Capcoms Onimusha: Way of the Sword steht kurz vor dem Release am 4. September – und die frühe Kritikerstimmung ist eindeutig positiv. Besonders das präzise, auf Paraden und Konter ausgerichtete Schwertkampfsystem überzeugt. Weniger Einigkeit herrscht dagegen bei der Frage, ob die Kampagne dieses Niveau bis zum Ende halten kann.
Die frühen Metacritic-Werte liegen je nach Plattform im guten bis sehr guten Bereich: 86 Punkte für die PS5, 82 für den PC und 88 für die Nintendo Switch 2. Für Xbox lagen zum maßgeblichen Zeitpunkt noch zu wenige Tests für einen aussagekräftigen Vergleich vor.
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Das kurze Urteil: Der Schwertkampf trägt das Comeback
Das größte Lob gilt dem Kampfsystem. Kämpfe drehen sich nicht darum, Gegner einfach mit möglichst viel Schaden zu überrollen. Stattdessen müssen Spielerinnen und Spieler den richtigen Moment für Paraden, Ablenkungen und gezielte Angriffe finden.
IGN hebt hervor, dass der Schwertkampf so überzeugend funktioniert, dass sich das Spiel auch ohne intensive Nutzung einiger Fortschrittssysteme bewältigen lässt, die eigentlich Unterstützung bieten sollen.
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GameSpot kommt zu einem ähnlichen Schluss: Der Schritt hin zu einer halb offenen Welt bremse das Spiel zwar aus, doch das weiterentwickelte Schwertkampfsystem sei eine hervorragende Rückkehr für die lange pausierende Reihe.
39 Damit ist der zentrale Tenor der Tests gut zusammengefasst: Die Qualität der einzelnen Gefechte wird kaum bestritten – diskutiert wird vor allem, wie gut die Kampagne darum herum gebaut ist.
Auch die Bosskämpfe gehören zu den wiederkehrenden Höhepunkten. Tom’s Guide bezeichnet Way of the Sword als anspruchsvolles Actionspiel und zählt einige seiner Bossduelle zu den besten seit Sekiro: Shadows Die Twice.
52 Wer nur auf dem Weg zur nächsten Zwischensequenz durch Gegner hindurchschneiden möchte, dürfte es daher schwerer haben: Das Spiel verlangt, Angriffsmuster und defensive Zeitfenster tatsächlich zu lernen.
Ein filmisches Samurai-Abenteuer im Kyoto der Edo-Zeit
Die Handlung spielt im frühen Edo-Zeitalter in Kyoto. Die historische Hauptstadt wird von monströsen Genma angegriffen, während Miyamoto Musashi im Mittelpunkt der Geschichte steht.
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47 Capcom verbindet dabei historische Anleihen mit übernatürlichem Horror und stilisierter Action.
Besonders positiv fällt die filmische Inszenierung auf. Vice bezeichnete das Spiel als eine der besten filmischen Erzählerfahrungen des Jahres und vergab 9,8 von 10 Punkten.
38 TechRadar lobt ebenfalls die detailreichen Zwischensequenzen und die Gefechte und nennt es den bisher besten Teil der Samurai-Dämonenjäger-Reihe.
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Musashi selbst sorgt dabei für einen etwas leichteren Ton. Statt ausschließlich als ernster, stoischer Krieger aufzutreten, wird er charismatischer und selbstbewusster dargestellt. Das verleiht der Geschichte trotz Dämonenbelagerung und übernatürlicher Kämpfe eine zugänglichere Note.
Die bestätigten Wertungen fallen auffallend hoch aus
Die derzeit verfügbaren Tests zeichnen ein überwiegend starkes Bild:
- Vice: 9,8/10 mit dem Urteil „Best In Its Class“.
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- Forbes: 9/10; laut Test könnte Way of the Sword mit deutlichem Abstand der beste Teil der Reihe sein.
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- IGN: 8,8/10 laut Wertungsübersicht.
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- Wccftech: 9/10.
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- Metacritic: 86 Punkte auf PS5, 82 auf PC und 88 auf Nintendo Switch 2 in der frühen Übersicht; für Xbox waren noch nicht genügend Wertungen vorhanden.
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Diese Zahlen sind allerdings nur eine Momentaufnahme. Mit weiteren Tests können sich die Durchschnittswerte noch verändern, und die Größe der Wertungsstichprobe ist je nach Plattform unterschiedlich.
