Wenn die regulatorische Genehmigung erteilt wird, plant das Konsortium einen Start in der zweiten Hälfte des Jahres 2026.
Zu Beginn bestand Qivalis aus einer Gruppe großer europäischer Banken, die sich auf eine gemeinsame Infrastruktur einigen wollten.
Zu den frühen Teilnehmern gehörten unter anderem:
Im Mai 2026 traten 25 weitere Banken bei. Damit wuchs das Netzwerk auf 37 Finanzinstitute aus 15 europäischen Ländern.
Zu den neu gemeldeten Mitgliedern gehören unter anderem:
Die Erweiterung zeigt, dass viele europäische Banken lieber eine gemeinsame Infrastruktur aufbauen möchten, statt konkurrierende eigene Stablecoins zu entwickeln.
Ein zentraler Grund für das Projekt ist die starke Dominanz von US‑Dollar‑Stablecoins im Kryptomarkt.
Token wie USDT (Tether) und USDC stellen den Großteil der weltweiten Stablecoin‑Liquidität dar. Der Euro spielt im Vergleich dazu bislang nur eine kleine Rolle im blockchainbasierten Finanzsystem.
Aus Sicht vieler Banken und politischer Entscheidungsträger in Europa entsteht dadurch eine strategische Lücke. Ein regulierter Euro‑Stablecoin könnte:
Das Projekt kombiniert klassische Bank‑Sicherheitsmechanismen mit Blockchain‑Technologie.
Wichtige Eckpunkte:
1:1‑Deckung durch Euro
Jeder ausgegebene Token soll vollständig durch Euro‑Reserven gedeckt sein. Dieses Modell entspricht den MiCA‑Vorgaben für sogenannte E‑Money‑Tokens und verlangt transparente Reserven.
Regulierte Emission
Der Emittent – Qivalis selbst – will nach Erhalt der Lizenz als E‑Geld‑Institut unter Aufsicht der niederländischen Zentralbank operieren.
Fokus zunächst auf institutionelle Nutzung
Der Stablecoin soll zunächst vor allem von Institutionen genutzt werden, etwa für:
Gemeinsame Governance
Die Kontrolle liegt nicht bei einem einzelnen Unternehmen. Stattdessen wird das System durch die teilnehmenden Banken im Konsortium gemeinsam gesteuert.
Als zentralen Technologiepartner hat das Konsortium Fireblocks ausgewählt.
Die Plattform soll unter anderem bereitstellen:
Damit wird die technische Grundlage für Ausgabe, Verteilung und Verwaltung des Stablecoins geschaffen.
Bevor der Token starten kann, muss Qivalis die regulatorische Genehmigung in den Niederlanden erhalten. Das Unternehmen beantragt dafür eine Lizenz als Electronic Money Institution unter dem MiCA‑Regelwerk.
Wenn die Genehmigung erteilt wird, plant das Konsortium einen kommerziellen Start in der zweiten Hälfte 2026.
Sollte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden, könnte Qivalis zu einem der ersten groß angelegten bankgestützten Euro‑Stablecoins werden, der vollständig unter dem neuen europäischen Kryptoregulierungsrahmen operiert.
Qivalis zeigt einen größeren Trend im globalen Finanzsystem: Traditionelle Banken beginnen zunehmend, eigene Blockchain‑Infrastruktur aufzubauen, statt den Bereich ausschließlich Krypto‑Unternehmen zu überlassen.
Ein erfolgreicher Euro‑Stablecoin könnte langfristig eine zentrale Rolle für Zahlungen, Handel und Abwicklung digitaler Vermögenswerte in Europa spielen – und dem Euro auch im Blockchain‑Ökosystem eine stärkere Rolle geben.
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