Anthropic hat am 1. Juni 2026 vertraulich einen Entwurf des Formblatts S 1 bei der US Börsenaufsicht SEC eingereicht. Berichten zufolge erzielte das Unternehmen im zweiten Quartal mehr als 11,5 Milliarden US Dollar Umsatz – nach 787 Millionen US Dollar im Vorjahreszeitraum.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is known about Anthropic’s potential IPO—including its confidential SEC Form S-1 filing and possible public filing as early as late Aug. Article summary: Anthropic has confirmed only the first formal step: it confidentially submitted a draft Form S-1 to the SEC on June 1 for a proposed U.S. IPO. The size, valuation, timing, share structure, and most financial figures in c. Topic tags: general, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Anthropic hat den ersten formellen Schritt auf dem Weg zu einem möglichen Börsengang in den USA gemacht: Das Unternehmen reichte am 1. Juni 2026 vertraulich einen Entwurf des Formblatts S-1 bei der Securities and Exchange Commission (SEC) ein. Die US-Börsenaufsicht prüft darin die Unterlagen, bevor das Unternehmen sie öffentlich macht.
Anthropic betonte zugleich, dass die Einreichung lediglich die Option für einen späteren Börsengang eröffnet. Der tatsächliche Schritt an die Börse hängt von den Marktbedingungen und weiteren Faktoren ab. Aktienzahl und Ausgabepreis seien noch nicht festgelegt.
Das ist der entscheidende Unterschied: Anthropic hat den IPO-Prozess gestartet, aber weder einen verbindlichen Börsentermin noch einen Preis oder ein endgültiges Finanzierungsziel angekündigt.
Bei einer vertraulichen S-1-Einreichung kann die SEC einen Registrierungsentwurf zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit prüfen. Das Unternehmen muss den Börsengang danach weder vollziehen noch zu einem bestimmten Zeitpunkt umsetzen. Anthropic hat bislang also die Einreichung bestätigt – nicht den Börsengang selbst.
Die öffentliche Fassung des S-1 wird deshalb zum wichtigsten Dokument für Anleger. Sie sollte unter anderem geprüfte Finanzzahlen, Risikofaktoren, Eigentumsverhältnisse, Aktienklassen, die geplante Verwendung des Emissionserlöses und wesentliche Geschäftsverträge offenlegen.
Medienberichte stellen einen Börsengang im weiteren Jahresverlauf 2026 in Aussicht. Einige Berichte nennen eine Veröffentlichung des öffentlichen S-1 bereits Ende August, andere rechnen eher mit Herbst oder Oktober. Anthropic hat sich öffentlich auf keinen dieser Termine festgelegt.
Nach Informationen von CNBC organisiert das Unternehmen zudem Gespräche mit potenziellen Investoren. Morgan Stanley, Goldman Sachs und JPMorgan Chase sollen an der Transaktion beteiligt sein. Solche Gespräche zeigen, dass Anthropic den Markt vorbereitet – sie sind aber weder eine formelle Roadshow noch eine Garantie für einen Börsengang.
Damit liegt Anthropic im Rennen vor OpenAI. OpenAI teilte am 8. Juni mit, ebenfalls vertraulich Unterlagen für einen US-Börsengang eingereicht zu haben, ohne Umfang oder Zeitplan zu nennen. Der zeitliche Vorsprung könnte Anthropic bei der SEC-Prüfung und bei der Ansprache institutioneller Investoren helfen. Der endgültige Termin kann sich für beide Unternehmen jedoch durch die Prüfung oder ein ungünstiges Marktumfeld verschieben.
Marktberichte bringen Anthropic mit einem möglichen Emissionsvolumen von mindestens 75 Milliarden US-Dollar in Verbindung. Sollte diese Größenordnung tatsächlich zum Bestandteil des späteren Deals werden, läge der Börsengang in derselben außergewöhnlichen Liga wie die gemeldete Rekordemission von SpaceX.
