Ihr Ansatz ist pragmatisch: Expertenmeinungen einholen, dann informierte Entscheidungen treffen – anstatt zu raten.
Cheung betrachtet Versicherungen nicht als Auslöser von Ängsten, sondern als Möglichkeit, Flexibilität zu bewahren. „Wir können nicht kontrollieren, was in der Welt oder in unserem Leben passiert. Aber wir können uns vorbereiten, sodass wir mehr Optionen haben, wenn etwas passiert“, sagt sie.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann hat sie Lebensversicherungen und andere finanzielle Instrumente abgeschlossen, um die Ausbildung ihrer Kinder zu finanzieren. Außerdem besitzt sie eine schwere-Krankheiten-Versicherung. Es ist eine pragmatische, vorausschauende Strategie, die die Ungewissheit anerkennt, ohne sich in ihr zu verlieren.
Sobald die Pläne in trockenen Tüchern sind, glaubt Cheung, sei das Gesündeste, loszulassen. „Ich denke, Langlebigkeit bedeutet, sich keine Sorgen zu machen und nichts zu haben, das auf einem lastet. Wenn man sich sorgt, wird man krank. Wenn man sich nicht sorgt, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, krank zu werden“, sagt sie.
Das ist kein Fatalismus – es ist die logische Konsequenz ihres Systems. Man bereitet sich so gut wie möglich vor, und dann lässt man den Rest los.
Cheung betont, dass beständige, kleine Praktiken überproportionale Vorteile bringen. Zwei Gewohnheiten, die sie hervorhebt:
Es sind keine dramatischen Eingriffe – es sind zugängliche, tägliche Entscheidungen, die sowohl die psychische als auch die physische Gesundheit unterstützen.
Cheung lehnt eine autoritäre Erziehung ab. „Ich unterhalte mich und bespreche Dinge mit meinen Kindern. Mit meiner 17-Jährigen spreche ich wie mit einer großen Schwester oder einer Freundin. Es ist definitiv nicht diese ‚Mutter sagt es, also mach es‘-Beziehung“, sagt sie.
Dieser kooperative Ansatz spiegelt ihre allgemeine Lebensphilosophie wider: Respekt vor dem Individuum, Verständnis suchen und Vertrauen aufbauen – statt Autorität auszuüben.
Cheung gründete LoCoFarms als Sozialunternehmen, das das landwirtschaftliche Erbe Hongkongs wiederbelebt, indem es lokale Erzeuger mit Lebensmittelhandwerkern vernetzt. Sie beschreibt es als einen proaktiven Beitrag zu ihrer Gemeinschaft:
„Ich wollte, dass es ein Samen für nachhaltige Entwicklung und zur Unterstützung der lokalen Bauern in Hongkong ist – etwas, das zu einem größeren Bewusstsein und einer größeren Anerkennung dieser Themen heranwächst. Ich weiß nicht, wie groß [das Unternehmen] werden wird, aber das ist etwas, bei dem ich einen Samen gepflanzt und meinen Beitrag geleistet habe. Das verstehe ich unter Proaktivität – etwas für unsere Gesellschaft, für die Gemeinschaft in Hongkong zu tun.“
Für Cheung hört Proaktivität nicht bei der persönlichen Gesundheit auf. Sie erstreckt sich auf die Gesundheit der Gemeinschaft und des Landes.