Groq sammelt bis zu 650 Millionen Dollar von seinen Bestandsinvestoren ein, um das neue Unternehmen „Groq 2.0“ zu finanzieren – einen reinen Anbieter für KI Inferenz Clouddienste. Die Finanzierungsrunde ist faktisch abgesichert: Die Ankerinvestoren Disruptive und Infinitum garantieren, die gesamten 650 Millionen Dol...

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Das KI-Chip-Startup Groq schlägt ein neues Kapitel auf – und das ist dramatisch. Nur fünf Monate, nachdem Nvidia mit einem bahnbrechenden Deal die Technologie des Unternehmens lizenzierte und dessen Gründer sowie Führungsriege abwarb, sucht Groq nun 650 Millionen Dollar von seinen Bestandsinvestoren. Das frische Kapital soll ein völlig neues Geschäftsfeld finanzieren.
Das neue Unternehmen, intern „Groq 2.0“ genannt, wird sich vom Design und Verkauf von KI-Chips verabschieden und stattdessen als reiner Cloud-Dienstleister für KI-Inferenz auftreten – ein Geschäftsmodell, das in der Branche als „Neocloud“ bekannt ist. Das ermöglicht Entwicklern und Unternehmen, Anwendungen zu hosten, die auf das Ausführen trainierter KI-Modelle angewiesen sind, um Antworten oder Inhalte zu generieren.
Die Finanzierungsrunde, über die zuerst Axios berichtete, wird komplett von Groqs Bestandsinvestoren getragen und ist im Kern bereits garantiert. Die Ankerinvestoren Disruptive und Infinitum haben sich verpflichtet, die gesamten 650 Millionen Dollar abzusichern, falls andere Altgesellschafter ihr anteiliges Bezugsrecht nicht wahrnehmen. Das ist ein starkes Vertrauensvotum für den Neustart.
Bemerkenswert: Die Investoren werden gebeten, Gewinne zu reinvestieren, die sie gerade erst erhalten haben. Eine letzte Barausschüttung aus dem Nvidia-Deal stand für die Groq-Anteilseigner unmittelbar bevor. Nun werden sie eingeladen, einen Teil dieses Geldes direkt in das neue Wagnis „Groq 2.0“ zu stecken. Geführt wird die neue Einheit von altgedienten Unternehmensveteranen: CEO Adam Winter und CFO Matt Eng.
Dieser erneute Finanzierungsversuch ist die direkte Folge einer transformierenden, aber höchst unkonventionellen Vereinbarung mit Nvidia im Dezember 2025. Am 24. Dezember gaben beide Unternehmen einen Deal bekannt, dessen Volumen mit 17 bis 20 Milliarden Dollar angegeben wird. Die meisten Quellen sprechen von 20 Milliarden Dollar, eine Reuters-Quelle beziffert die Summe jedoch auf 17 Milliarden.
Die Struktur des Deals war darauf ausgelegt, die strenge kartellrechtliche Prüfung zu umgehen, die eine klassische Übernahme mit sich gebracht hätte. Es handelte sich um eine nicht-exklusive Lizenzvereinbarung, die Nvidia das Recht einräumte, Groqs proprietäre Language Processing Unit (LPU)-Inferenztechnologie zu nutzen. Zeitgleich heuerte Nvidia im Rahmen eines „Reverse Acqui-Hire“ (zu Deutsch etwa: umgekehrte Übernahme zur Talentgewinnung) die Köpfe hinter der Firma an: Gründer und CEO Jonathan Ross sowie Präsident Sunny Madra, beide Schwergewichte der Branche.
Groq blieb nach der Vereinbarung ein unabhängiges Unternehmen und ernannte Simon Edwards zum neuen CEO. Der Deal war der bis dahin größte seiner Art und unterstrich einen klaren strategischen Trend: Big-Tech-Unternehmen sichern sich vermehrt Spitzenkräfte und Zukunftstechnologie, ohne gleich die ganze Firma und alle damit verbundenen regulatorischen Risiken zu kaufen.
Die Strategie hinter Groq 2.0 kommt einer kompletten Neuerfindung des Unternehmens gleich. Nach dem Verkauf einer nicht-exklusiven Lizenz für die eigene Kerntechnologie und dem Verlust der Gründungsmannschaft an den großen Rivalen, wagt Groq nun den Sprung in einen hart umkämpften Markt. Mit einem eigenentwickelten Chipdesign im Gepäck will die Firma im schnell wachsenden Segment der KI-Inferenz-Cloud etablierte Anbieter herausfordern. Die abgesicherte Finanzierungszusage von Disruptive und Infinitum bietet ein solides Fundament. Doch der Erfolg dieses riskanten Manövers wird maßgeblich davon abhängen, ob sich die neue Einheit gegen die Cloud-Giganten behaupten kann.
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Groq sammelt bis zu 650 Millionen Dollar von seinen Bestandsinvestoren ein, um das neue Unternehmen „Groq 2.0“ zu finanzieren – einen reinen Anbieter für KI Inferenz Clouddienste.
Groq sammelt bis zu 650 Millionen Dollar von seinen Bestandsinvestoren ein, um das neue Unternehmen „Groq 2.0“ zu finanzieren – einen reinen Anbieter für KI Inferenz Clouddienste. Die Finanzierungsrunde ist faktisch abgesichert: Die Ankerinvestoren Disruptive und Infinitum garantieren, die gesamten 650 Millionen Dollar zu stemmen, falls andere Altgesellschafter ihr Bezugsrecht nicht voll ausüben.
Der vorausgegangene 20 Milliarden Dollar Deal mit Nvidia, geschickt als „Reverse Acqui Hire“ konstruiert, um Kartellprüfungen zu umgehen, ist der bislang größte seiner Art und zeigt einen Trend, wie Tech Giganten Tale...