Das neue Theater auf dem Gelände des ehemaligen Tanglin Shopping Centre soll zwei Aufgaben erfüllen: hochwertige internationale Produktionen nach Singapur holen und zugleich heimischen Kunstgruppen eine größere Bühne bieten. Für den Saal mit 1.000 Plätzen, der bis 2030 fertiggestellt werden soll, sucht das National Arts Council (NAC), Singapurs staatliche Kunstförderorganisation, einen erfahrenen Betreiber.
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Mehr als ein Spielplan
Wer den Zuschlag erhält, soll das künstlerische Profil des Hauses prägen, internationale Gastspiele gewinnen, lokale Produktionen unterstützen und den laufenden Betrieb verantworten. Gefragt sind damit nicht nur Kontakte zur Aufführungsszene, sondern auch die organisatorischen und finanziellen Fähigkeiten, ein Theater dieser Größe dauerhaft zu führen.
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Der Bauherr und Finanzierer Pacific Eagle Real Estate will für die 20-jährige Mietdauer auf die Grundmiete verzichten. Das nimmt dem künftigen Betreiber einen erheblichen Kostenposten ab. Wie er das Programm finanziert und welche Konditionen Kunstgruppen erhalten, ist damit aber noch nicht geklärt.
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Was die 30-Prozent-Regel bedeutet
Das Interessenbekundungsverfahren steht erfahrenen Saalbetreibern, Kunstorganisationen und Kulturinstitutionen aus Singapur und dem Ausland offen. Lokale Kunstgruppen können sich allein oder gemeinsam mit einem internationalen Unternehmen bewerben. Internationale Bewerber brauchen dagegen einen lokalen Kunstpartner.
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Mindestens 30 Prozent der Tage, an denen das Theater tatsächlich genutzt wird, müssen für wenigstens vier lokale Kunstgruppen reserviert sein. Die Vorgabe bezieht sich also auf belegte Tage – nicht auf 30 Prozent aller Kalendertage eines Jahres.
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Zugang allein reicht nicht
Für Gruppen aus Singapur könnte der Saal eine Lücke zwischen kleineren Spielstätten und großen Bühnen schließen und ihnen helfen, ein größeres Publikum zu erreichen. Kunstgruppen haben das geplante Haus bereits als Antwort auf einen Bedarf an mittelgroßen Aufführungsorten beschrieben.
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Die Quote sichert lokalen Gruppen Spieltage, sagt aber für sich genommen noch nichts über bezahlbare Konditionen, attraktive Termine, technische oder organisatorische Unterstützung und Mitsprache beim Programm aus. Daran wird sich der Plan des künftigen Betreibers messen lassen müssen: Internationale Gastspiele und lokale Arbeit sollen sich ergänzen, statt lediglich nebeneinander im Belegungsplan zu stehen.
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