Russland dürfte den gesamten Donbass kaum bis zum 31. Dezember 2026 erobern: Nach Einschätzung des ISW kontrollieren russische Truppen etwa 79,89 Prozent der Region Donezk und 99,77 Prozent der Region Luhansk.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is the latest assessment of Russia’s attempt to seize all of Donbas—particularly Donetsk and Luhansk—including Putin’s December 31, 202. Article summary: Russia is still pressing across Donetsk, but the best current assessment is that seizing all of Donbas by 31 December 2026 is militarily implausible. The reported request by Russian commanders to move the target to 31 Ma. Topic tags: general, general web, user generated, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Russland greift in der Region Donezk weiter an. Die jüngsten Auswertungen öffentlich zugänglicher Informationen zeigen jedoch eine wachsende Lücke zwischen dem politischen Zeitplan des Kremls und den tatsächlichen Ergebnissen auf dem Schlachtfeld. Die Frist bis zum 31. Dezember 2026, die Verwaltungsgrenzen von Donezk und Luhansk zu erreichen, dürfte kaum einzuhalten sein. Auch eine angeblich beantragte Verlängerung bis zum 31. März 2027 würde das grundlegende militärische Problem nicht automatisch lösen. 2
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Der russische Feldzug befindet sich in den beiden Regionen des ukrainischen Donbass auf sehr unterschiedlichen Etappen. Nach der Einschätzung des Institute for the Study of War (ISW) vom 23. August kontrollierten russische Truppen rund 79,89 Prozent der Region Donezk – etwa 21.170 Quadratkilometer. In Luhansk waren es ungefähr 99,77 Prozent beziehungsweise 26.624 Quadratkilometer. Luhansk ist damit nahezu, aber nicht vollständig besetzt; in Donezk steht dagegen noch ein bedeutender Teil unter ukrainischer Kontrolle. 35
Dieser Unterschied ist militärisch entscheidend. Das noch von der Ukraine gehaltene Gebiet in Donezk umfasst die stark befestigte Verteidigungsstruktur, die häufig als „Festungsgürtel“ oder „Festungslinie“ bezeichnet wird. Die letzten ukrainisch kontrollierten Gebiete in Luhansk einzunehmen, ist daher nicht mit der deutlich umfangreicheren und schwierigeren Operation in Donezk gleichzusetzen.
Pawlo Palissa, stellvertretender Leiter des ukrainischen Präsidialamts, erklärte, Russlands politische Führung habe dem Militär befohlen, bis zum 31. Dezember 2026 die Verwaltungsgrenzen von Donezk und Luhansk zu erreichen. Palissa zufolge halten russische Militärvertreter diesen Zeitplan für unrealistisch und sollen um eine Verlängerung bis zum 31. März 2027 gebeten haben. Diese Angaben stammen von ukrainischen Vertretern und Medienberichten; bei dem kolportierten Antrag handelt es sich nicht um ein unabhängig bestätigtes Eingeständnis Russlands. 2
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Die aktuelle Vorgabe steht zudem in einer längeren Reihe verschobener Ziele. Nach Angaben des ISW hat Wladimir Putin seit 2022 15 verschiedene Fristen für die vollständige Eroberung der Region Donezk gesetzt. Keine davon sei eingehalten worden. Ukrainische Berichte nennen aufeinanderfolgende Zieltermine in den Jahren 2022, 2023, 2024, 2025 und 2026. 35
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Eine Frist ist zunächst eine politische Anweisung und keine verlässliche Prognose. Die wiederholten verfehlten Termine sind dennoch relevant: Sie zeigen, dass die politischen Zielvorstellungen des Kremls den bislang nachgewiesenen militärischen Fähigkeiten regelmäßig vorausgeeilt sind.
