C2-Adressen sind in gefälschte IPv6-Adressen eingebettet – zum Beispiel 2001:db8:12e7:13d7::1 – die in ENS/SNS-TXT-Einträgen gespeichert sind. Die Malware extrahiert nur einen 4-Byte-Schlüssel aus dem String und führt ihn durch eine benutzerdefinierte Permutationsfunktion F(), um die echte IPv4-Adresse wiederherzustellen [Primärer XLab-Bericht].
Die Entschlüsselung verwendet eine stark modifizierte RC4-Chiffre mit zwei Key Scheduling Algorithm (KSA)-Durchläufen: Standard-RC4 plus einem LCG-basierten S-Box-Shuffle. Die Pseudo-Random Generation Algorithm (PRGA)-Stufe mischt einen Linear Feedback Shift Register (LFSR)-Schritt und komplexe Bit-Rotationen bei. XLab hat einen vollständigen, in Python reproduzierbaren Algorithmus für Forscher veröffentlicht [Primärer XLab-Bericht].
Die DDoS-Probe fragt zunächst eine ENS/SNS-Domain ab (z.B. burrberry.eth), um einen Block von Relay-Knoten-IPs abzurufen. Sie kontaktiert dann diese Relays via GET /nodes?key=meowmeowmeow
Das Botnetz durchlief in nur drei Monaten dokumentierte, häufige Iterationen [Primärer XLab-Bericht]:
| Datum | Entwicklung |
|---|---|
| 25. März | Erste JackSkid-Variante erfasst; ENS-Domain m3rnbvs5d.eth verwendet |
| 1. April | fbot-Variante erscheint (Ausgabe: |
| 29.–30. April | Neue RC4-Verschlüsselung und ENS-Domain ukranianhorseriding.eth |
| Anfang Mai | SNS-Domain 24carnforth2merseyside.sol hinzugefügt (Multi-Chain C2) |
| 25. Juni | Reine-Relay-Variante erscheint, die alle DDoS-Fähigkeiten entfernt und nur noch als Proxy-Knoten dient |
| 27.–28. Juni | Automatische UPnP-Portweiterleitung hinzugefügt; hybride Architektur finalisiert |
Dysphoria verbreitet sich hauptsächlich durch Brute-Force-Angriffe auf Telnet- und SSH-Zugangsdaten, nutzt aber auch mindestens 14 bekannte Schwachstellen zur Remote-Code-Ausführung (RCE) aus, die Router, Kameras und eingebettete Linux-Geräte betreffen [Primärer XLab-Bericht]. Die ausgenutzten CVEs reichen von langlebigen IoT-Schwachstellen (CVE-2017-17215, CVE-2020-8515) bis hin zu kürzlich offengelegten Sicherheitslücken (CVE-2025-9528, CVE-2025-28137, CVE-2025-34152, CVE-2025-55182), was die aktive Wartung bestätigt [Primärer XLab-Bericht].
Drei miteinander verzahnte Designentscheidungen hebeln das klassische Abschalt-Szenario aus:
Wie XLab und CNCERT folgerten, bedeutet diese Kombination, dass das Abschalten einer einzelnen IP-Adresse oder Domain wirkungslos ist, da die C2-Ebene kryptografisch verborgen ist, die Namenseinträge auf einer unveränderlichen Blockchain liegen und der Befehlsweg durch Hunderttausende wechselnder, nicht abschaltbarer Heimrouter führt [Primärer XLab-Bericht].