Die FAS hatte Apple am 1. Juli 2026 eine Warnung erteilt und zwei zentrale Forderungen gestellt:
Laut FAS kam Apple der Aufforderung nur teilweise nach: Es erlaubte die Vorinstallation einer russischen Suchmaschine, versäumte aber die Vorinstallation von MAX und RuStore .
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 1. Juli 2026 | FAS erlässt eine offizielle Abmahnung an Apple und setzt Frist bis zum 15. Juli 2026 zur Behebung der Verstöße . |
| 1.–15. Juli 2026 | Frist läuft – Apple kommt nur teilweise nach . |
| 3. August 2026 | FAS eröffnet nach unzureichender Umsetzung ein formelles Kartellverfahren gegen Apple . |
Nach Artikel 14.31 des russischen Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (Teil des Wettbewerbsschutzgesetzes) kann die FAS ein Bußgeld von bis zu 4 Milliarden Rubel verhängen, wenn ein marktbeherrschendes Unternehmen seine Position missbraucht. Das entspricht zum aktuellen Wechselkurs etwa 51,6 bis 52 Millionen US-Dollar . Das Verfahren läuft noch; die endgültige Höhe der Strafe wird im Laufe des Verfahrens festgelegt.
Dieser Fall ist Teil eines globalen Trends, bei dem Regulierungsbehörden Apples geschlossenes Ökosystem und seine restriktiven App-Richtlinien unter die Lupe nehmen:
Der FAS-Fall stellt Russlands bislang schärfste Eskalation gegen Apples Plattformkontrolle dar. Als Hebel dienen Vorschriften zur Vorinstallation einheimischer Software – ein regulatorischer Ansatz, der sich vom DMA unterscheidet, aber in der Praxis die gleichen Ziele verfolgt: iOS für konkurrierende Apps und Suchmaschinen zu öffnen.