AIforce ist Salesforces neue „Live Interface Layer“, vorgestellt auf der Dreamforce 2026. Statt CRM Daten in einen separaten Chatbot zu kopieren, soll Salesforce als kontrolliertes Backend dienen: Bestehende Zugriffsrechte und Regeln bleiben der zentrale Rahmen.
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Forschungsantwort

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Salesforce hat auf der Dreamforce 2026 AIforce vorgestellt: eine „Live Interface Layer“, die das bereits in Salesforce verwaltete Unternehmenswissen dorthin bringen soll, wo Mitarbeitende und KI-Agenten arbeiten. Gemeint sind nicht nur CRM-Daten, sondern auch Workflows, Geschäftslogik, Semantik, Berechtigungen, Sicherheit und kontrollierte Aktionen – etwa in Anthropic Claude, Slack oder Salesforce Lightning. 11
Praktisch formuliert: Salesforce möchte nicht länger ausschließlich die Anwendung sein, die Beschäftigte öffnen müssen, um mit Kundendaten zu arbeiten. Stattdessen soll das CRM die kontrollierte Daten- und Aktionsbasis im Hintergrund werden.
Diesen Architekturansatz bündelt Salesforce unter dem Namen Headless 360. Die sichtbare Oberfläche kann sich ändern – Claude, Slack, Lightning oder künftig weitere Agenten-Tools. Datensätze, Regeln, Prozesse und genehmigte Aktionen sollen jedoch mit Salesforce verbunden bleiben. 6
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Das ist besonders für den KI-Einsatz in Unternehmen relevant. Ein Assistent kann die sichtbare Bedienoberfläche sein, doch Salesforce zufolge bleiben Anfragen und Aktionen im Salesforce-Umfeld verankert. Das Ziel: Für jede neue KI-Oberfläche keine separate Rechteverwaltung aufbauen zu müssen. Stattdessen sollen vorhandene Salesforce-Zugriffsrechte und Geschäftsregeln greifen, wenn eine Person oder ein für sie handelnder Agent Informationen abruft oder Arbeit anstößt. 11
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AIforce soll Agenten über MCP-Server, APIs und CLI-Werkzeuge erreichen. Salesforce verspricht damit, den Aufwand für individuelle Integrationen zu verringern, wenn KI-Oberflächen Geschäftskontext und kontrollierte Aktionen benötigen. 17
AIforce startet mit drei zentralen Angeboten. Sie richten sich an unterschiedliche Arbeitsorte: einen externen KI-Assistenten, den Kollaborationsdienst Slack und die native Salesforce-Oberfläche. 11
Claudeforce bezeichnet die Integration von Salesforce und Anthropic. Das erste Produkt, Salesforce in Claude, ist ein Plug-in: Über eine vorkonfigurierte MCP-basierte Verbindung erhält Claude Zugriff auf Salesforce-Funktionen, ohne dass jedes Unternehmen selbst einen Connector entwickeln muss. 17
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Laut Salesforce beginnt das Plug-in mit 37 vorkonfigurierten Vertriebsfunktionen. Genannte Beispiele sind die Analyse aktueller Umsatz- und Vertriebsdaten, die Automatisierung von Pipeline-Aktualisierungen und kontrollierte Aktionen direkt aus Claude heraus. Denkbar sind etwa die Vorbereitung auf ein Kundengespräch, die Prüfung einer Vertriebs-Pipeline, die Recherche zu einem Account oder das Aktualisieren eines Datensatzes – jeweils nur im Rahmen der Berechtigungen des verbundenen Nutzers. 17
Entscheidend ist die Einschränkung: Claude soll kein unbeschränkter Exportkanal für CRM-Daten werden. Das Nutzenversprechen von AIforce beruht gerade darauf, dass Salesforce den passenden Kontext, Berechtigungen, Workflows und Aktionskontrollen weiter bereitstellt. 11
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Slackforce bringt Salesforce-bezogene Arbeit in Slack, unter anderem über Slackbot und Slack-CRM-Erlebnisse. Salesforce und Branchenberichte beschreiben Slackforce Surfaces als Funktion für umfangreichere interaktive Oberflächen in Slack. Teams sollen damit mit aktuellem Geschäftskontext arbeiten können, statt Slack-Nachrichten nur als statische Benachrichtigungen zu behandeln. 6
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Die zugehörige Slack-CRM-Erfahrung soll es Nutzern ermöglichen, Salesforce-Datensätze direkt in Slack anzusehen und zu verwalten. Das übergeordnete Ziel: Ein Team kann über eine Verkaufschance sprechen, relevante CRM-Informationen prüfen und eine genehmigte Aktion ausführen, ohne ständig zur klassischen CRM-Oberfläche wechseln zu müssen. 1
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Agentforce Coworker ist die AIforce-Erfahrung für Nutzer, die innerhalb von Salesforce bleiben möchten. Sie läuft in der Lightning-Umgebung und bietet einen dialogorientierten Zugang zu Salesforce-Kontext und Aktionen. 9
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Die drei Angebote zeigen dieselbe Architektur an unterschiedlichen Orten: Claude als externer KI-Assistent, Slack für Zusammenarbeit und Lightning als native Salesforce-Umgebung.
