Am stärksten zur Kasse gebeten werden Käufer von Geräten mit großem Speicher. Varianten mit 256 GB, 512 GB oder gar 1 TB internem Speicher werden den Löwenanteil der Erhöhung tragen, oft die vollen 100 bis 200 Euro .
Diese europäische Preisanpassung folgt auf ähnliche Schritte in den USA und Südkorea, die Samsung bereits früher im Jahr 2026 umgesetzt hat. In den USA verteuerten sich höhere Speichervarianten des Galaxy Z Fold 7, Z Flip 7 und des Galaxy S25 Edge um 40 bis 80 US-Dollar . In Südkorea kletterten die Preise für die gleichen Modelle um 100.000 bis 200.000 Won – umgerechnet rund 70 bis 140 Euro
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Der wahre Treiber ist weder Inflation noch die Gier eines Herstellers, sondern eine strukturelle Verschiebung in der Chipindustrie. Analysten sprechen von einem „Memory Supercycle“ – oder salopp von „RAMmageddon“, der Speicher-Apokalypse . Die Dynamik dahinter ist einfach und doch tiefgreifend: KI-Rechenzentren verschlingen einen immer größeren Teil der weltweit produzierten High-End-DRAM-Chips, und die Unterhaltungselektronik bleibt auf der Strecke.
Samsung ist mit dem Problem nicht allein. Die gesamte Branche gibt den Kostendruck an die Verbraucher weiter.
Xiaomi war einer der ersten Warner. Präsident Lu Weibing erklärte bereits im November 2025, die Knappheit werde 2026 die Smartphone-Preise treiben – der Zyklus könne „länger und heftiger“ ausfallen als in der Vergangenheit . Xiaomi sicherte sich sein volles Speicherkontingent für 2026, bestätigte aber, dass die Komponentenkosten – die sich in manchen Bereichen vervierfacht haben – eins zu eins an die Kunden weitergegeben werden
. Anfang 2026 bezahlte der Konzern nach eigenen Angaben für eine 12-GB-RAM-/512-GB-Speicher-Konfiguration umgerechnet rund 220 US-Dollar mehr als im ersten Quartal 2025
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OPPO und Vivo haben ebenfalls Anfang 2026 die Preise für neue und sogar bereits eingeführte Modelle angehoben. Sie verweisen auf einen „sprunghaften und anhaltenden Anstieg“ der Speicherchip-Kosten, der die Materialkosten (Bill of Materials) um 11 bis 25 Prozent in die Höhe trieb. Je nach Modell werden im Handel 30 bis 200 Dollar Aufschlag fällig .
Motorola hat in den großen Wirtschaftsmedien bisher keine eigene Preiserhöhungswelle ausgerufen. Doch der Kostendruck ist universell und trifft jeden Hersteller, vom Premium-Riesen bis zum Einsteiger-Segment. So schätzt die Analystin Nabila Popal vom Marktforscher IDC, dass der durchschnittliche Smartphone-Verkaufspreis 2026 weltweit um 14 Prozent auf einen Rekord von 523 US-Dollar steigen wird . Manche chinesische Hersteller haben die Veröffentlichung neuer Modelle angesichts der sprunghaft gestiegenen Kosten sogar komplett ausgesetzt
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Für alle, die in Deutschland oder Europa mit einem Galaxy-Kauf liebäugeln, ist die Marschrichtung eindeutig. Der Juni 2026 dürfte der Moment sein, in dem die Speicherchip-Krise, die sich seit Ende 2024 aufbaut, voll auf die Preisschilder der Flaggschiffe durchschlägt. Die entscheidende Botschaft lautet: Die erste Juniwoche ist die Deadline. Wer jetzt bestellt, umgeht die Preiserhöhung. Wer wartet, muss mit einem saftigen Aufpreis von bis zu 200 Euro rechnen.
Angesichts der globalen Speicher-Knappheit, die von der KI-Revolution befeuert wird und für die Branchengrößen kein Ende in Sicht sehen, gilt die alte Börsenweisheit auch für Smartphones: Der beste Zeitpunkt war gestern, der zweitbeste ist jetzt.