Im angedockten Zustand verhält sich Copilot eher wie eine integrierte Seitenleiste: Sie reserviert festen Platz auf dem Desktop, während Windows andere Fenster automatisch skaliert oder neu positioniert. Dadurch entsteht eine Art dauerhaft sichtbarer KI‑Assistent neben der eigentlichen Arbeit.
Tester berichten von vier Darstellungsoptionen, die direkt über das Copilot‑Fenstermenü erreichbar sind.
1. Standard‑App‑Ansicht
Copilot öffnet sich als normales, frei skalierbares Programmfenster – so wie bisher in Windows 11.
2. Picture‑in‑Picture‑Modus
Eine kleine, schwebende Miniansicht bleibt über anderen Programmen sichtbar. Das eignet sich für schnelle Fragen oder laufende Gespräche mit dem Assistenten.
3. Dock links
Copilot wird an den linken Rand des Desktops angeheftet. Windows verkleinert andere offene Fenster automatisch, damit sie neben der Seitenleiste Platz finden.
4. Dock rechts
Dasselbe Verhalten auf der rechten Bildschirmseite – praktisch eine permanente KI‑Spalte neben den geöffneten Anwendungen.
Der Unterschied zum normalen „Anheften“ eines Fensters: In diesen Dock‑Modi passt Windows aktiv das gesamte Desktop‑Layout an, damit Copilot eine feste Spalte erhält.
Der neue Sidebar‑Modus ist derzeit kein Standard, sondern ein freiwilliger Test. Copilot startet weiterhin als normale App, sofern Nutzer nicht selbst einen anderen Layout‑Modus auswählen.
Diese Entscheidung passt zu einer größeren Kurskorrektur bei Microsofts KI‑Strategie in Windows.
In den letzten Monaten hatte das Unternehmen Kritik erhalten, weil Copilot an immer mehr Stellen im Betriebssystem auftauchte. Inzwischen reduziert Microsoft einige Integrationen und überarbeitet seine Pläne.
Beispiele für diese Anpassungen:
Eine andockbare Sidebar als freiwillige Option passt genau zu dieser Strategie: Wer Copilot dauerhaft sichtbar haben möchte, kann das aktivieren – alle anderen behalten ihre gewohnte Oberfläche.
Ein weiteres Zeichen für diesen Wandel: Copilot verhält sich inzwischen eher wie eine normale App. In neueren Windows‑11‑Versionen lässt sich die Anwendung über Einstellungen → Apps → Installierte Apps sogar vollständig deinstallieren oder per Unternehmensrichtlinien steuern.
Das erleichtert es Unternehmen und Privatanwendern, selbst zu entscheiden, ob und wo KI‑Funktionen im System erscheinen sollen.
Auch in den Office‑Apps reagiert Microsoft auf Nutzerfeedback. In Word, Excel und PowerPoint wird es künftig möglich sein, den schwebenden Copilot‑Button wieder in die klassische Menüleiste (Ribbon) zu verschieben, nachdem sich viele Anwender über die neue Position beschwert hatten.
Der neue Sidebar‑Versuch deutet auf eine veränderte Philosophie hin:
Kurz gesagt: Microsoft bewegt sich offenbar weg vom Ansatz „KI überall“ hin zu optionalen, modularen KI‑Funktionen, die sich je nach Bedarf ein‑ oder ausblenden lassen.
Sollte sich die neue Seitenleiste im Test bewähren, könnte sie künftig zu einer der wichtigsten Möglichkeiten werden, Copilot dauerhaft sichtbar neben der eigenen Arbeit zu nutzen – ähnlich der ursprünglichen Idee einer integrierten Windows‑Sidebar.
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