Zu Russlands wichtigsten Zielen in Donezk gehören Kostjantyniwka, Kramatorsk und Slowjansk. Die Städte liegen innerhalb oder am Rand der ukrainischen befestigten Verteidigungslinie. Einen bestätigten operativen Durchbruch durch dieses System haben russische Truppen bislang nicht erzielt. Stattdessen versuchen sie, von mehreren Seiten Druck aufzubauen und die nördlichen und südlichen Zugänge anzugreifen. 15
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Das ISW berichtete, Russland verstärke seine Vorstöße in Richtung Slowjansk aus östlicher und südöstlicher Richtung. Frühere Angriffe aus dem Nordosten über Lyman hatten nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Im Süden rückten russische Kräfte im Raum Kostjantyniwka vor und führten Infiltrationsoperationen durch; ukrainische Truppen hielten die Region jedoch weiter umkämpft. 25
Der Unterschied zwischen Infiltration und Kontrolle ist dabei wesentlich. Kleine Einheiten können in eine Ortschaft eindringen oder dort operieren, ohne dass Russland die Stadt, ihre Nachschubwege oder die umliegende Verteidigungsstellung gesichert hat. Nach einer ISW-Einschätzung von Anfang August hatten verstärkte russische Infiltrationen um Kostjantyniwka weder zur Einnahme der Stadt noch zu einem operativ bedeutsamen Ziel geführt. 22
Das stärkste Argument gegen die Kreml-Frist ist das Tempo der territorialen Veränderungen. Das ISW bewertete die russische Frühjahr-Sommer-Offensive 2026 nach mehr als zwei Monaten als weitgehend ohne operativ bedeutende Geländegewinne – trotz intensiverer Angriffe und Infiltrationsversuche. 22
DeepState meldete, dass das von Russland kontrollierte Gebiet in der gesamten Ukraine im Juli 2026 lediglich um 36 Quadratkilometer gewachsen sei. Die Zahl bezieht sich auf die gesamte Front und nicht nur auf Donezk. Nach Einschätzung von DeepState würde Russland bei diesem Tempo nicht einmal bis 2027 die gesamte Region Donezk erobern. Einige Berichte weisen darauf hin, dass nachträgliche Kartenkorrekturen den Juli-Wert auf etwa 88 Quadratkilometer erhöhen könnten. An der grundsätzlichen Einschätzung eines zu langsamen Vormarschs für die Kreml-Frist ändere das jedoch nichts. 18
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Auch die ISW-Auswertung vom 22. August zeigt, wie begrenzt und umkämpft die Bewegungen inzwischen sind. Demnach hatten russische Truppen bis zu diesem Zeitpunkt im August 8,52 Quadratkilometer erobert oder infiltriert. Gleichzeitig verloren sie – ohne vorübergehende Infiltrationsräume mitzuzählen – die Kontrolle über 27,09 Quadratkilometer. Das ISW erklärte zudem, Russlands Vormarschtempo gehe seit Januar zurück. 23
Diese Zahlen sind keine sichere Vorhersage. Eine Veränderung bei der russischen Truppenrekrutierung, der Taktik oder der Waffenversorgung sowie eine Verschlechterung der ukrainischen Verteidigungsbedingungen könnten die Entwicklung beeinflussen. Der derzeitige Trend spricht jedoch nicht für einen schnellen Abschluss der Operation in Donezk.
Das Kampfgeschehen ist kein einseitiger russischer Vormarsch. Das ISW schätzte, ukrainische Truppen hätten zwischen dem 29. Januar und dem 12. August 2026 in Richtung Oleksandriwka und im nördlichen Teil des Raums Huljajpole ungefähr 626,69 Quadratkilometer zurückerobert. Diese Geländegewinne lagen außerhalb des zentralen Kampfes um den Festungsgürtel. Sie zeigen jedoch, dass Russland auch an anderen Frontabschnitten ukrainische Gegenoffensiven abwehren musste. 34
Im Raum Donezk dauern die Kämpfe an, unter anderem an den Zugängen zu Kostjantyniwka, Slowjansk und Kramatorsk. Russische Erfolgsmeldungen und unabhängige Kartierungen stimmen dabei nicht immer überein: Reuters berichtete über russische Angaben zur Einnahme zweier Ortschaften, während DeepState Vorstöße in nahe gelegenen Gebieten meldete, die weitergehenden russischen Behauptungen aber nicht bestätigte. 17
Auch deshalb muss zwischen behaupteten Vorstößen, vorübergehender Infiltration und dauerhaft gesicherter Gebietskontrolle unterschieden werden.
