SoftBank soll über den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an 1X Technologies zu einer Bewertung von rund 6 Milliarden Dollar verhandeln. Der mögliche Deal passt zu CEO Masayoshi Sons Strategie der „Physical AI“: Künstliche Intelligenz soll nicht nur Modelle und Rechenzentren antreiben, sondern auch Maschinen, die in...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is known about SoftBank Group’s reported ongoing negotiations to acquire a majority stake in Norwegian humanoid-robotics startup 1X Tec. Article summary: SoftBank is reportedly negotiating to buy a majority stake in 1X Technologies at an approximately $6 billion valuation, but this remains unconfirmed: the report originated with The Information, Reuters said it could not . Topic tags: general, news, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers
SoftBank soll über den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung am norwegischen Robotik-Start-up 1X Technologies verhandeln. Die Transaktion würde 1X laut einem Bericht von The Information mit rund 6 Milliarden Dollar bewerten. Reuters konnte die Meldung nicht unabhängig bestätigen. Die Gespräche laufen demnach noch, und die Bedingungen können sich ändern; SoftBank und 1X äußerten sich zunächst nicht dazu. 17
Wichtiger als ein bislang nicht unterschriebener Kaufvertrag ist deshalb das Signal dahinter: SoftBank will offenbar nicht nur in KI-Modelle und die nötige Recheninfrastruktur investieren, sondern auch in Maschinen, die KI in der physischen Welt einsetzen.
Nach bisheriger Berichterstattung würde SoftBank die Kontrolle über 1X übernehmen – und damit mehr als lediglich eine weitere Minderheitsbeteiligung in sein Portfolio aufnehmen. Bestätigt sind weder ein Kaufvertrag noch der endgültige Preis, die genaue Beteiligungshöhe oder ein Abschlussdatum. 111
Die Summe von 6 Milliarden Dollar sollte daher als berichteter Verhandlungswert verstanden werden, nicht als endgültig feststehende Unternehmensbewertung. Eine geplante Mehrheitsübernahme ist zudem nicht direkt mit einer gewöhnlichen Finanzierungsrunde vergleichbar: Kontrollrechte, neue Kapitalzufuhr, Aktienverkäufe bestehender Investoren und weitere Vertragsbedingungen können den wirtschaftlichen Wert beeinflussen.
SoftBank-Chef Masayoshi Son hat seine KI-Strategie zunehmend über Software und Rechenzentren hinaus erweitert. Die Idee der „Physical AI“ beschreibt Systeme, die nicht nur Texte, Bilder oder Entscheidungen erzeugen, sondern über Roboter mit Wohnungen, Fabriken, Büros und anderen Arbeitsumgebungen interagieren.
1X wäre für SoftBank vor allem ein Zugang zum noch jungen Markt für humanoide Roboter im Haushalt. Das Unternehmen entwickelt den NEO, der für den Einsatz zu Hause gedacht ist. Parallel dazu will SoftBank das Robotikgeschäft des Schweizer Industriekonzerns ABB für rund 5,4 Milliarden Dollar übernehmen. 913
Die beiden Geschäftsbereiche würden sich deutlich unterscheiden: ABB steht vor allem für etablierte Industrierobotik und Fabrikautomation, während 1X auf einen deutlich früheren Markt für vielseitig einsetzbare Heimroboter zielt. Sollten beide Transaktionen zustande kommen, wäre SoftBank in zwei sehr verschiedenen Segmenten vertreten – von der Fabrik bis zum Haushalt.
1X ist für SoftBank kein beliebiges Robotik-Start-up. Das Unternehmen hieß früher Halodi Robotics und nahm im März 2023 in einer Series-A2-Runde 23,5 Millionen Dollar auf. Angeführt wurde die Runde vom OpenAI Startup Fund; beteiligt waren außerdem Tiger Global und Investoren aus Norwegen. 4955
SoftBank hat sich darüber hinaus in einer separaten Vereinbarung zu weiteren Investitionen von bis zu 30 Milliarden Dollar in OpenAI verpflichtet. Nach Angaben von SoftBank würde die kumulierte Investition bei vollständigem Abschluss 64,6 Milliarden Dollar erreichen und einer erwarteten Beteiligung von etwa 13 Prozent entsprechen. 52
Damit entstünde eine strategische Verbindung: SoftBank könnte ein Robotikunternehmen kontrollieren, an dem OpenAI bereits beteiligt ist, während der japanische Konzern gleichzeitig sein finanzielles Engagement beim ChatGPT-Entwickler massiv ausbaut. OpenAI und 1X sollen in der Vergangenheit zudem über eine mögliche Übernahme gesprochen haben, ohne dass daraus ein Deal entstand. 1
Das sollte allerdings nicht überinterpretiert werden. Die frühere Investition des OpenAI Startup Fund bedeutet nicht, dass OpenAI 1X unter SoftBank-Kontrolle betreiben, integrieren oder steuern würde. Sie erklärt lediglich, warum 1X in SoftBanks breiterem KI-Portfolio strategisch relevant sein könnte.
