Das deutsche MedTech‑Startup Sedivention entwickelt eine einmalige ambulante Behandlung gegen Adipositas, bei der ein Kryo‑Ballonkatheter Äste des Vagusnervs im Magen vereist, um Hungersignale zu reduzieren. Der minimalinvasive Eingriff ähnelt einer Gastroskopie und dauert etwa 20 Minuten; dabei werden hungerrelevan...

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is Sedivention’s new minimally invasive one-time outpatient therapy for obesity, how does its balloon‑catheter cryoablation procedure t. Article summary: Sedivention is developing a one-time, minimally invasive outpatient obesity therapy that uses a cryo-balloon catheter to ablate stomach-related branches of the vagus nerve, aiming to durably reduce hunger signals without. Topic tags: general, general web, user generated. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "# Sedivention Raises €2.9M Seed for Obesity Cryo-Therapy. Sedivention raised €2.9M ($3.4M) seed led by bmp Ventures and IBG funds for cryo-ablation catheter targeting vagus nerve h" source context "Sedivention Raises €2.9M Seed for Obesity Cryo-Therapy - TAMradar" Reference image 2: visual subject "# Sedivention
Adipositas wird heute häufig mit zwei sehr unterschiedlichen Ansätzen behandelt: entweder durch bariatrische Operationen wie Magenbypass oder Schlauchmagen – oder durch langfristige Medikamente, etwa moderne GLP‑1‑Abnehmpräparate. Ein deutsches MedTech‑Startup verfolgt nun einen anderen Ansatz.
Das Unternehmen Sedivention entwickelt eine einmalige, minimalinvasive Therapie, die Hungersignale direkt im Nervensystem beeinflussen soll. Statt Operationen oder dauerhafter Medikamenteneinnahme setzt die Methode auf eine gezielte Kryoablation (Kältebehandlung) bestimmter Nerven im Magen.
Im Zentrum der Technologie steht ein spezieller Kryo‑Ballonkatheter, teilweise als „Blizzard Catheter“ bezeichnet. Er ist dafür konzipiert, während eines einzigen ambulanten Eingriffs bestimmte Magenäste des Vagusnervs zu behandeln.
Der Vagusnerv spielt eine zentrale Rolle bei der Kommunikation zwischen Magen und Gehirn. Über ihn werden unter anderem Signale übertragen, die Hunger und Sättigung regulieren.
Sediventions Ansatz besteht darin, diese hungerrelevanten Nervenfasern gezielt zu vereisen. Die Kälte verursacht eine Kryoablation, wodurch die Signalübertragung teilweise unterbrochen wird. Ziel ist eine langfristige Verringerung des Hungergefühls – ohne Implantate, chirurgische Schnitte oder dauerhaft eingenommene Medikamente.
Allerdings befindet sich die Technologie noch in der Entwicklung und wurde bisher nicht in großen klinischen Studien am Menschen bestätigt.
Der geplante Eingriff ähnelt medizinisch einer Gastroskopie (Magenspiegelung). Das bedeutet: Der Katheter wird über Mund und Speiseröhre in den Magen eingeführt, ohne chirurgische Schnitte.
Der Ablauf ist laut bisherigen Beschreibungen ungefähr folgender:
Der gesamte Eingriff soll etwa 20 Minuten dauern und ambulant durchgeführt werden können.
Der Vagusnerv ist eine der wichtigsten Nervenverbindungen zwischen Verdauungssystem und Gehirn. Über ihn werden Informationen über Magenfüllung, Verdauungsaktivität und Sättigung weitergegeben.
Indem bestimmte Magenäste dieses Nervs gezielt beeinflusst werden, versucht Sedivention, den Hungerimpuls an seiner Quelle zu verändern. Während Medikamente chemisch in Stoffwechselprozesse eingreifen, zielt dieser Ansatz darauf ab, die zugrunde liegende neuronale Signalübertragung zu modifizieren.
Ähnliche Konzepte existieren bereits – etwa implantierte Geräte, die vagale Signale elektrisch blockieren. Sediventions Ansatz unterscheidet sich jedoch dadurch, dass keine dauerhafte Hardware im Körper verbleibt.
Viele etablierte Therapien gegen Adipositas haben deutliche Nachteile:
Sedivention positioniert seine Technologie als möglichen Mittelweg. Das Konzept verspricht mehrere potenzielle Vorteile:
Ob diese Vorteile tatsächlich klinisch erreicht werden, muss jedoch erst in Studien gezeigt werden.
Im Jahr 2026 hat Sedivention 2,9 Millionen Euro Seed‑Kapital eingesammelt. Die Runde wurde von bmp Ventures zusammen mit den IBG‑Fonds angeführt. Weitere Investoren sind unter anderem:
Das Kapital soll mehrere entscheidende Entwicklungsschritte finanzieren:
Diese Schritte sind notwendig, bevor das Verfahren später im klinischen Alltag eingesetzt werden kann.
Trotz des Investoreninteresses befindet sich die Therapie derzeit noch in einer frühen Entwicklungsphase. Berichte ordnen das Projekt im präklinischen oder frühen klinischen Vorbereitungsstadium ein.
Erst zukünftige Studien werden zeigen, ob die gezielte Kryoablation der Vagusnerven im Magen tatsächlich zuverlässig den Appetit senken und langfristig beim Abnehmen helfen kann. Sollte sich der Ansatz bewähren, könnte er eine neue Kategorie minimalinvasiver Adipositas‑Behandlungen eröffnen.
Studio Global AI
Use this topic as a starting point for a fresh source-backed answer, then compare citations before you share it.
Das deutsche MedTech‑Startup Sedivention entwickelt eine einmalige ambulante Behandlung gegen Adipositas, bei der ein Kryo‑Ballonkatheter Äste des Vagusnervs im Magen vereist, um Hungersignale zu reduzieren.
Das deutsche MedTech‑Startup Sedivention entwickelt eine einmalige ambulante Behandlung gegen Adipositas, bei der ein Kryo‑Ballonkatheter Äste des Vagusnervs im Magen vereist, um Hungersignale zu reduzieren. Der minimalinvasive Eingriff ähnelt einer Gastroskopie und dauert etwa 20 Minuten; dabei werden hungerrelevante Nerven durch gezielte Kältebehandlung (Kryoablation) unterbrochen.
Eine Seed‑Finanzierung über 2,9 Millionen Euro – angeführt von bmp Ventures und den IBG‑Fonds – soll Produktentwicklung, erste klinische Studien am Menschen und regulatorische Vorbereitung finanzieren.