Der 31. März 2027 würde den russischen Truppen zusätzliche Zeit verschaffen. Nach den derzeit verfügbaren Einschätzungen wäre aber auch dieser Termin unter den aktuellen Bedingungen kein glaubwürdiger Zeitplan. Die Ukraine vertritt laut den vorliegenden Berichten die Position, dass selbst das verlängerte Datum zu optimistisch sei. DeepState fällt noch deutlicher aus: Beim derzeitigen Vormarschtempo bestehe selbst 2027 keine realistische Chance, ganz Donezk einzunehmen. 5
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Auch das ISW und Critical Threats bezeichneten die Fristen des Kremls als unrealistisch und führten sie teilweise auf eine falsche Einschätzung der Lage auf dem Schlachtfeld zurück. 24
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Das bedeutet nicht, dass Russland keine lokalen Geländegewinne erzielen kann. Die russischen Truppen könnten den Druck auf Kostjantyniwka, Slowjansk und andere Abschnitte der Verteidigungslinie weiter erhöhen. Eine schwere Verschlechterung der ukrainischen Verteidigung könnte die Lage ebenfalls verändern. Lokale Vorstöße sind jedoch nicht dasselbe wie die Eroberung des verbleibenden Gebiets von Donezk und die anschließende Konsolidierung der Kontrolle über den gesamten Donbass.
Russlands Operation bleibt aktiv, doch der politische Zeitplan ist von der nachweisbaren Geschwindigkeit des Vormarschs entkoppelt. Luhansk steht nahezu vollständig unter russischer Kontrolle, während Donezk noch nicht abgeschlossen ist. Etwa ein Fünftel der Region befindet sich weiterhin außerhalb russischer Kontrolle – und gerade dort liegen einige der schwierigsten ukrainischen Verteidigungsstellungen. 35
Solange sich die Bedingungen auf dem Schlachtfeld nicht grundlegend verändern, sprechen die verfügbaren Belege eher für eine weitere verfehlte Kreml-Frist als für die vollständige russische Kontrolle über Donezk und Luhansk bis Ende 2026. Eine Verlängerung bis März 2027 wäre ein Aufschub – kein Beleg dafür, dass das militärische Ziel dadurch erreichbar geworden ist. 18
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Russland dürfte den gesamten Donbass kaum bis zum 31. Dezember 2026 erobern: Nach Einschätzung des ISW kontrollieren russische Truppen etwa 79,89 Prozent der Region Donezk und 99,77 Prozent der Region Luhansk.
Russland dürfte den gesamten Donbass kaum bis zum 31. Dezember 2026 erobern: Nach Einschätzung des ISW kontrollieren russische Truppen etwa 79,89 Prozent der Region Donezk und 99,77 Prozent der Region Luhansk. Russische Militärvertreter sollen laut ukrainischen Angaben eine Verlängerung der Frist bis zum 31.
Die Kämpfe konzentrieren sich unter anderem auf die Räume um Kostjantyniwka, Slowjansk und Kramatorsk.
Russland dürfte den gesamten Donbass kaum bis zum 31. Dezember 2026 erobern: Nach Einschätzung des ISW kontrollieren russische Truppen etwa 79,89 Prozent der Region Donezk und 99,77 Prozent der Region Luhansk.
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Russland greift in der Region Donezk weiter an. Die jüngsten Auswertungen öffentlich zugänglicher Informationen zeigen jedoch eine wachsende Lücke zwischen dem politischen Zeitplan des Kremls und den tatsächlichen Ergebnissen auf dem Schlachtfeld. Die Frist bis zum 31. Dezember 2026, die Verwaltungsgrenzen von Donezk und Luhansk zu erreichen, dürfte kaum einzuhalten sein. Auch eine angeblich beantragte Verlängerung bis zum 31. März 2027 würde das grundlegende militärische Problem nicht automatisch lösen. 2
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Der russische Feldzug befindet sich in den beiden Regionen des ukrainischen Donbass auf sehr unterschiedlichen Etappen. Nach der Einschätzung des Institute for the Study of War (ISW) vom 23. August kontrollierten russische Truppen rund 79,89 Prozent der Region Donezk – etwa 21.170 Quadratkilometer. In Luhansk waren es ungefähr 99,77 Prozent beziehungsweise 26.624 Quadratkilometer. Luhansk ist damit nahezu, aber nicht vollständig besetzt; in Donezk steht dagegen noch ein bedeutender Teil unter ukrainischer Kontrolle. 35
Dieser Unterschied ist militärisch entscheidend. Das noch von der Ukraine gehaltene Gebiet in Donezk umfasst die stark befestigte Verteidigungsstruktur, die häufig als „Festungsgürtel“ oder „Festungslinie“ bezeichnet wird. Die letzten ukrainisch kontrollierten Gebiete in Luhansk einzunehmen, ist daher nicht mit der deutlich umfangreicheren und schwierigeren Operation in Donezk gleichzusetzen.
