AMD und ASML haben grundsätzlich einen möglichen, aber keineswegs sicheren Weg zu einer Bewertung von 1 Billion US Dollar bis 2028. Bei AMD hängt die These daran, dass Helios Aufträge und das Datenzentrumsgeschäft in dauerhaft profitable Verkäufe von KI Systemen übergehen.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is the investment case for Advanced Micro Devices (AMD) and ASML Holding becoming the next semiconductor companies to surpass a $1 tril. Article summary: AMD and ASML have plausible paths to $1 trillion by 2028, but neither outcome is assured: AMD requires sustained AI-accelerator share gains and earnings delivery, while ASML requires a continued fabrication-equipment upc. Topic tags: general, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
AMD und ASML stehen für zwei völlig verschiedene Anlageideen im KI-Ausbau. AMD will sich als bedeutender Alternativanbieter für vollständige KI-Rechensysteme etablieren. ASML liefert dagegen die Lithografieanlagen, ohne die viele der modernsten Chips gar nicht gefertigt werden können.
Das ist der Kern des Vergleichs: AMD muss Marktanteile gewinnen und daraus nachhaltig steigende Gewinne machen. ASML profitiert vor allem dann, wenn seine technologische Schlüsselstellung erhalten bleibt und Chiphersteller ihre Kapazitäten für fortschrittliche Chips weiter ausbauen.
Welche chipnahen Unternehmen gerade mehr als 1 Billion US-Dollar wert sind, kann sich mit den täglichen Börsenkursen ändern – ebenso wie die Definition, was genau als Halbleiterunternehmen zählt. In jüngeren Berichten wurden Nvidia, TSMC, Broadcom, Micron Technology und SK Hynix dieser Gruppe zugerechnet; SK Hynix war demnach zwischenzeitlich wieder unter die Schwelle gefallen. 21
Wichtiger als die Zusammensetzung dieser Gruppe an einem einzelnen Handelstag ist die Botschaft dahinter: Der Markt billigt Unternehmen Billionenbewertungen zu, wenn sie an entscheidenden Stellen der KI-Infrastruktur sitzen – bei Beschleunigern, Auftragsfertigung, Netzwerktechnik oder Speicher.
AMD wird für Anleger zunehmend zu einer Datenzentrumsgeschichte und weniger zu einer klassischen Wette auf den PC-Zyklus. Im zweiten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 11,536 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen 6,7 Milliarden US-Dollar auf das Datenzentrumsgeschäft – ein Plus von 107 % gegenüber dem Vorjahr. 35
Das zeigt: EPYC-Serverprozessoren und Instinct-Beschleuniger sind bereits wichtige Umsatzträger, nicht nur eine Zukunftshoffnung.
Helios ist AMDs Rack-System für KI-Anwendungen. Es kombiniert Instinct-MI455X-GPUs, EPYC-Prozessoren der sechsten Generation, Pensando-Netzwerktechnik und die offene Softwareplattform ROCm. AMD erklärt, Helios liefere bis zu 30 % mehr Inferenz-Tokens pro investiertem Dollar als eine führende Konkurrenzplattform. Das ist allerdings eine Leistungsangabe des Unternehmens, kein unabhängiger Benchmark. 46
Entscheidend ist nun, ob aus Tests, Absichtserklärungen und angekündigten Verpflichtungen wiederkehrende Großaufträge werden. Berichte bringen Helios mit OpenAI, Anthropic, Meta und Microsoft in Verbindung. Anthropic soll sich verpflichtet haben, bis zu 2 Gigawatt an GPUs der MI450-Serie einzusetzen. 41
Sollten diese Projekte tatsächlich breit hochfahren, könnte AMD mehr als einzelne Beschleuniger verkaufen: nämlich stärker integrierte Systeme auf Rack-Ebene.
Das Management sieht einen enormen adressierbaren Markt. AMD-Finanzchefin Jean Hu bezifferte den gesamten Markt für KI-Chips bis 2030 auf 2 bis 3 Billionen US-Dollar. Das ist eine Managementeinschätzung und kein Konsens der Branche. 36
Für eine Marktkapitalisierung von 1 Billion US-Dollar reicht nicht ein weiteres starkes Quartal. AMD müsste beweisen, dass Helios wirtschaftlich skalierbar ist, bei Leistung und Software konkurrenzfähig bleibt, ausreichend Lieferkapazität sichert und Kunden den Wechsel von Nvidia praktisch erleichtert.
Die Bewertungshürde ist hoch. Eine Analyse rechnete mit rund 1,63 Milliarden ausstehenden Aktien und kam zu dem Schluss, dass ein Kurs von mehr als 613 US-Dollar AMD über die Billionenschwelle heben würde. 47 Ein weiterer Bericht verweist auf Erwartungen, wonach der Gewinn je Aktie von 2,65 auf 15,61 US-Dollar steigen könnte; zugleich wurde ein Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis erwarteter Gewinne von rund 66 genannt.
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Diese Schätzungen verdeutlichen den Punkt: Die optimistische AMD-These braucht vor allem einen kräftigen Gewinnanstieg – nicht bloß ein noch höheres Bewertungsmultiple.
AMD muss Nvidia dafür nicht vollständig verdrängen. Aber der Konzern braucht genug Anteil an Beschleunigern, Inferenz, Server-CPUs und Rack-Systemen, damit das heutige Wachstum zu dauerhafter Ertragskraft wird.
