Was folgte, war ein beispielloser, dreijähriger Rechtsstreit. Désilets‘ Klage, in der er 400.000 US-Dollar und das Recht auf den Kauf der 1666-Markenrechte forderte, stellte eine Grundsatzfrage: Kann ein Entwickler sein eigenes geistiges Eigentum (Intellectual Property, kurz IP) zurückfordern, nachdem ein Konzern es sich im Zuge einer Insolvenz einverleibt hat? Im April 2016 kam die Antwort: Ja, unter gewissen Umständen. Ubisoft und Désilets einigten sich außergerichtlich – der Publisher trat ihm sämtliche Rechte und Assets an 1666: Amsterdam ab, und Désilets zog seine Klage zurück .
Mit der IP in der Tasche gründete Désilets sein eigenes Studio, Panache Digital Games, entwickelte zunächst das 2019 erschienene Steinzeit-Überlebensspiel Ancestors: The Humankind Odyssey und widmete sich dann im Hintergrund endlich dem Projekt, das fast ein Jahrzehnt auf Eis gelegen hatte.
Bei dem auf dem Summer Game Fest 2026 enthüllten Spiel handelt es sich um eine übernatürliche Detektivgeschichte, eingebettet in eine düstere historische Fiktion des 17. Jahrhunderts. Spieler steuern Noa Brooklyn, eine junge Hexe, die in eine Rolle geboren wurde, die sie nie wollte: die des Collectors . Aufgezogen vom geheimnisvollen Orden der Zaindari, ist es ihre Pflicht, mächtige Wesenheiten zu jagen, die als „The Originals“ bekannt sind – unsterbliche, korrumpierende Kreaturen, die seit Jahrhunderten unerkannt unter den Bürgern Amsterdams wandeln
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Die Ermittlungen spannen sich über drei Zeitebenen: das Jahr 1666 im Goldenen Zeitalter der Niederlande, das Jahr 1999 und die Gegenwart . Désilets hat angedeutet, dass die Aktionen des Spielers in diesen Epochen nach und nach Fragmente eines größeren, sich wiederholenden Mysteriums preisgeben. Der Marketing-Claim verspricht viel: „Alle 333 Jahre regt sich etwas“
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Noas ungewöhnlichster Verbündeter ist Aaron, ein Wesen, das 1999 herbeigerufen wurde und die Welt nun durch die Augen einer Katze wahrnimmt . Der Clou: Spieler können frei zwischen Noas hexenbasierter Kampfweise und Aarons katzenhafter Perspektive wechseln – zwei völlig unterschiedliche Spielmechaniken
. Die Entscheidung für einen frühen Begleiter soll zudem spürbare narrative Konsequenzen über die gesamte Geschichte haben
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Die zentrale Spielschleife führt von nächtlichen Ermittlungen in der Stadt zu direkten Konfrontationen mit dämonischen Wesen im Licht des Esbat-Mondes, der in modernen heidnischen Ritualen den Vollmond bezeichnet . Jedes Ziel kann auf unterschiedliche Weise angegangen werden, taktisches Vorgehen soll den idealen Ausgang ermöglichen
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Das Ungewöhnlichste an der Ankündigung war jedoch die Direktheit: 1666: Amsterdam startete seinen kostenlosen, eigenständigen Prolog unmittelbar nach der Summer Game Fest-Präsentation . Rund 30 Minuten narrative Erfahrung sind ab sofort sowohl auf Steam als auch im Epic Games Store für PC spielbar
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Die Vollversion des Spiels soll noch 2026 in den Early Access auf dem PC gehen, wobei Panache Digital Games auf einen Entwicklungsansatz setzt, der die Spielerfahrung gemeinsam mit dem Feedback der Community formt . Versionen für PlayStation 5 und Xbox Series X|S sind fest eingeplant, ein konkreter Termin steht jedoch noch aus
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Der Prolog dient als atmosphärischer Teaser, der die Welt, den zentralen Konflikt und den düsteren Ton vorstellt. Es ist der erste handfeste Beweis, dass ein Spiel, das viele bereits als verflucht abgeschrieben hatten, nun endlich Wirklichkeit ist.
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