Sonys IMX742 ist ein CMOS-Bildsensor für medizinische Einweg-Endoskope, der gerade einmal einen Quadratmillimeter misst. Sony Semiconductor Solutions stellte ihn am 22. Oktober 2026 vor; erste Muster sollen ab November an Kunden gehen.
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6 Für Sony ist es das erste Produkt für Einweg-Endoskope. Bislang lieferte das Unternehmen Bildsensoren für wiederverwendbare Endoskope.
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Was im IMX742 steckt
Der rückwärtig belichtete Sensor ist 1,00 × 1,00 mm groß und verfügt über 720 × 720 effektive Pixel – insgesamt rund 0,51 Megapixel. Er unterstützt Bildraten von 30 oder 60 Bildern pro Sekunde und steckt in einem sechspoligen Wafer-Level-Chip-Scale-Gehäuse (WCSP), einer besonders kompakten Gehäuseform.
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Sony zielt damit auf schmale Endoskope, etwa Bronchoskope und Ureteroskope. Bei solchen Geräten kommt es darauf an, die Kamera möglichst klein zu bauen und die Bilddaten zuverlässig aus dem Körperinneren weiterzuleiten.
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Wie digitale Technik auf einen Millimeter passt
Für digitale Bildausgabe braucht ein Sensor neben den lichtempfindlichen Pixeln auch Schaltungen, die deren Signale in digitale Daten umwandeln. Sony zufolge hat das Unternehmen den Analog-Digital-Wandler und weitere Schaltungen verkleinert, ohne den Platz für die Pixelanordnung aufzugeben. So sei das 1-mm-Format möglich geworden.
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Eine proprietäre bidirektionale Kommunikation ermöglicht es außerdem, Bild- und Steuersignale über dasselbe Kabel zu übertragen. Laut Sony bleibt die Zahl der Sensoranschlüsse dadurch auf sechs begrenzt.
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Was die Angabe „fünf Meter“ aussagt
Sony bezeichnet den IMX742 als ersten CMOS-Bildsensor für medizinische Endoskope, der digitale Ausgabe mit einer Datenübertragung über fünf Meter Kabel verbindet.
2 Die Distanz wurde laut den veröffentlichten Testbedingungen mit einem AWG44-Kabel in Sonys eigener Testumgebung bestätigt.
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10 Das ist ein Hersteller-Testwert und keine Garantie, dass jedes Endoskop- oder Kabelsystem dieselbe Reichweite erreicht.
Sony erklärt, dass die Digitalisierung des Bildsignals direkt im Sensor eine rauscharme Aufnahme mit 60 Bildern pro Sekunde und eine stabile Übertragung über das fünf Meter lange Kabel ermögliche.
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24 Die vorliegenden Quellen nennen jedoch keinen quantifizierten Vergleich mit einem Sensor, der ein analoges Signal ausgibt. Die Aussage ist daher als von Sony beschriebene Produkteigenschaft zu verstehen, nicht als unabhängiger Vergleichstest.
Warum Einweg-Endoskope für Sony interessant sind
Einweg-Endoskope werden nur bei einem Patienten eingesetzt und anschließend entsorgt, statt für eine erneute Nutzung aufbereitet zu werden. Ihr Einsatz kann mit Anforderungen an die Infektionsprävention zusammenhängen und den Aufwand für Reinigung, Desinfektion und Gerätemanagement nach der Verwendung verringern.
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7 Das sind mögliche Vorteile des Einweg-Konzepts – kein Beleg dafür, dass der Bildsensor selbst Infektionen verhindert.
Eine im Oktober 2025 veröffentlichte Marktprognose von MarketsandMarkets schätzte den weltweiten Markt für Einweg-Endoskope für 2025 auf 950 Millionen US-Dollar. Bis 2030 sollte er demnach auf 2,67 Milliarden US-Dollar wachsen; angegeben wurde eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 22,9 Prozent.
11 Dabei handelt es sich um eine Prognose, nicht um bereits eingetretene Marktergebnisse.
Eine Komponente, kein zugelassenes Medizinprodukt
Der IMX742 ist für den Einbau in medizinische Gerätesysteme vorgesehen. Sony weist darauf hin, dass der Sensor selbst kein Medizinprodukt ist und nicht für eine medizinische Verwendung bewertet oder zugelassen wurde.
15 Die vorgesehene Nutzung in Endoskopen bedeutet daher nicht automatisch, dass ein fertiges Endoskop oder Bildgebungssystem zugelassen ist.