Xbox soll Physint, das kommende Spiel von Hideo Kojima, veröffentlichen. Damit übernimmt das Unternehmen die Rolle, die zuvor PlayStation innehatte. Doch bei den entscheidenden Vertragsdetails gibt es bislang mehr offene Fragen als Antworten: Weder der Preis noch die genaue Rechteverteilung oder die endgültigen Plattformen sind bekannt.
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Sind die oft genannten 400 Millionen Dollar bestätigt?
Nein. Die Summe von 400 Millionen Dollar ist weder als Xbox-Zahlung noch als bestätigtes Budget von Physint belegt. Nach späteren Berichten soll Kojima diesen Betrag Sony im Rahmen früherer Gespräche genannt haben. Xbox zahle demnach erheblich weniger.
Jez Corden von Windows Central beruft sich auf Quellen mit direkter Kenntnis der Verträge. Diese hätten den Xbox-Betrag als einen „Bruchteil“ der genannten Summe beschrieben. Eine konkrete Zahl nannten weder diese Quellen noch andere Berichte.
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Am sichersten lässt sich daher sagen: Die Kosten des Xbox-Deals sind nicht öffentlich. Die 400 Millionen Dollar sollten als berichtete Summe aus den früheren Gesprächen mit Sony verstanden werden – nicht als bestätigter Preis für Xbox.
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Warum zog sich PlayStation zurück?
Sony bestätigte, dass es die Zusammenarbeit mit Kojima Productions an Physint beendet. Kojima sagte in Interviews, Sony habe ihm im Juni mitgeteilt, das Projekt nicht weiter zu finanzieren.
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Laut Bloomberg gab es bei Sony Bedenken wegen des Budgets, verpasster Fristen und der möglichen Rentabilität sowie Exklusivität des Spiels. Diese Gründe stammen aus einem Bericht, der sich auf mit dem Projekt vertraute Personen beruft; Sony hat sie nicht ausführlich offiziell bestätigt.
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Auch Kojima Productions rief dazu auf, Berichten ohne offizielle Quellen mit Skepsis zu begegnen. Die genannten Motive für Sonys Rückzug sind deshalb nicht als abschließend bestätigte Erklärung zu verstehen.
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Was ist über Film, Fernsehen und OD bekannt?
In seiner Ankündigung erklärte Xbox, die ausgebaute Partnerschaft mit Kojima Productions umfasse neben Physint auch das separate Spiel OD. Darüber hinaus wollen die Unternehmen bei Film- und Fernsehprojekten zusammenarbeiten.
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Damit ist eine Zusammenarbeit über Videospiele hinaus angekündigt. Nicht erläutert wurde jedoch, wer bei einzelnen Film- oder Serienadaptionen welche Rechte kontrolliert, wie solche Projekte finanziert oder Einnahmen verteilt würden oder ob sich die bestehende Vereinbarung zu OD geändert hat. Weitergehende Angaben zu konkreten Rechten sind von den öffentlich bestätigten Vertragsdetails zu unterscheiden.
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Kann Physint trotzdem für PlayStation erscheinen?
Ausgeschlossen ist eine PlayStation-Version bislang nicht – bestätigt ist sie aber ebenfalls nicht. Auf die Frage nach einer Veröffentlichung für PS5 sagte Kojima, er wisse es nicht; die Frage müsse an Xbox gerichtet werden. Xbox hat in den hier zitierten Berichten noch keine endgültige Plattformliste oder Exklusivitätsbedingungen bekannt gegeben.
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Dass Xbox als Publisher auftritt, beantwortet also noch nicht die Frage, ob Physint Xbox-exklusiv wird oder auch auf PlayStation erscheint.
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Ein Deal während des Umbaus bei Xbox
Die Partnerschaft kommt in einer Phase, in der Xbox seine Organisation und Strategie neu ausrichtet. Im Juli erklärte das Unternehmen, stärker auf Game Pass, Veröffentlichungen auf mehreren Plattformen und ein breiteres Spieleangebot setzen zu wollen.
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Am 22. September kündigte Xbox den Abbau von weiteren 268 Stellen an. Zugleich teilte das Unternehmen mit, dass die seit Juli laufende Umstrukturierung – einschließlich der Abgabe von Studios – zu etwa drei Vierteln abgeschlossen sei.
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Dieser Hintergrund erklärt, warum Xbox’ Veröffentlichungs- und Plattformstrategie derzeit besonders genau beobachtet wird. Über die konkreten Bedingungen des Physint-Deals sagt er aber nichts aus. Bestätigt ist bislang nur: Xbox veröffentlicht das Spiel; Kosten und detaillierte Rechte sind nicht offengelegt, und die späteren Plattformen stehen öffentlich noch nicht fest.
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