DLSS 5 soll mehr als ein schärferes Bild liefern
NVIDIA positioniert DLSS 5 nicht bloß als weitere Generation der Bildrekonstruktion. Die Technik soll als „Full Neural Rendering“ in Echtzeit zusätzliche oder veränderte Bildinformationen erzeugen – darunter Beleuchtung, Materialien, Reflexionen und Details an Figuren. Die Ausgabe soll dabei Auflösungen von bis zu 4K erreichen.
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DLSS 5 ist derzeit noch nicht offiziell verfügbar. NVIDIA nennt weiterhin lediglich den Herbst 2026; ein konkreter Tag oder auch nur ein bestimmter Monat wurde nicht bekannt gegeben.
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Was das Medien-Embargo über den Start verrät
Ein Medien-Embargo bedeutet, dass ausgewählte Redaktionen vor der Veröffentlichung Informationen, Vorabzugang oder Testmöglichkeiten erhalten, diese aber erst zu einem vereinbarten Zeitpunkt publizieren dürfen. Im Fall von DLSS 5 soll Linus Sebastian bestätigt haben, dass Linus Tech Tips ein entsprechendes NVIDIA-Embargo unterzeichnet hat und ein Video bereits vollständig vorbereitet wurde.
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Das spricht für einen gestaffelten Kommunikations- und Testablauf: NVIDIA verteilt offenbar bereits Pressematerial oder Testzugänge. Mehr lässt sich daraus aber nicht sicher ableiten. Das Embargo bestätigt weder einen Veröffentlichungstag noch einen Review-Termin und ändert nichts an der offiziellen Angabe „Herbst 2026“. Die vorsichtige Schlussfolgerung lautet daher: Der Start wird vorbereitet – ein genauer Termin steht weiterhin aus.
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Drei KI-Modelle und keine zweite Grafikkarte mehr
Nach den bisher veröffentlichten Informationen soll DLSS 5 drei auswählbare KI-Modelle bieten. Entwickler könnten unterschiedliche Modelle für einzelne Szenen oder Objekte einsetzen und die Darstellung gezielt anpassen.
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Eine wichtige Änderung gegenüber früheren Demonstrationen: DLSS 5 soll bei der Veröffentlichung mit einer einzigen GPU auskommen. Ein Verbund aus zwei Grafikkarten ist demnach nicht erforderlich.
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Die entscheidende Einschränkung betrifft die Hardware. NVIDIA plant DLSS 5 zum Start ausschließlich für GeForce-Grafikkarten der RTX-50-Serie. RTX-40-Karten und ältere Modelle gehören nicht zur offiziell unterstützten Erstkonfiguration.
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Wie Modder DLSS 5 schon jetzt in Spielen testen
Die ersten Community-Experimente basieren auf einer geleakten Bibliothek für neuronales Rendering und dem Modding-Framework RenoDX, das auf ReShade-Add-ons aufbaut. Zunächst lief die experimentelle Technik in Control, anschließend wurde sie unter anderem für Cyberpunk 2077, Grand Theft Auto V, Red Dead Redemption 2, The Last of Us Part II Remastered, Hogwarts Legacy und Black Myth: Wukong angepasst.
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Die Liste der Testprojekte wuchs anschließend schnell. Berichte nennen außerdem Starfield, Counter-Strike, Senua’s Saga: Hellblade II, Metal Gear Solid Delta: Snake Eater, Monster Hunter Wilds und Silent Hill 2.
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Auch ein von Nutzern veröffentlichtes Video zeigt eine experimentelle Version in S.T.A.L.K.E.R. 2. Dort führte das Umschalten von Presets jedoch zu einer VRAM-Überlastung und einem Absturz – ein deutlicher Hinweis auf den unfertigen Zustand dieser Implementierungen.
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Für The Witcher 3 liegt in den bereitgestellten Belegen dagegen kein verlässlicher bestätigter DLSS-5-Test vor. Das Spiel sollte daher nicht als nachgewiesen unterstützt gelten.
Wichtig ist die Trennung zwischen Mod und offizieller Integration: Dass Enthusiasten eine geleakte Laufzeit in ein Spiel einschleusen können, bedeutet nicht, dass NVIDIA oder der jeweilige Entwickler diese Umsetzung freigegeben haben. Ebenso wenig erlauben die Tests bereits Rückschlüsse auf den finalen Treiber, die fertigen Modelle, die Optimierung einzelner Spiele oder das offizielle SDK.
