Welche Geräte sind betroffen?
Ältere Chips wie der A11 sind nicht betroffen, da der USB-Treiber dort den Speicherzeiger nach jedem Datenpaket manuell zurücksetzt (ein Schutzmechanismus, der im A12 und A13 fehlt) . Auch neuere Chips ab dem A14 sind sicher, da Apple dort die Speicherschutz-Mechanismen (USB DART) im BootROM korrekt konfiguriert hat
.
Wie funktioniert der Exploit?
Der Angriff nutzt einen spezifischen Hardware-Fehler im Synopsys DWC2 USB-Controller . Während des Startvorgangs werden USB-Pakete in einem sogenannten Ring-Puffer gespeichert. Normalerweise zeigt ein Zeiger auf die nächste freie Position.
Die praktischen Auswirkungen
Der Exploit erfordert zwingend physischen Zugriff auf das Gerät, das sich im DFU-Modus (Device Firmware Update) befinden muss. Ein Angriff aus der Ferne ist damit nicht möglich . Im Erfolgsfall kann der Angreifer:
Obwohl der Exploit keinen direkten Zugriff auf die Secure Enclave bietet, senkt er die Hürde für einen solchen Angriff deutlich .
Fazit für Nutzer
Für Besitzer eines iPhones der XS- oder 11er-Reihe bedeutet dies, dass ihr Gerät ein grundsätzliches, nicht behebbares Sicherheitsrisiko in sich trägt. Apple selbst wurde von Paradigm Shift vor der Veröffentlichung informiert, kann aber – wie erläutert – kein Update liefern, das die Hardware-Lücke schließt. Für die meisten Nutzer ist das Risiko allerdings gering, solange das Gerät nicht in falsche Hände gerät und die neueste iOS-Version installiert ist. Wer jedoch maximale Sicherheit wünscht, kommt um den Umstieg auf ein Modell mit einem neueren Chip (ab A14) nicht herum.
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