Der nächste NFT‑Zyklus könnte ganz anders aussehen als der Hype der Jahre 2021 und 2022. Damals dominierten spekulative Profilbild‑Kollektionen (PFPs) wie Bored Ape Yacht Club oder CryptoPunks die Schlagzeilen. Laut Adam Hollander, Chief Marketing Officer der NFT‑Plattform OpenSea, dürfte die nächste Entwicklungsphase der Technologie jedoch stärker auf praktische Anwendungen und reale Vermögenswerte setzen.
Statt digitaler Avatare, die vor allem auf steigende Preise setzten, könnten NFTs künftig reale Sammlerstücke, Zugangstickets oder Spielgegenstände repräsentieren.
Der erste große NFT‑Boom wurde stark von spekulativem Handel geprägt. Digitale Profilbilder wurden teilweise für Millionenbeträge gehandelt, doch viele dieser Projekte verloren später drastisch an Wert.
Hollander sieht die Zukunft eher bei Vermögenswerten, die Menschen ohnehin sammeln oder nutzen. Beispiele, die er nennt, sind unter anderem:
Solche Güter auf einer Blockchain zu tokenisieren sei „völlig logisch“, argumentiert Hollander, weil NFTs einen überprüfbaren Besitznachweis und eine transparente Eigentumshistorie liefern können. Dadurch lassen sich Echtheit, Herkunft und Handel leichter nachvollziehen.
Viele dieser Anwendungsfälle gehören zu einem wachsenden Konzept, das oft als „phygital“ bezeichnet wird – eine Kombination aus physischen und digitalen Vermögenswerten.
In diesem Modell kann ein NFT beispielsweise:
Die Blockchain fungiert dabei als öffentliches Register für Besitz und Transaktionen. Das passt zu einer der ursprünglichen Stärken der Technologie: knappe Güter digital handelbar und eindeutig zuordenbar zu machen.
Neben neuen Anwendungsfällen sieht Hollander auch technologische Entwicklungen als entscheidend für die nächste Wachstumsphase.
KI‑Tools könnten es Entwicklern und Unternehmen erleichtern, digitale Assets zu erstellen und zu verwalten. Dadurch könnten technische Hürden sinken, die bislang viele potenzielle Nutzer abgeschreckt haben.
Parallel versuchen Plattformen wie OpenSea, den Einstieg in Web3 zu vereinfachen. Dazu gehören Funktionen wie:
Der Hintergrund: Für die meisten Menschen ist der Umgang mit Wallets, Bridges und Gasgebühren zu komplex, wenn sie eigentlich nur ein Sammlerstück oder ein Ticket kaufen möchten.
Diese Strategie spiegelt sich auch in der Weiterentwicklung von OpenSea selbst wider. Laut Hollander arbeitet das Unternehmen an einer Plattform, auf der Nutzer verschiedene On‑Chain‑Assets verwalten und handeln können – darunter NFTs, Tokens, Meme‑Coins und andere Krypto‑Produkte.
Damit reagiert das Unternehmen auf die deutliche Abkühlung des NFT‑Marktes nach seinem Höhepunkt.
Nach dem Boom von 2021–2022 brachen viele Bereiche des NFT‑Marktes stark ein. Allein der Handel mit Kunst‑NFTs ist seit seinem Höhepunkt um mehr als 90 % zurückgegangen.
Hollanders zentrale These lautet: Das Problem sei nicht die NFT‑Technologie selbst gewesen, sondern deren Einsatzgebiet. Wenn NFTs künftig reale Güter, echte Erlebnisse oder funktionale digitale Gegenstände repräsentieren, könnten sie dauerhaft Teil des Online‑Handels werden.
Allerdings bleiben Herausforderungen. Tokenisierte physische Güter benötigen verlässliche Verwahrung, sichere Authentifizierung und klare rechtliche Rahmenbedingungen. Ohne diese Grundlagen könnte selbst eine technisch überzeugende Lösung Schwierigkeiten haben, breite Akzeptanz zu erreichen.
In Hollanders Vision entwickeln sich NFTs von spekulativen Sammlerstücken zu einer Infrastruktur für digitalen Besitz. Tokenisierte Sammelkarten, Luxusartikel, Tickets oder Gaming‑Items könnten den Kern einer neuen Generation von Blockchain‑Marktplätzen bilden.
Ob dieser Ansatz den NFT‑Markt tatsächlich wieder auf das Niveau des 2022er‑Booms bringt, ist offen. Klar ist jedoch: Wenn NFTs ein Comeback erleben, könnte der Auslöser diesmal praktischer Nutzen statt reiner Hype sein.
Studio Global AI
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OpenSea‑CMO Adam Hollander glaubt, dass die nächste NFT‑Welle auf tokenisierten realen Vermögenswerten wie Sammelkarten, Luxusuhren, Tickets und Gaming‑Items basiert statt auf spekulativen Profilbild‑NFTs.
OpenSea‑CMO Adam Hollander glaubt, dass die nächste NFT‑Welle auf tokenisierten realen Vermögenswerten wie Sammelkarten, Luxusuhren, Tickets und Gaming‑Items basiert statt auf spekulativen Profilbild‑NFTs. Blockchain könne Besitznachweise, Herkunft und Handel solcher Güter transparent machen – ein praktischer Nutzen, der über reine Spekulation hinausgeht.
KI‑Tools sowie Plattformen mit Fiat‑Zahlungen und Multi‑Chain‑Support könnten den Einstieg erleichtern und so eine breitere Nutzung ermöglichen.