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Sichtbare Verbesserungen – aber auch ein Verlust an Stiltreue
Frühe Tester berichten von auffälligen Veränderungen bei Licht, Haut, Stoffen und Reflexionen. Gesichter können detailreicher und fotorealistischer wirken. Genau dadurch unterscheidet sich der Effekt von gewöhnlichem Schärfen oder klassischem Super Resolution Upscaling.
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Die Kehrseite: Das Ergebnis ist nicht immer eine originalgetreuere Version des von den Entwicklern gestalteten Bildes. Berichte beschreiben unter anderem gealtert wirkende Gesichter, veränderte Materialien und ungleichmäßige Artefakte. Die geleakte Laufzeit verhält sich damit eher wie eine generative Bildebene, die Teile der Szene neu interpretiert, statt sie lediglich höher aufzulösen.
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Das ist ein wichtiger Unterschied. Ein realistischeres Gesicht ist nicht automatisch ein passenderes Gesicht. DLSS 5 kann sichtbare Details hinzufügen, dabei aber möglicherweise die beabsichtigte Art Direction eines Spiels verändern. Da die aktuellen Versuche auf geleakter und unfertiger Software beruhen, sind diese Eindrücke nur vorläufig.
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Erste Messungen zeigen hohe Leistungskosten
Das größte Fragezeichen der bisherigen Tests ist die Performance. In einem 4K-Test mit Control fiel die Bildrate auf einer RTX 5070 Ti laut Berichten von 71 auf 35 Bilder pro Sekunde – ein Rückgang von knapp 51 Prozent –, sobald der experimentelle Effekt aktiviert wurde.
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Ein weiterer Control-Test auf einer RTX 5090 meldete einen Rückgang von 91 auf 50 FPS, also um rund 45 Prozent.
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Auch Cyberpunk 2077 zeigt eine hohe Belastung: Auf einer RTX 5070 fiel die Bildrate bei 1440p im Rastermodus von 138 auf 68 FPS. Bei aktiviertem Path Tracing wurde ein Rückgang von 71 auf 45 FPS gemeldet.
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Diese Zahlen sind keine allgemeingültigen Leistungswerte für das fertige DLSS 5. Auflösung, Szene, Grafikoptionen, Grafikkarte, Treiber, Mod-Konfiguration und der Zustand der geleakten Laufzeit beeinflussen das Ergebnis. Sie zeigen jedoch, dass der aktuelle Neural-Rendering-Pfad selbst auf RTX-50-Hardware erhebliche Frame-Time-Kosten verursachen kann.
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Welche Spiele offiziell unterstützt werden sollen
NVIDIA nennt für den offiziellen Start unter anderem folgende Titel:
- AION 2
- Assassin’s Creed Shadows
- Black State
- CINDER CITY
- Delta Force
- Hogwarts Legacy
- Justice
- NARAKA: BLADEPOINT
- NTE: Neverness to Everness
- Phantom Blade Zero
- Resident Evil Requiem
- Sea of Remnants
- Starfield
- The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered
- Where Winds Meet
NVIDIA spricht außerdem von weiteren Spielen und Partnern.
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Diese offizielle Liste muss klar von der Modding-Liste getrennt werden. Control, Cyberpunk 2077, Grand Theft Auto V, S.T.A.L.K.E.R. 2 und andere Titel, in denen Nutzer geleakte Dateien ausprobiert haben, sind dadurch nicht automatisch bestätigte DLSS-5-Startspiele.
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Fazit: Spannender Ausblick, aber noch kein fertiger Benchmark
DLSS 5 könnte deutlich ambitionierter werden als ein herkömmlicher Upscaler. NVIDIA möchte, dass KI in Echtzeit nicht nur Pixel rekonstruiert, sondern aktiv an Beleuchtung, Materialien und Bilddetails beteiligt ist. Der offizielle Zielzeitraum bleibt der Herbst 2026; zum Start ist die Technik für RTX-50-GPUs und eine Einzelkarten-Konfiguration vorgesehen.
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Das Medien-Embargo deutet darauf hin, dass NVIDIA den Rollout bereits vorbereitet. Einen konkreten Veröffentlichungstermin liefert es aber nicht. Die Modding-Experimente zeigen derweil, dass die geleakte Laufzeit in zahlreichen Spielen sichtbare und teils spektakuläre Änderungen erzeugen kann. Gleichzeitig fallen die Bildraten in den bisherigen Versuchen häufig um etwa die Hälfte oder noch stärker, während Artefakte, veränderte Gesichter und Instabilität auftreten.
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Bis der finale Treiber und die offiziell unterstützten Spiele-Integrationen erscheinen, sind diese Builds deshalb vor allem eines: ein faszinierender Vorgeschmack – kein verlässlicher Test der fertigen DLSS-5-Leistung.