Bei ASML ist die Ausgangslage struktureller. Die Anlagen des niederländischen Konzerns werden für die Produktion modernster Logik- und Speicherchips eingesetzt. Damit steht ASML am Anfang der Wertschöpfungskette vieler KI-Gewinner.
Die zentrale Frage lautet nicht, ob der KI-Infrastrukturausbau für ASML wichtig ist – das ist er eindeutig. Entscheidend ist, wie schnell Kunden diese Nachfrage in Bestellungen für die teuersten Anlagen umsetzen.
ASML meldete für das zweite Quartal 2026 einen Nettoumsatz von 9,3 Milliarden Euro und erhöhte die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf 43 bis 45 Milliarden Euro. 1 Für das dritte Quartal stellte das Unternehmen 11 bis 12 Milliarden Euro Umsatz sowie eine Bruttomarge von 55 bis 57 % in Aussicht.
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ASML plant, seine Fertigungskapazität für Low-NA-EUV-Systeme – derzeit rund 65 Anlagen im Jahr 2026 – 2027 um 30 % zu erhöhen. Für 2028 wird eine weitere Ausweitung um 30 % geprüft. Für Immersions-DUV-Anlagen gilt ein ähnlicher Plan; die Ausgangsbasis liegt bei etwa 130 Systemen im Jahr 2026. 12
Diese Planung ist wichtig, weil sie auf starke Kundennachfrage hindeutet und zugleich eine potenzielle Obergrenze für künftige Umsätze sichtbar macht. Zudem hängt die ASML-These nicht nur an High-NA-EUV: Auch die bestehende Nachfrage nach Low-NA-EUV- und DUV-Systemen bleibt für das Geschäft relevant.
Analysten reagierten positiv. Morgan Stanley erhöhte sein Kursziel auf 1.660 Euro und bestätigte die Einstufung „Overweight“, begründet mit größerem Vertrauen in die EUV-Auslieferkapazität. Bernstein hob sein Kursziel nach den Zahlen zum zweiten Quartal auf 2.500 Euro an und blieb bei „Outperform“. Als Gründe nannte das Haus Umsatzentwicklung, Kapazitäten und Margen. 14
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Dass Intel High-NA-EUV für einen Teil der Core-Ultra-Series-3-Prozessoren nutzt, ist für ASML ein wichtiger Nachweis der Produktionsreife. 6 Die Einführung dieser neuen Technologie verläuft bei den Kunden jedoch nicht gleichmäßig.
TSMC hat erklärt, High-NA-EUV bis einschließlich 2029 derzeit nicht in der Chipproduktion einsetzen zu wollen. Als Grund nannte der Auftragsfertiger die Kosten von mehr als 350 Millionen Euro pro Anlage. 49
Das hebt ASMLs Chancen mit Low-NA-EUV und DUV nicht auf. Es senkt aber die Sicherheit, dass High-NA-EUV kurzfristig den Umsatz- und Margensprung bringt, auf den manche Investoren setzen.
Berichte über mehr als eine Million mit Intel verarbeitete High-NA-EUV-Wafer ließen sich anhand der hier verfügbaren belastbareren Quellen nicht bestätigen. Diese Zahl sollte daher nicht als Grundlage für eine Anlageentscheidung dienen.
ASML hat die besser abgesicherte geschäftliche Ausgangslage. Die Lithografie-Sparte ist tief in der Fertigung modernster Halbleiter verankert. Die angehobene Prognose und die Ausbaupläne deuten auf starke aktuelle Nachfrage. Die wesentlichen Risiken sind der Investitionszyklus der Chipindustrie, Exportkontrollen, die Umsetzung in der Lieferkette sowie Entscheidungen weniger großer Kunden.
AMD bietet den stärkeren operativen Hebel – aber auch die größere Umsetzungsaufgabe. Das dynamische Datenzentrumsgeschäft und die Helios-Verpflichtungen zeichnen einen plausiblen Weg zu einem deutlich größeren KI-Geschäft. Die Bewertung setzt jedoch voraus, dass Kundenankündigungen in anhaltende Bestellungen münden und AMD Nvidias Vorteile bei Hardware, Software und Ökosystem wirksam herausfordern kann.
Die einfachste Trennlinie lautet daher: AMD ist eine Wachstums- und Marktanteilswette im KI-Systemgeschäft. ASML ist eine „Schaufeln-und-Spitzhacken“-These, die auf führender Lithografietechnik beruht. AMD könnte die Billionenmarke schneller erreichen, falls Helios zu einer breit genutzten KI-Plattform wird. ASML hat den dauerhafteren Weg, wenn Investitionen in modernste Logik- und Speicherchips robust bleiben. Eine Billionenbewertung bis 2028 wäre aber bei beiden ein Ergebnis, das erst noch verdient werden muss – keine sichere Prognose.
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AMD und ASML haben grundsätzlich einen möglichen, aber keineswegs sicheren Weg zu einer Bewertung von 1 Billion US Dollar bis 2028.
AMD und ASML haben grundsätzlich einen möglichen, aber keineswegs sicheren Weg zu einer Bewertung von 1 Billion US Dollar bis 2028. Bei AMD hängt die These daran, dass Helios Aufträge und das Datenzentrumsgeschäft in dauerhaft profitable Verkäufe von KI Systemen übergehen.
ASML besitzt die strukturell stärkere Marktposition in der Lithografie. Risiken bleiben jedoch der Investitionszyklus der Chipindustrie und die langsamere Einführung von High NA EUV.