Der größte Kritikpunkt: Die Kampagne verliert an Schwung
Die Vorbehalte richten sich weniger gegen das eigentliche Kämpfen als gegen die Struktur der Kampagne. Polygon beschreibt Way of the Sword zugespitzt als hervorragendes Actionspiel mit zwölf Stunden Inhalt, das auf 25 Stunden gestreckt worden sei.
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Auch andere Diskussionen über das Spiel drehen sich um Tempo und Wiederholungen. Einige Kritiker empfinden die zweite Hälfte als zu lang. Riss-Arenen unterbrechen ihrer Ansicht nach den Spielfluss, während spätere Begegnungen Ideen wiederverwenden, die zu Beginn noch frischer wirkten. Auch das Rollenspiel-Fortschrittssystem erscheint im Vergleich zur Stärke des Kampfsystems eher flach.
Hinzu kommt, dass manche besonders eng abgestimmten Gefechte gelegentlich mehr vom Glück als von sauber erlernter Meisterschaft abzuhängen scheinen. Das ändert nichts am insgesamt positiven Eindruck, dürfte aber Spieler stören, die von jeder Herausforderung eine klare und konsequente Lernkurve erwarten.
Das Gesamtbild lautet deshalb nicht einfach: „Die Kritiker lieben es.“ Treffender wäre: Sie lieben den Kern des Spiels und seine Präsentation – sind sich aber uneinig, ob beides über die gesamte Spieldauer hinweg trägt.
Zwei Gamescom-Auszeichnungen sorgen für zusätzlichen Rückenwind
Die positiven Tests folgen auf eine starke Resonanz bei der Gamescom. Capcom bestätigte, dass Onimusha: Way of the Sword bei den Gamescom Awards 2026 die Auszeichnungen Best Gameplay und Best Sony PlayStation Game gewonnen hat.
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Die Preise unterstreichen, was sich bereits durch Vorschauen und Tests zieht: Das entscheidende Verkaufsargument ist das Gefühl des Schwertkampfs. Sie ersetzen zwar keinen vollständigen Kritiker-Konsens, verleihen Capcoms Comeback-Versuch aber zusätzlichen Schwung. Der vorherige nummerierte Hauptteil der Reihe, Onimusha: Dawn of Dreams, erschien 2006.
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Release, Plattformen und Demo
Capcom hat den Veröffentlichungstermin vom 25. September auf den 4. September 2026 vorgezogen. Erhältlich ist das Spiel für PlayStation 5, Xbox Series X/S, Nintendo Switch 2 und PC.
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Die kostenlose Demo umfasst einen frühen Abschnitt rund um den Kiyomizu-dera-Tempel sowie einen Kampf gegen Musashis Rivalen Sasaki Ganryu. Wer die Demo abschließt und den Spielstand behält, schaltet im vollständigen Spiel den Talisman Kubi Akari frei. Der eigentliche Spielfortschritt aus der Demo wird jedoch nicht in die Kampagne übertragen.
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Die erweiterte Demo bietet zusätzliche Gebiete und Begegnungen. Berichte zum Update zufolge ist sie inzwischen auch für die Nintendo Switch 2 verfügbar.
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Capcom bietet Standard-, Deluxe- und Premium-Deluxe-Editionen an. Frühkäufer-Boni werden bis zum 24. September beworben. Vor dem Kauf lohnt sich dennoch ein Blick in den jeweiligen Store, da Inhalte und Verfügbarkeit je nach Plattform oder Region abweichen können.
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Lohnt sich Onimusha: Way of the Sword?
Die frühen Tests sprechen für ein selbstbewusstes Comeback – nicht zwingend für ein makelloses Meisterwerk. Wer präzise Defensivkämpfe, eine filmische Geschichte und anspruchsvolle Bossduelle sucht, hat gute Gründe, Capcoms Rückkehr im Auge zu behalten. Dafür sprechen unter anderem der PS5-Metacritic-Wert von 86, die 9,8 von 10 Punkten bei Vice, die 9/10 von Forbes und die Gamescom-Auszeichnung für das Gameplay.
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Der Vorbehalt ist ebenso klar: Die Struktur könnte Spieler auf die Geduldsprobe stellen, die eine straff erzählte Actionkampagne bevorzugen. Die stärksten Gefechte scheinen überzeugend genug zu sein, um die Wiederbelebung der Reihe zu rechtfertigen. Wiederholungen und das ausgedehnte Tempo im späteren Spielverlauf verhindern bislang jedoch, dass Way of the Sword uneingeschränkt gefeiert wird.