Microsoft beschrieb TerminalFix am 28. August 2026 als ClickFix Variante, die Windows Nutzer zum Einfügen eines PowerShell Befehls in Windows Terminal verleitet.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is Microsoft’s TerminalFix campaign, disclosed on August 28, 2026, and how does it use compromised legitimate websites and fake Cloudfl. Article summary: TerminalFix is a Microsoft-tracked ClickFix variant that uses fake CAPTCHA verification to persuade a Windows user to execute an attacker-supplied command in Windows Terminal or PowerShell. Its purpose is not merely init. Topic tags: general, education, general web, user generated, documentation. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text,
TerminalFix ist eine von Microsoft beobachtete ClickFix-Kampagne. Statt eine Sicherheitsprüfung nur anzuklicken, sollen Nutzer eine angebliche Cloudflare-CAPTCHA-Anweisung befolgen, Windows Terminal oder PowerShell öffnen, einen Befehl einfügen und ausführen. Microsoft beschrieb die Kampagne am 28. August 2026 als mehrstufigen Angriff über kompromittierte Webseiten und gefälschte Cloudflare-CAPTCHA-Abfragen. 3
Das Ziel ist offenbar nicht lediglich ein einmaliger Malware-Download. Am Ende steht ein Reverse-Tunnel-Implant, der den kompromittierten Windows-Rechner als Proxy für Netzwerkverbindungen nutzen kann. Dadurch könnte ein Angreifer von außen auf Systeme und Dienste zugreifen, die aus dem betroffenen Netzwerk erreichbar sind. 3
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Die Angreifer manipulieren grundsätzlich legitime Webseiten und legen eine gefälschte, an Cloudflare Turnstile erinnernde CAPTCHA-Einblendung darüber. Der Besucher soll scheinbar nur bestätigen, ein Mensch zu sein. Tatsächlich fordert die Seite ihn auf, einen Befehl zu kopieren und in Windows Terminal oder PowerShell einzufügen. 3
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Dieser Schritt unterscheidet TerminalFix von vielen früheren ClickFix-Kampagnen. Dort wurden Opfer häufig zum Öffnen des Windows-Dialogfelds „Ausführen“ aufgefordert. TerminalFix setzt stattdessen auf Windows Terminal oder PowerShell, wodurch sich auch komplexere, mehrzeilige Skripte ausführen lassen. 1
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Die eingefügte PowerShell-Befehlsfolge lädt ein ZIP-Archiv mit zwei zentralen Dateien herunter:
LockScreenContentServer.exedui70.dllBeim Start der signierten EXE-Datei wird die manipulierte DLL per DLL-Sideloading geladen. Eine signierte, auf den ersten Blick legitime Datei kann dabei weniger auffällig wirken als ein unbekanntes Programm, das direkt ausgeführt wird. Die vorliegenden Berichte nennen diese Dateinamen, liefern jedoch keine exakten Hashes und bestätigen nicht, dass die legitime EXE-Datei selbst verändert wurde. 29
Spätere Komponenten der Kampagne werden mithilfe von Steganografie in PNG-Dateien verborgen. Die Dateien werden lokal eingelesen und dekodiert. So können weitere Codebestandteile nachgeladen werden, ohne dass jede einzelne Phase als offensichtlich ausführbare Datei erscheint. 10
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Die beobachtete Aktivität sorgt auf zwei Wegen für dauerhaften Zugriff: über einen Registry-Run-Eintrag und über eine geplante Aufgabe. Zusätzlich sammelt sie Informationen über den Rechner und die Active-Directory-Umgebung, bevor der Tunnel eingerichtet wird. 4
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Für die Verteidigung ist das entscheidend: Wer den Befehl der gefälschten CAPTCHA-Seite ausgeführt hat, hat möglicherweise nicht nur einen lokal infizierten Arbeitsplatzrechner. Der Rechner kann anschließend als Ausgangspunkt für weitere Erkundungen und Netzwerkzugriffe dienen.
Die Kampagne setzt eine Python-basierte Reverse-Tunnel-Komponente über pythonw.exe ein. Sie kommuniziert per TLS und WebSockets mit gitnow[.]dev über TCP-Port 443 und leitet TCP-Verkehr im SOCKS5-Stil weiter. Praktisch bedeutet das: Der infizierte Rechner kann als Vermittler zwischen dem Angreifer und Ressourcen im internen Netzwerk fungieren. 3
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Damit geht die Bedrohung über einen klassischen Infostealer hinaus. Microsoft beschreibt den Implant als Komponente mit Netzwerk-Proxy-Zugriff. Das mögliche Ziel ist also nicht nur die Datensammlung auf dem ersten kompromittierten Rechner, sondern auch der Zugang zu weiteren internen Systemen und Diensten. 3
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Die vorliegenden Quellen enthalten keine vollständige Microsoft-IOC-Tabelle, keine Hashes und nicht alle konkreten Befehle oder Namen der Persistenzmechanismen. Die folgenden Punkte sind daher wichtige Suchansätze, ersetzen aber nicht die vollständigen Microsoft-Erkennungsregeln.