1X bietet den humanoiden Heimroboter NEO für 20.000 Dollar im Early Access an. Alternativ gibt es ein Abonnement für 499 Dollar im Monat. Die ersten Lieferungen in die USA sind für 2026 vorgesehen. 3341
Berichte sprechen von mehr als 10.000 frühen Bestellungen oder Reservierungen. Diese Zahl ist mit Vorsicht zu betrachten: Vorbestellungen und reservierte Produktionskapazitäten sind nicht dasselbe wie ausgelieferte Roboter, verbuchte Hardwareumsätze oder langfristig zahlende Abonnenten. 1037
Genau hier liegt die entscheidende wirtschaftliche Prüfung für 1X. Eine überzeugende Produktvorführung kann Aufmerksamkeit und Anzahlungen erzeugen. Ein Roboter für den Haushalt muss jedoch auch in unvorhersehbaren Situationen sicher, zuverlässig und bezahlbar funktionieren – und alltägliche Aufgaben wiederholt bewältigen, nicht nur in kontrollierten Demonstrationen.
Die nun berichtete Bewertung liegt außerdem unter einem früheren Ziel des Unternehmens. 2025 soll 1X versucht haben, bis zu 1 Milliarde Dollar aufzunehmen – bei einer angestrebten Bewertung von mindestens 10 Milliarden Dollar. 3453
Daraus folgt nicht automatisch, dass es sich bei einem möglichen SoftBank-Deal um eine sogenannte Down-Round handelt. Eine geplante Finanzierungsrunde und eine Mehrheitsübernahme haben unterschiedliche Strukturen. Auch Kontrollrechte, neue Finanzmittel, Verkäufe bestehender Anteilseigner und Vorzugsrechte können die jeweiligen Bewertungen verändern.
Die belastbare Aussage ist daher enger: Der berichtete Wert von 6 Milliarden Dollar liegt unter dem früheren Ziel von 10 Milliarden Dollar. Die verfügbaren Informationen reichen jedoch nicht aus, um den Unterschied zu erklären oder eine Veränderung des zugrunde liegenden Unternehmenswerts festzustellen.
Der mögliche Deal fällt in eine Phase stark steigenden Interesses an humanoider Robotik. Nach Angaben von Counterpoint Research überschritten die weltweiten Auslieferungen humanoider Roboter im ersten Halbjahr 2026 die Marke von 22.000 Einheiten – ein Plus von nahezu 300 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 25
Das Wachstum beweist jedoch noch keine profitable Massenproduktion. Laut derselben Forschungszusammenfassung entfällt weiterhin ein großer Teil der Nachfrage auf frühe Einsätze, Forschung, Datenerhebung, Unterhaltung und Performances. 25
Wie spekulativ der Markt sein kann, zeigte zuletzt der chinesische Roboterhersteller Unitree: Die Aktie schloss bei ihrem Börsendebüt in Shanghai rund 460 Prozent über dem Ausgabepreis. Anschließend fiel sie innerhalb weniger Tage etwa 45 Prozent vom Höchststand des ersten Handelstags. Das löste neue Debatten über eine mögliche Robotikblase aus. 1719
Diese Kursbewegungen sagen nichts darüber aus, ob die Technologie von 1X erfolgreich sein wird. Sie zeigen aber, warum ein Einstieg von SoftBank zugleich als strategische Bestätigung und als Teil eines besonders spekulativen Technologiezyklus gelesen würde.
Sollte die Übernahme zustande kommen, wäre sie ein deutliches Signal dafür, dass Masayoshi Son humanoide Roboter als strategische Erweiterung der KI betrachtet – und nicht lediglich als Nischenmarkt für Hardware. 1X könnte dadurch Zugang zu mehr Kapital, Fertigungs-Know-how, Vertrieb und SoftBanks internationalem Technologienetzwerk erhalten.
Der Deal würde jedoch nicht beweisen, dass humanoide Roboter bereits für den breiten Einsatz bereit sind. Ungeklärt blieben unter anderem diese Fragen:
Die derzeit plausibelste Einordnung lautet daher: SoftBank versucht möglicherweise, sich eine führende Position in der physischen Ebene der KI zu sichern. Die Gespräche mit 1X wären vor allem wegen dieser strategischen Ambition bedeutsam – nicht, weil sie die Wirtschaftlichkeit humanoider Heimroboter bereits bewiesen hätten.
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SoftBank soll über den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an 1X Technologies zu einer Bewertung von rund 6 Milliarden Dollar verhandeln.
SoftBank soll über den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an 1X Technologies zu einer Bewertung von rund 6 Milliarden Dollar verhandeln. Der mögliche Deal passt zu CEO Masayoshi Sons Strategie der „Physical AI“: Künstliche Intelligenz soll nicht nur Modelle und Rechenzentren antreiben, sondern auch Maschinen, die in der realen Welt handeln.
Der humanoide Heimroboter NEO kostet 20.000 Dollar oder 499 Dollar im Monat. Erste Lieferungen in den USA sind für 2026 geplant; gemeldete mehr als 10.000 Bestellungen sind jedoch Vorbestellungen und kein Beleg für au...