Diese Regelung wird nun komplett gestrichen.
Die wichtigsten Punkte der Reform:
Die 3‑€‑Gebühr ist ausdrücklich als Übergangslösung gedacht. Sie soll das System vereinfachen, bis ein neues EU‑weites Zollsystem vollständig einsatzbereit ist.
Langfristig plant die EU einen deutlich größeren Umbau ihres Zollsystems.
Kern der Reform sind:
Dieses System soll voraussichtlich ab etwa 2028 vollständig funktionieren. Erst dann könnten detailliertere und automatisierte Zollverfahren eingeführt werden.
Die 3‑€‑Gebühr dient deshalb als Brücke zwischen den heutigen Regeln und der künftigen Infrastruktur.
Die großen internationalen Paketdienstleister unterstützen grundsätzlich das Ziel der Reform. Gleichzeitig warnen sie, dass nicht alle technischen und rechtlichen Voraussetzungen rechtzeitig fertig sein könnten.
In einem gemeinsamen Schreiben an die EU‑Finanzminister baten DHL, FedEx und UPS, die Reform in mehreren Stufen umzusetzen.
Ihr Vorschlag:
Nach Ansicht der Unternehmen könnte eine gleichzeitige Einführung aller Elemente sonst zu:
Die Unternehmen warnten zudem, dass Verzögerungen an EU‑Grenzen sogar zeitkritische Lieferungen wie medizinische Güter betreffen könnten.
Ein zentraler Auslöser der Reform ist der starke Anstieg von Direktbestellungen aus Drittstaaten über Online‑Marktplätze.
Plattformen wie Shein und Temu versenden häufig einzelne, sehr günstige Produkte direkt an europäische Kunden. Viele dieser Sendungen lagen bislang unter der 150‑€‑Grenze und konnten dadurch ohne Zollgebühr eingeführt werden.
EU‑Politiker argumentieren, dass diese Praxis:
Mit dem Wegfall der Freigrenze wird künftig jedes importierte Paket zollpflichtig, unabhängig vom Warenwert.
Zusätzlich zur Gebühr verlangt die Reform künftig detailliertere Produktinformationen bei der Zollanmeldung.
Dazu gehören unter anderem:
Die EU erhofft sich dadurch eine bessere Kontrolle über Warenströme und die Einhaltung von Vorschriften.
Logistikunternehmen warnen jedoch, dass dieser zusätzliche Datenaufwand jede einzelne Sendung langsamer verarbeiten könnte – ein Problem bei den täglich Millionen Paketen im internationalen Onlinehandel.
Die Abschaffung der 150‑€‑Zollfreigrenze markiert einen wichtigen Wendepunkt im europäischen Onlinehandel. Ab Juli 2026 wird für günstige Importpakete eine 3‑€‑Zollgebühr erhoben, während die EU gleichzeitig ihr Zollsystem umfassend digitalisiert.
Die Reform soll faire Wettbewerbsbedingungen schaffen und den Boom extrem günstiger Importwaren eindämmen. Gleichzeitig warnen große Logistikunternehmen, dass eine zu schnelle Umsetzung ohne Übergangsphase zu Verzögerungen und Belastungen für Lieferketten führen könnte.
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