um die Abhängigkeit von asiatischen Glasfaser- und Epoxidharz-Lieferungen zu verringern. Deutsche Ingenieursfirmen (Voodin, Anker-Tec) steuern Blattdesign und Automatisierung bei, während litauische Holzverarbeitungsspezialisten (VMG Wood Invest, VMG Technics) LVL aus nachhaltig bewirtschafteten europäischen Wäldern liefern . Die lokale Produktion in Navarra verkürzt Lieferketten und verbessert die Versorgungssicherheit für europäische Windpark-Projekte .
Das Projekt unterstützt direkt den European Green Deal und die Klimaneutralitätsziele der EU, indem es eine Kreislaufwirtschaft für Windkraft-Komponenten ermöglicht . Der EU-Innovationsfonds, der die Förderung bereitstellt, wird aus dem Emissionshandelssystem (ETS) gespeist und ist ein zentrales Instrument zur Verbreitung bahnbrechender CO₂-armer Technologien, die der EU helfen, ihr Netto-Null-Ziel für 2050 zu erreichen .
Indem das VB1F-Projekt die Windenergie im industriellen Maßstab vollständig zirkulär macht – Rotorblätter, die sowohl biobasiert als auch recycelbar sind –, schließt es eine entscheidende Lücke in den Nachhaltigkeitsversprechen der Branche .