AIforce ist um das Versprechen gebaut, dass Zugriffe auch dann kontrolliert bleiben, wenn die Benutzeroberfläche außerhalb von Salesforce liegt. Salesforce erklärt, die Schicht übertrage das vorhandene Unternehmenswissen – einschließlich Berechtigungen, Sicherheit, Governance, Daten, Workflows und Geschäftslogik – in KI-Oberflächen. 11
Für Unternehmen sind damit konkretere Fragen wichtiger als die bloße Existenz einer KI-Integration:
Salesforce hatte für unterstützte Modellinteraktionen zuvor eine Zero-Retention-Policy beschrieben: Übermittelte Daten würden demnach nicht außerhalb von Salesforce gespeichert und nicht zum Training von Modellen genutzt. Vor dem Produktiveinsatz sensibler Daten sollten Kunden dennoch die Vertragsbedingungen und die technische Konfiguration jedes verbundenen Anbieters und jeder Bereitstellung prüfen. 27
Parallel zu AIforce stellten Salesforce und NVIDIA Koa vor, Salesforces erstes CRM-Reasoning-Modell für Agentforce. Koa basiert auf NVIDIA Nemotron und soll Agenten dabei helfen, komplexe mehrstufige CRM-Workflows zu durchdenken und die passenden Werkzeuge auszuwählen. 32
Salesforce zufolge entstand Koa durch Post-Training von NVIDIA Nemotron 3 Super mit einem proprietären synthetischen Datensatz. Dieser sei an Unternehmenswissen aus fast drei Jahrzehnten CRM-Einsatz modelliert worden – nicht an Kundendaten. 32
Salesforce veröffentlicht zudem Leistungsangaben aus einem eigenen CRM-Benchmark. Diese Werte sind als vom Anbieter berichtete Benchmark-Ergebnisse zu lesen, nicht als unabhängig bestätigter Leistungsnachweis für jede Salesforce-Installation. 32
Der wichtigste Aspekt von AIforce ist weniger eine neue Oberfläche als ein Architekturwechsel. Salesforce argumentiert, dass die Oberfläche, in der Beschäftigte arbeiten – Claude, Slack, Lightning oder ein künftiges agentisches Tool –, nicht das System sein muss, das Kundendaten, Richtlinien und die Ausführung von Aktionen besitzt.
Für Teams könnte das weniger Kontextwechsel und CRM-Arbeit in vertrauteren Arbeitsabläufen bedeuten. Für Administratoren erhöht es zugleich die Bedeutung von Identitätsmanagement, Berechtigungen, aktivierten Funktionen, Workflow-Kontrollen und Anbieter-Einstellungen: Das CRM wird über mehr Zugangswege erreichbar.
Der anfängliche Umfang konzentriert sich auf Claudeforce, Slackforce und Agentforce Coworker. Salesforce in Claude startet mit 37 vorkonfigurierten Vertriebsfunktionen. Verfügbarkeit, Lizenzierung und genauer Funktionsumfang sollten direkt bei Salesforce geprüft werden, da die Ankündigung sowohl Startprodukte als auch eine weiter wachsende Plattformstrategie umfasst. 11
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AIforce ist Salesforces neue „Live Interface Layer“, vorgestellt auf der Dreamforce 2026.
AIforce ist Salesforces neue „Live Interface Layer“, vorgestellt auf der Dreamforce 2026. Statt CRM Daten in einen separaten Chatbot zu kopieren, soll Salesforce als kontrolliertes Backend dienen: Bestehende Zugriffsrechte und Regeln bleiben der zentrale Rahmen.
Zum Start gehören Claudeforce mit 37 vorkonfigurierten Vertriebsfunktionen in Claude, Slackforce für Salesforce Kontext in Slack und Agentforce Coworker innerhalb von Salesforce Lightning.