Der entscheidende Unterschied: Die erworbene Brokerage wird nicht genutzt, um Geld für Metaplants eigene Bitcoin-Käufe zu sammeln. Stattdessen soll sie als offene Plattform für andere Unternehmen dienen, die Anleihen begeben, um ihre eigenen Bitcoin-Treasury-Strategien zu finanzieren . Bitcoin-Strategie-Direktor Dylan LeClair stellte klar, dass Metaplanet Securities als Plattform für Drittfirmen operieren wird – nicht nur für Metaplanet selbst. Das Ziel ist es, anderen Unternehmen, die Bitcoin-Treasury-Strategien verfolgen, die Möglichkeit zu geben, über die Brokerage Schuldtitel zu emittieren, um ihre eigenen Bitcoin-Käufe zu finanzieren . Benchmark bezeichnet dies als Grundlage für eine völlig neue Anlageklasse in Japan, nicht als ein Produkt eines einzelnen Emittenten .
Durch die Übernahme erhält Metaplanet eine Typ-1-Lizenz als Finanzinstrumente-Geschäftsträger (Japans „Tier-1“-Lizenz für Finanzproduktehändler), reguliert durch die japanische Finanzaufsichtsbehörde Financial Services Agency (FSA) . Diese Lizenz ist die Voraussetzung dafür, dass Metaplanet in Japan Wertpapiere strukturieren, übernehmen und verkaufen darf – eine notwendige Bedingung für die Emission von Bitcoin-besicherten Anleihen . Siiibo Securities selbst war bereits ein lizenzierter Typ-1-Wertpapierhändler und ein Pionier des japanischen Online-Unternehmensanleihenmarktes .
Die vorgeschlagenen Instrumente, genannt „Bitbonds“, sind Bitcoin-besicherte tokenisierte Anleihen. Laut Benchmark und mehreren Quellen ist folgende Struktur geplant:
| Element | Detail |
|---|---|
| Produktname | Bitbonds (Bitcoin-besicherte tokenisierte Anleihen) |
| Zielrendite | 4–6 % p.a. |
| Sicherheit | Vom Emittenten gehaltene Bitcoin |
| On-Chain-Vision | Anleihen auf die Blockchain übertragen, Abwicklung via Yen-Stablecoin (24/7-Settlement) |
| Sekundärmarkt | Für die zukünftige Entwicklung geplant |
Die vorgeschlagene Funktionsweise: Unternehmen verpfänden Bitcoin als Sicherheit, um Anleihen zu begeben, die Anlegern 4–6 % zahlen. Die langfristige Roadmap sieht vor, diese Instrumente vollständig auf die Blockchain zu verlagern, mit Stablecoin-Abwicklung und einem funktionierenden Sekundärmarkt .
Am 10. Juli 2026 startete Metaplanet eine strukturierte Machbarkeitsstudie gemeinsam mit JPYC (einem Emittenten von Yen-Stablecoins) und Progmat (einer Tokenisierungsplattform) . Die Studie testet:
Dies ist explizit eine Forschungs- und Machbarkeitsstudie – es gibt kein Produkt, keine Zinssätze und kein Emissionsdatum . Die regulatorische Genehmigung durch die japanische FSA bleibt ein notwendiger nächster Schritt vor einem möglichen Start .
Trotz der Größenordnung der Ambitionen wurden bisher keine Bitbonds emittiert und kein Produkt auf den Markt gebracht . Alle Quellen bestätigen, dass sich die Initiative noch in der Planungs- und Explorationsphase befindet . Der Benchmark-Bericht ist eine Bewertung des Potenzials, nicht die Ankündigung eines live Produkts. Der Emissionszeitplan und die spezifischen Konditionen wurden nicht bekannt gegeben . Das Unternehmen selbst bezeichnet Project Nova als mittel- bis langfristige Strategie .
Benchmark argumentiert, dass der Markt den Wert der Übernahme deutlich unterschätzt . Palmers Ansicht nach verschafft der Deal Metaplanet eine regulierte Grundlage, um das zu bauen, was Japans erster Bitcoin-Anleihen-Sekundärmarkt werden könnte – eine Plattform, die irgendwann mehreren Unternehmensemittenten dienen, rund um die Uhr on-chain abwickeln und eine neue ertragsbringende Anlageklasse für japanische Anleger eröffnen könnte . Das Hauptrisiko: Dies ist immer noch vollständig prospektiv, und regulatorische, strukturelle sowie Akzeptanzhürden sind noch nicht überwunden.