Pawlo Palissa, stellvertretender Leiter des ukrainischen Präsidialamts, erklärte, Russlands politische Führung habe dem Militär befohlen, bis zum 31. Dezember 2026 die Verwaltungsgrenzen von Donezk und Luhansk zu erreichen. Palissa zufolge halten russische Militärvertreter diesen Zeitplan für unrealistisch und sollen um eine Verlängerung bis zum 31. März 2027 gebeten haben. Diese Angaben stammen von ukrainischen Vertretern und Medienberichten; bei dem kolportierten Antrag handelt es sich nicht um ein unabhängig bestätigtes Eingeständnis Russlands. 2
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Die aktuelle Vorgabe steht zudem in einer längeren Reihe verschobener Ziele. Nach Angaben des ISW hat Wladimir Putin seit 2022 15 verschiedene Fristen für die vollständige Eroberung der Region Donezk gesetzt. Keine davon sei eingehalten worden. Ukrainische Berichte nennen aufeinanderfolgende Zieltermine in den Jahren 2022, 2023, 2024, 2025 und 2026. 35
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Eine Frist ist zunächst eine politische Anweisung und keine verlässliche Prognose. Die wiederholten verfehlten Termine sind dennoch relevant: Sie zeigen, dass die politischen Zielvorstellungen des Kremls den bislang nachgewiesenen militärischen Fähigkeiten regelmäßig vorausgeeilt sind.
Zu Russlands wichtigsten Zielen in Donezk gehören Kostjantyniwka, Kramatorsk und Slowjansk. Die Städte liegen innerhalb oder am Rand der ukrainischen befestigten Verteidigungslinie. Einen bestätigten operativen Durchbruch durch dieses System haben russische Truppen bislang nicht erzielt. Stattdessen versuchen sie, von mehreren Seiten Druck aufzubauen und die nördlichen und südlichen Zugänge anzugreifen. 15
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Das ISW berichtete, Russland verstärke seine Vorstöße in Richtung Slowjansk aus östlicher und südöstlicher Richtung. Frühere Angriffe aus dem Nordosten über Lyman hatten nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Im Süden rückten russische Kräfte im Raum Kostjantyniwka vor und führten Infiltrationsoperationen durch; ukrainische Truppen hielten die Region jedoch weiter umkämpft. 25
Der Unterschied zwischen Infiltration und Kontrolle ist dabei wesentlich. Kleine Einheiten können in eine Ortschaft eindringen oder dort operieren, ohne dass Russland die Stadt, ihre Nachschubwege oder die umliegende Verteidigungsstellung gesichert hat. Nach einer ISW-Einschätzung von Anfang August hatten verstärkte russische Infiltrationen um Kostjantyniwka weder zur Einnahme der Stadt noch zu einem operativ bedeutsamen Ziel geführt. 22
Das stärkste Argument gegen die Kreml-Frist ist das Tempo der territorialen Veränderungen. Das ISW bewertete die russische Frühjahr-Sommer-Offensive 2026 nach mehr als zwei Monaten als weitgehend ohne operativ bedeutende Geländegewinne – trotz intensiverer Angriffe und Infiltrationsversuche. 22
DeepState meldete, dass das von Russland kontrollierte Gebiet in der gesamten Ukraine im Juli 2026 lediglich um 36 Quadratkilometer gewachsen sei. Die Zahl bezieht sich auf die gesamte Front und nicht nur auf Donezk. Nach Einschätzung von DeepState würde Russland bei diesem Tempo nicht einmal bis 2027 die gesamte Region Donezk erobern. Einige Berichte weisen darauf hin, dass nachträgliche Kartenkorrekturen den Juli-Wert auf etwa 88 Quadratkilometer erhöhen könnten. An der grundsätzlichen Einschätzung eines zu langsamen Vormarschs für die Kreml-Frist ändere das jedoch nichts. 18
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Auch die ISW-Auswertung vom 22. August zeigt, wie begrenzt und umkämpft die Bewegungen inzwischen sind. Demnach hatten russische Truppen bis zu diesem Zeitpunkt im August 8,52 Quadratkilometer erobert oder infiltriert. Gleichzeitig verloren sie – ohne vorübergehende Infiltrationsräume mitzuzählen – die Kontrolle über 27,09 Quadratkilometer. Das ISW erklärte zudem, Russlands Vormarschtempo gehe seit Januar zurück. 23
Diese Zahlen sind keine sichere Vorhersage. Eine Veränderung bei der russischen Truppenrekrutierung, der Taktik oder der Waffenversorgung sowie eine Verschlechterung der ukrainischen Verteidigungsbedingungen könnten die Entwicklung beeinflussen. Der derzeitige Trend spricht jedoch nicht für einen schnellen Abschluss der Operation in Donezk.
