Damit blieb die tatsächliche Teilnehmerzahl hinter der ursprünglichen Erwartung von mehr als 150 Entwicklern und über 40 Projekten zurück. Grund dafür waren die begrenzte Kapazität und die Auswahl auf Basis eingereichter Bewerbungen.
Sea und OpenAI ordneten die Veranstaltung in eine vertiefte Zusammenarbeit zur Förderung von KI-Innovation und Entwickler-Communities im asiatisch-pazifischen Raum ein. Der Hackathon sollte den Teilnehmern ermöglichen, zu lernen, zu experimentieren und mit moderner Coding-Agent-Technologie praktische KI-Lösungen zu entwickeln.
Im Vordergrund standen nutzbare Produkte und nicht bloß beeindruckende Modell-Demonstrationen. Die Teams sollten Anwendungen für konkrete Anforderungen in bestimmten Branchen oder Communities entwickeln und Codex in ihren Entwicklungsprozess einbinden.
Die Ausschreibung richtete sich an Personen, die bereits mit KI-Coding-Tools und der Entwicklung produktionsreifer Software vertraut waren. Die Organisatoren betonten ausdrücklich, dass es sich nicht um einen Einsteiger-Workshop zu KI handelte.
Für die Teams galten folgende Vorgaben:
Eine Projektidee durfte bereits vor dem Hackathon feststehen. Das eigentliche Projekt musste jedoch während der Veranstaltung vor Ort von Grund auf entwickelt werden.
Die Projekte konnten sich auf einen oder mehrere von drei Themenbereichen konzentrieren:
Hierzu zählten Agenten und Anwendungen, die eigenständiger handeln und sich an veränderte oder unerwartete Bedingungen anpassen können.
In diesem Bereich ging es um Produkte und Arbeitsabläufe, die von Anfang an rund um KI entwickelt werden – statt bestehende Prozesse lediglich nachträglich um ein oberflächliches KI-Feature zu ergänzen.
Solche Projekte wenden KI auf spezialisierte Branchen oder eng abgegrenzte Einsatzgebiete an, in denen Fachwissen eine besonders wichtige Rolle spielt.
Die drei Themen ließen den Teams damit sowohl Raum für allgemeine KI-Agenten als auch für spezialisierte Werkzeuge zur Lösung konkreter betrieblicher oder branchenspezifischer Probleme.
Die Teilnehmer nutzten Codex, den Coding-Agenten von OpenAI, um schneller Prototypen zu erstellen, ihre Entwicklungsabläufe zu verbessern und aus Konzepten funktionierende Anwendungen zu machen. Zusätzlich standen vor Ort internationale OpenAI-Experten für Anleitung und Unterstützung bereit. Auch Projektpräsentationen waren Teil des Programms.
Der Wettbewerb war damit mehr als ein klassischer Programmiermarathon unter Zeitdruck: Die Teams sollten nicht nur zeigen, was sie gebaut hatten, sondern auch, wie sinnvoll und effektiv Codex während der Entwicklung eingesetzt wurde.
Die Jury legte vier zentrale Kriterien an:
Damit wurde der praktische Nutzen ebenso wichtig wie die technische Umsetzung. Eine gute Idee allein reichte nicht aus: Gefragt waren ein glaubwürdiger Prototyp und ein nachvollziehbarer, sinnvoller Einsatz der verfügbaren Werkzeuge.
Die Gewinnerteams konnten OpenAI-API-Guthaben im Wert von bis zu 30.000 US-Dollar erhalten. Die Mitglieder der fünf besten Teams bekamen außerdem ChatGPT-Pro-Abonnements.
Da der Hackathon den gesamten Tag dauerte, mussten alle Teammitglieder während des kompletten Programms anwesend sein. Wer dieser Vorgabe nicht nachkam, riskierte die Disqualifikation. Die Organisatoren stellten Verpflegung, Tische, Stühle und Steckdosen bereit. Eigene Geräte und Ladegeräte mussten die Teilnehmer selbst mitbringen.
Der veröffentlichte Zeitplan für Singapur sah so aus:
Bei nur 40 verfügbaren Teamplätzen waren daher sowohl die Qualität der Projektidee als auch die technische Vorbereitung für eine erfolgreiche Bewerbung entscheidend.
Singapur war der Auftakt der regionalen Reihe. In der ersten Ankündigung wurden Indonesien, Taiwan und Vietnam als mögliche nächste Märkte genannt. Nach der Veranstaltung in Singapur sprach Sea von einer Ausweitung auf Indonesien, Vietnam, Taiwan und Malaysia.
Die Aufzählung entwickelte sich damit nach dem Start der Reihe weiter. Die übergeordnete Richtung blieb jedoch gleich: Entwickler-Communities im asiatisch-pazifischen Raum sollten direkten Zugang zu praktischen Codex-Experimenten und Möglichkeiten zum Bau von KI-Anwendungen erhalten. Taiwan wurde anschließend als weitere Station der fortlaufenden regionalen Serie bestätigt.
Der Wettbewerb in Singapur zeigt, wie KI-Coding-Agenten in einem produktorientierten Umfeld erprobt werden. Die Teams wurden nicht allein daran gemessen, ob sie Code erzeugen konnten. Sie mussten ein reales Problem auswählen, innerhalb eines begrenzten Zeitraums eine brauchbare Lösung entwickeln und erklären, welchen Beitrag Codex dabei leistete.
Diese Verbindung aus Problemauswahl, Umsetzungsqualität und Entwicklungsprozess könnte über die konkreten Siegerprojekte hinaus relevant sein. Codex erscheint dadurch als Bestandteil eines vollständigen Engineering-Ablaufs – von der ersten Idee und dem Prototyping bis zur vorzeigbaren Anwendung. Gleichzeitig erhalten Sea und OpenAI einen direkten Einblick in die Bedürfnisse und Arbeitsweisen von Entwicklern in der Region.