gitnow[.]devpythonw.exe, das aus einem unerwarteten Verzeichnis gestartet wirdpythonw.exe, gestartet durch PowerShell, Windows Terminal oder LockScreenContentServer.exeLockScreenContentServer.exe zusammen mit dui70.dll im selben VerzeichnisRun-Einträgepythonw.exe oder Dateien aus %AppData%, %LocalAppData%, %Temp%, dem Download-Ordner oder vergleichbaren Pfaden startenTrennen Sie den verdächtigen Rechner nach dem eigenen Incident-Response-Verfahren vom Netzwerk, und sichern Sie relevante Endpoint-, Browser-, Prozess- und Netzwerkdaten. Behandeln Sie den Vorfall nicht wie einen gewöhnlichen unerwünschten Download. Untersucht werden sollten der Rechner, das zugehörige Benutzerkonto und die ausgehenden Verbindungen.
Suchen Sie endpointübergreifend sowie in DNS-, Proxy-, Firewall-, Identitäts- und Fernzugriffsprotokollen nach den genannten Indikatoren. Prüfen Sie außerdem Active-Directory- und Domain-Controller-Telemetrie auf Aufklärung, verdächtige Abfragen zu Konten oder Gruppen und Anzeichen lateraler Bewegungen. Wegen der Reverse-Tunnel-Funktion ist die Frage, welche internen Systeme erreichbar waren, besonders wichtig. 4
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Setzen Sie die Zugangsdaten betroffener Nutzer zurück und widerrufen Sie aktive Sitzungen oder Tokens. Vorrang haben privilegierte Konten sowie Dienst- und Administratorkonten, die auf dem kompromittierten Rechner verwendet wurden oder von dort aus erreichbar waren.
Beschränken Sie den Zugriff auf PowerShell und Windows Terminal, soweit möglich, auf freigegebene Administratoren und Entwickler. Setzen Sie auf das Prinzip der geringsten Rechte und Application Control. Nicht genehmigte Python-Interpreter sowie Ausführungen aus durch Nutzer beschreibbaren Verzeichnissen sollten blockiert oder zumindest alarmiert werden.
Aktivieren Sie, soweit es die Umgebung erlaubt, PowerShell Script Block Logging, Modulprotokollierung und Transcription. Die Endpoint-Überwachung sollte unter anderem Prozessstarts, Änderungen an geplanten Aufgaben und Registry-Persistenz, DNS-Abfragen sowie ausgehende TLS-Verbindungen erfassen. Diese Signale können helfen, den ursprünglichen Browser-Köder mit der späteren Ausführung und Netzwerkaktivität zu verknüpfen.
Blockieren Sie gitnow[.]dev und prüfen Sie historische Verbindungen zu der Domain. Eine reine Domainsperre reicht jedoch nicht aus, da Angreifer ihre Infrastruktur austauschen können. Sie sollte mit verhaltensbasierter Überwachung kombiniert werden.
Eine echte CAPTCHA-Prüfung kann einen Klick auf ein Kontrollkästchen oder eine Interaktion direkt im Browser verlangen. Sie sollte jedoch niemals dazu auffordern, ein Terminal zu öffnen, einen unbekannten Befehl einzufügen oder PowerShell auszuführen. Genau diese Anweisung ist bei TerminalFix das entscheidende Warnsignal für Social Engineering. 1
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Für Unternehmen sollte die Schulung deshalb das konkrete Verhalten benennen: Niemals einen Befehl kopieren und ausführen, den eine Webseite angeblich zum Bestehen eines CAPTCHAs oder zur Behebung eines Browserproblems liefert. Wer eine solche Anweisung bereits befolgt hat, sollte den Vorfall sofort melden und das Gerät bis zur Prüfung nicht weiter benutzen.
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Microsoft beschrieb TerminalFix am 28. August 2026 als ClickFix Variante, die Windows Nutzer zum Einfügen eines PowerShell Befehls in Windows Terminal verleitet.
Microsoft beschrieb TerminalFix am 28. August 2026 als ClickFix Variante, die Windows Nutzer zum Einfügen eines PowerShell Befehls in Windows Terminal verleitet. Die Angriffskette kombiniert kompromittierte Webseiten, gefälschte Cloudflare Turnstile Abfragen, DLL Sideloading, in PNG Dateien versteckte Payloads, Persistenz und Active Directory Aufklärung.
Der resultierende Python Implant kann über TLS und WebSockets einen Reverse Tunnel aufbauen und dem Angreifer Proxy Zugriff auf erreichbare interne Systeme ermöglichen.