Das Kampfgeschehen ist kein einseitiger russischer Vormarsch. Das ISW schätzte, ukrainische Truppen hätten zwischen dem 29. Januar und dem 12. August 2026 in Richtung Oleksandriwka und im nördlichen Teil des Raums Huljajpole ungefähr 626,69 Quadratkilometer zurückerobert. Diese Geländegewinne lagen außerhalb des zentralen Kampfes um den Festungsgürtel. Sie zeigen jedoch, dass Russland auch an anderen Frontabschnitten ukrainische Gegenoffensiven abwehren musste. 34
Im Raum Donezk dauern die Kämpfe an, unter anderem an den Zugängen zu Kostjantyniwka, Slowjansk und Kramatorsk. Russische Erfolgsmeldungen und unabhängige Kartierungen stimmen dabei nicht immer überein: Reuters berichtete über russische Angaben zur Einnahme zweier Ortschaften, während DeepState Vorstöße in nahe gelegenen Gebieten meldete, die weitergehenden russischen Behauptungen aber nicht bestätigte. 17
Auch deshalb muss zwischen behaupteten Vorstößen, vorübergehender Infiltration und dauerhaft gesicherter Gebietskontrolle unterschieden werden.
Der 31. März 2027 würde den russischen Truppen zusätzliche Zeit verschaffen. Nach den derzeit verfügbaren Einschätzungen wäre aber auch dieser Termin unter den aktuellen Bedingungen kein glaubwürdiger Zeitplan. Die Ukraine vertritt laut den vorliegenden Berichten die Position, dass selbst das verlängerte Datum zu optimistisch sei. DeepState fällt noch deutlicher aus: Beim derzeitigen Vormarschtempo bestehe selbst 2027 keine realistische Chance, ganz Donezk einzunehmen. 5
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Das bedeutet nicht, dass Russland keine lokalen Geländegewinne erzielen kann. Die russischen Truppen könnten den Druck auf Kostjantyniwka, Slowjansk und andere Abschnitte der Verteidigungslinie weiter erhöhen. Eine schwere Verschlechterung der ukrainischen Verteidigung könnte die Lage ebenfalls verändern. Lokale Vorstöße sind jedoch nicht dasselbe wie die Eroberung des verbleibenden Gebiets von Donezk und die anschließende Konsolidierung der Kontrolle über den gesamten Donbass.
Russlands Operation bleibt aktiv, doch der politische Zeitplan ist von der nachweisbaren Geschwindigkeit des Vormarschs entkoppelt. Luhansk steht nahezu vollständig unter russischer Kontrolle, während Donezk noch nicht abgeschlossen ist. Etwa ein Fünftel der Region befindet sich weiterhin außerhalb russischer Kontrolle – und gerade dort liegen einige der schwierigsten ukrainischen Verteidigungsstellungen. 35
Solange sich die Bedingungen auf dem Schlachtfeld nicht grundlegend verändern, sprechen die verfügbaren Belege eher für eine weitere verfehlte Kreml-Frist als für die vollständige russische Kontrolle über Donezk und Luhansk bis Ende 2026. Eine Verlängerung bis März 2027 wäre ein Aufschub – kein Beleg dafür, dass das militärische Ziel dadurch erreichbar geworden ist. 18
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Russland dürfte den gesamten Donbass kaum bis zum 31. Dezember 2026 erobern: Nach Einschätzung des ISW kontrollieren russische Truppen etwa 79,89 Prozent der Region Donezk und 99,77 Prozent der Region Luhansk.
Russland dürfte den gesamten Donbass kaum bis zum 31. Dezember 2026 erobern: Nach Einschätzung des ISW kontrollieren russische Truppen etwa 79,89 Prozent der Region Donezk und 99,77 Prozent der Region Luhansk. Russische Militärvertreter sollen laut ukrainischen Angaben eine Verlängerung der Frist bis zum 31.
Die Kämpfe konzentrieren sich unter anderem auf die Räume um Kostjantyniwka, Slowjansk und Kramatorsk.