Apple soll vor dem erwarteten iPhone-Start im September 2026 einen langfristigen Liefervertrag für NAND-Flash-Speicher anstreben oder geschlossen haben. Das Wesentliche daran: Offenbar hat eine verlässliche Versorgung mit Speicherchips derzeit Vorrang vor maximaler Einkaufsflexibilität. Die konkreten Vertragsdaten sind allerdings nicht öffentlich bestätigt.
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Wofür Apple einen NAND-Vertrag brauchen würde
NAND-Flash ist der nichtflüchtige Speicher für Dateien, Apps, Fotos und Videos – also der Gerätespeicher eines iPhones. Ein langfristiger Liefervertrag könnte Apple in einem angespannten Markt planbarere Kapazitäten für kommende Produktionszyklen sichern.
Laut den von TrendForce aufgegriffenen Berichten wäre dies eine Abkehr von Apples bislang flexiblerem Beschaffungsansatz. Wer der Vertragspartner ist, welche Mengen vereinbart wurden und zu welchem Preis, wurde nicht bekannt. Das Ziel dürfte vor allem Liefersicherheit sein, nicht zwingend der günstigste Preis.
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Das ist ein wichtiger Unterschied: Für einen Hersteller kann es sinnvoll sein, höhere Kosten oder weniger Spielraum bei den Konditionen zu akzeptieren, wenn sonst während der Massenproduktion eines wichtigen Produkts Bauteile fehlen könnten.
Ist Kioxia der Lieferant?
Kioxia wird als wahrscheinlichster Partner genannt, weil das japanische Unternehmen bereits zu Apples wichtigen NAND-Lieferanten zählt. Offiziell bestätigt haben Apple und Kioxia diese Rolle aber nicht.
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Frühere Berichte behaupteten zudem, Apple habe bei Kioxia NAND-Preise akzeptiert, die etwa doppelt so hoch wie zuvor seien. Diese Berichte widersprechen sich allerdings bei der Frage, in welchen Abständen die Konditionen neu verhandelt werden könnten. Gesichert ist daher nur: Apple steht bei NAND offenbar unter Preisdruck – nicht aber der genaue Preis, der Vertragspartner oder ein fester Neuverhandlungsrhythmus.
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Auch eine angebliche Laufzeit von drei bis fünf Jahren ohne Preisobergrenze ist bislang unbestätigt.
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Warum der Speicher das iPhone 18 verteuern könnte
TrendForce schätzt, dass die Speicherkosten eines iPhone 18 Pro mit 256 GB im dritten Quartal 2026 fast 400 % höher liegen könnten als ein Jahr zuvor. Gemeint sind ausdrücklich die Kosten für Speicher – nicht ein Anstieg der gesamten Herstellungskosten oder des Ladenpreises um denselben Prozentsatz.
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Nach Einschätzung des Marktforschers dürften Einsparungen bei anderen Bauteilen den Druck kaum ausgleichen: Speicher werde zu einem wesentlich größeren und besonders schnell teurer werdenden Posten in der Stückliste.
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Infolgedessen kursieren Prognosen über einen Preisaufschlag von etwa 100 US-Dollar für das iPhone 18 Pro. Das ist keine Ankündigung von Apple. Das Unternehmen hat weder die iPhone-18-Reihe noch Ausstattungen, Starttermin oder Preise öffentlich vorgestellt.
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Counterpoint Research rechnet ebenfalls mit deutlich steigenden Materialkosten für bestimmte mutmaßliche iPhone-18-Konfigurationen. Das stützt die These eines breiteren Kostendrucks, ersetzt aber keine offizielle Apple-Preisliste.
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NAND ist nicht dasselbe wie der DRAM-Engpass
Der gemeldete NAND-Vertrag betrifft den Gerätespeicher. Davon getrennt ist das Problem beim DRAM: Das ist der Arbeitsspeicher, den ein Smartphone beim Ausführen von Apps und Verarbeiten von Daten nutzt.
Apple und seine Fertigungspartner sollen Berichten zufolge intensiv versuchen, ausreichend mobilen DRAM für die erwartete iPhone-18-Pro-Reihe und Apples erstes faltbares iPhone zu beschaffen. Dieses Gerät wird in Gerüchten häufig „iPhone Ultra“ genannt; der Name ist nicht offiziell. Als Ursache für die Knappheit gilt, dass Speicherhersteller Kapazitäten auf höhermargige KI-Server-Speicher ausrichten und dadurch weniger Spielraum für mobilen DRAM bleibt.
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Ein Bericht spricht von Apple-Prozessoren im Wert von rund 1 Milliarde US-Dollar, die bei TSMC – dem taiwanischen Auftragsfertiger für Chips – auf DRAM warteten, bevor die Verpackung abgeschlossen werden könne. Auch das ist Lieferkettenberichterstattung, keine Stellungnahme von Apple oder TSMC.
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Was das für ein mögliches faltbares iPhone bedeuten könnte
Das erste faltbare iPhone ist nicht angekündigt, ebenso wenig sein oft verwendeter Gerüchtename „iPhone Ultra“. In Berichten ist dennoch von 12 GB Arbeitsspeicher der LPDDR5-Familie und von Micron, Samsung Electronics sowie SK hynix als Zulieferern die Rede. In Teilen der Berichterstattung wird Micron als wichtiger Lieferant beschrieben; die genaue Aufteilung ist nicht öffentlich verifiziert.
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Sollte DRAM weiter knapp bleiben, könnte Apple zwar genügend Geräte für eine erste Auslieferung bereitstellen, danach aber auf engere Produktionsgrenzen stoßen. Denkbar wären dann schnell ausverkaufte Bestände und längere Online-Lieferzeiten – besonders bei einem neuen faltbaren Modell mit zunächst geringerem Volumen. Das ist ein plausibles Lieferkettenszenario, aber kein bestätigter Produktions- oder Verkaufsplan.
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Was derzeit als belegt gilt – und was nicht
Durch die aktuelle Berichterstattung gestützt:
- Apple sucht Berichten zufolge in einem ungewöhnlich angespannten Speichermarkt eine langfristige NAND-Vereinbarung oder hat sie bereits getroffen.
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- Kioxia gilt als wahrscheinlichster Kandidat, wurde aber nicht offiziell als Vertragspartner benannt.
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- TrendForce prognostiziert für die Speicherkosten eines iPhone 18 Pro mit 256 GB im dritten Quartal 2026 ein Plus von fast 400 % gegenüber dem Vorjahr.
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- Apples Lieferkette soll parallel mit einem separaten DRAM-Engpass bei der Vorbereitung kommender iPhones kämpfen.
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Weiterhin unbestätigt:
- Ob die NAND-Vereinbarung endgültig abgeschlossen ist und welche Laufzeit, Mengen, Preise oder Preisabsicherungen sie enthält.
- Ob Kioxia tatsächlich der Vertragspartner ist.
- Name, technische Daten, Starttermin und genaue DRAM-Lieferantenquote des gemeldeten faltbaren iPhones.
- Ein Preisaufschlag von 100 US-Dollar beim iPhone 18 Pro oder eine eingeschränkte Verfügbarkeit zum Verkaufsstart.
Bis Apple Produkte und Preise selbst vorstellt, ist der mögliche NAND-Vertrag vor allem ein Hinweis auf ein schwierigeres Umfeld bei der Speicherbeschaffung – nicht der Beleg für endgültige iPhone-Spezifikationen oder Endkundenpreise.