Das Programm versteht regenerative Landwirtschaft als ergebnisorientierten Ansatz. Statt bestimmte Anbaumethoden vorzuschreiben, werden Fortschritte über messbare Umweltindikatoren bewertet.
Dadurch können landwirtschaftliche Betriebe in unterschiedlichen Regionen – etwa Getreideanbau in Europa, Milchwirtschaft in Nordamerika oder Rinderhaltung in Lateinamerika – jeweils lokal passende Methoden nutzen und trotzdem vergleichbare Ergebnisse berichten.
Der Rahmen konzentriert sich auf vier globale Wirkungsbereiche:
Zu jedem Bereich gehören gemeinsame Indikatoren und Messgrößen, mit denen Unternehmen Umweltfortschritte entlang ihrer Lieferketten verfolgen und vergleichen können.
Zur praktischen Umsetzung nutzt das Programm ein Vier‑Schritte‑Framework, das Unternehmen beim Übergang zu regenerativen Lieferketten unterstützen soll.
Die öffentlich verfügbaren Quellen bestätigen:
Die genauen Bezeichnungen und Details der einzelnen Schritte sind in öffentlich zugänglichen Quellen allerdings nicht vollständig beschrieben, weshalb sich der konkrete Ablauf derzeit nicht vollständig rekonstruieren lässt.
Fest steht jedoch, dass das Framework stark auf folgende Prinzipien setzt:
Bevor das Programm breit eingeführt wird, testete die SAI Platform den Ansatz in einer umfangreichen Pilotphase.
Dabei wurden:
Zu den beteiligten Unternehmen und Partnern gehörten unter anderem Nestlé, Wildfarmed, Louis Dreyfus Company und McCain.
Laut SAI Platform zeigten die Tests, dass ein gemeinsamer, ergebnisbasierter Rahmen in sehr unterschiedlichen Agrarsystemen funktionieren kann, solange er genügend Raum für regionale Anpassungen lässt.
Die Initiative gewann 2026 deutlich an Dynamik, als 40 Unternehmen aus der Lebensmittel‑ und Agrarindustrie eine gemeinsame Erklärung unterzeichneten, um die Entwicklung und Skalierung des Programms zu unterstützen.
Der offizielle öffentliche Start ist für das jährliche SAI‑Plattform‑Treffen geplant, das vom 22. bis 24. Juni 2026 in Saskatoon (Kanada) stattfindet.
Damit beginnt der Übergang von Pilotprojekten zur breiteren Anwendung in globalen Lieferketten.
Regenerative Landwirtschaft hat in den letzten Jahren weltweit Aufmerksamkeit gewonnen. Ein großes Problem blieb jedoch lange bestehen: jede Organisation definierte den Begriff anders.
Ohne gemeinsame Standards entstehen mehrere Schwierigkeiten:
Das Programm „Regenerating Together“ soll diese Lücke schließen, indem es branchenweit abgestimmte Definitionen, Indikatoren und Berichtssysteme bereitstellt.
Diese Abstimmung gilt als besonders wichtig, weil die globalen Ernährungssysteme gleichzeitig mit mehreren miteinander verbundenen Risiken konfrontiert sind, darunter:
Nach Ansicht der beteiligten Unternehmen lassen sich diese Herausforderungen nicht durch einzelne Firmeninitiativen lösen, sondern nur durch koordinierte Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Langfristig soll das Programm helfen, die Produktivität der Landwirtschaft zu sichern und gleichzeitig Umweltbelastungen zu verringern. Gemeinsame Messgrößen und skalierbare Rahmenwerke könnten die Einführung regenerativer Praktiken deutlich beschleunigen – auch in Märkten, in denen die Nachfrage der Verbraucher nach „regenerativen“ Produkten noch unsicher ist.
Wenn sich das Modell durchsetzt, könnte es zur gemeinsamen Grundlage für regenerative Landwirtschaft in globalen Lebensmittel‑Lieferketten werden – mit abgestimmten Zielen für Unternehmen, Landwirte und Lieferanten weltweit.
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