Das Forum bringt führende Manager und Branchenvertreter zusammen, um die technologischen Umbrüche durch künstliche Intelligenz zu diskutieren. Sus Gespräch konzentriert sich besonders auf Rechenleistung, Infrastruktur und langfristige KI‑Strategien.
Neben dem öffentlichen Auftritt soll Sus Besuch auch nicht öffentliche Meetings mit Branchenpartnern umfassen.
Einige Medien berichten, dass Gespräche mit Führungskräften von Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) und anderen Zulieferern möglich seien, etwa über Produktionskapazitäten für zukünftige Chips. Offiziell bestätigt wurden diese Treffen jedoch bislang nicht.
Solche Gespräche wären allerdings typisch vor großen Branchenereignissen wie der Computex – besonders jetzt, da die Nachfrage nach fortschrittlichen KI‑Prozessoren stark steigt und Hersteller um Zugang zu modernsten Fertigungskapazitäten konkurrieren.
Der Aufenthalt in Taiwan ist Teil einer kurzen, intensiven Asienreise. Vor ihrer Ankunft in Taipeh war Su bereits in China unterwegs.
Dort traf sie unter anderem:
Bei der Veranstaltung stellte sie AMDs Perspektive auf die nächste Entwicklungsphase der KI‑Industrie vor.
In ihrer Rede in Shanghai betonte Su, wie schnell sich künstliche Intelligenz weltweit verbreitet.
Eine ihrer meistzitierten Prognosen: Die Zahl der Menschen, die täglich KI nutzen, könnte in den nächsten fünf Jahren von rund einer Milliarde auf etwa fünf Milliarden steigen.
Ein solcher Anstieg würde enorme zusätzliche Rechenleistung erfordern – in Cloud‑Rechenzentren, Unternehmenssystemen und sogar auf persönlichen Geräten.
Su beschreibt die nächste Phase der KI‑Entwicklung als „Agent‑Ära“.
Dabei gehen KI‑Systeme über einfache Chat‑Interfaces hinaus und arbeiten zunehmend als autonome Agenten, die beispielsweise:
Weil solche Systeme mehrstufige Arbeitsabläufe ausführen statt einzelner Prompts, benötigen sie deutlich mehr und vielseitigere Rechenleistung.
Während sich der KI‑Boom stark auf GPUs und spezialisierte Beschleuniger konzentriert hat, argumentiert Su, dass CPUs künftig eine noch wichtigere Rolle spielen werden.
Autonome KI‑Agenten müssen Aufgaben koordinieren, Datenströme steuern und verschiedene Dienste miteinander verbinden – Aufgaben, bei denen allgemeine Prozessoren besonders wichtig sind. CPUs arbeiten dabei eng mit GPUs und anderen Beschleunigern zusammen.
Diese Sicht passt zu AMDs Strategie, ein komplettes Portfolio aus CPUs, GPUs und KI‑Beschleunigern für Rechenzentren, PCs und Edge‑Geräte anzubieten.
Sus Besuch unterstreicht außerdem, wie wichtig Taiwan für die globale KI‑Hardware geworden ist.
Die Insel verfügt über ein dichtes Netzwerk aus Chipfertigern, Packaging‑Spezialisten und Serverherstellern – Unternehmen, die einen großen Teil der weltweiten KI‑Infrastruktur ermöglichen.
Kurz vor der Computex zeigt die Präsenz von Branchenführern wie Lisa Su daher nicht nur symbolisch, sondern auch praktisch, wie eng die Zukunft der künstlichen Intelligenz mit diesem Hardware‑Ökosystem verbunden ist.
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