Der Vergleich ist allerdings nicht ganz eindeutig. MarketWatch berichtete, SpaceX habe vor Ausübung einer möglichen Mehrzuteilungsoption knapp 75 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Ein anderer Bericht nannte einschließlich dieser Option 86,2 Milliarden US-Dollar. Ob Anthropic den SpaceX-Rekord übertrifft, hängt daher davon ab, welche Kennzahl verglichen wird – und wie groß die endgültige Emission ausfällt.
Eine öffentliche Prospektfassung, die ein Ziel von 75 Milliarden US-Dollar oder eine endgültige Bewertung bestätigt, liegt bislang nicht vor. Separat wurde Anthropic mit einer privaten Bewertung von mehr als 965 Milliarden US-Dollar in Verbindung gebracht. Eine solche Bewertung aus einer Finanzierungsrunde ist jedoch nicht automatisch die Bewertung, die beim Börsengang angestrebt oder erreicht wird.
Das positive IPO-Narrativ stützt sich vor allem auf ein außergewöhnliches Umsatzwachstum. Unterlagen, die Bloomberg einsehen konnte, zufolge lag der vorläufige Umsatz im zweiten Quartal bei mehr als 11,5 Milliarden US-Dollar. Im entsprechenden Vorjahresquartal waren es 787 Millionen US-Dollar. Die Unterlagen wiesen außerdem ein positives bereinigtes Betriebsergebnis für das Quartal aus.
Weitere Berichte bezifferten die annualisierte Umsatzrate Ende Juli auf mehr als 65 Milliarden US-Dollar. Eine solche Kennzahl rechnet die jüngste Umsatzentwicklung auf ein volles Jahr hoch. Sie ist weder mit einem geprüften Jahresumsatz gleichzusetzen noch eine Garantie für die künftige Entwicklung.
Die Zahlen zeichnen das Bild eines Unternehmens, das sich in kurzer Zeit von einem forschungsintensiven KI-Labor zu einem Anbieter großer kommerzieller Verträge entwickelt hat. Der öffentliche S-1 muss jedoch zeigen, wie viel dieses Wachstums wiederkehrend oder vertraglich abgesichert ist, wie stark der Umsatz auf einzelne Kunden konzentriert ist und wie teuer die Bereitstellung der KI-Dienste ausfällt.
Ein positives bereinigtes Betriebsergebnis beantwortet noch nicht die Frage, ob das Geschäftsmodell auch beim Cashflow trägt. Reuters berichtete, Anthropic habe für das zweite Quartal ein Betriebsergebnis von 559 Millionen US-Dollar erwartet und sich verpflichtet, monatlich 1,25 Milliarden US-Dollar für KI-Rechenkapazität von SpaceX zu zahlen.
Anthropic bestätigte unabhängig davon eine Partnerschaft mit SpaceX, durch die seine Rechenkapazität ausgeweitet und höhere Nutzungsgrenzen für Claude Code und die Claude API ermöglicht werden sollen. Berichte beschrieben die Vereinbarung als mehrjährige Verpflichtung im Umfang von mehreren zehn Milliarden US-Dollar. Die genaue Bilanzierung, Kündigungsrechte und Gesamtverpflichtung müssen jedoch anhand der relevanten Börsenunterlagen geprüft werden.
Für die Bewertung des Börsengangs reicht das bereinigte Betriebsergebnis deshalb nicht aus. Anleger werden auch auf Investitionsausgaben, Abnahmeverpflichtungen, Infrastrukturkosten, den Cash-Verbrauch und das Verhältnis zwischen Rechenausgaben und Umsatzwachstum achten müssen.
Eine Größenordnung von rund 42 Milliarden US-Dollar Nettoverlust für 2025 wurde in Berichten genannt. Diese konkrete Zahl ist durch die hier vorliegenden primären Offenlegungen jedoch nicht bestätigt und sollte daher nicht als feststehende Tatsache behandelt werden.
Anthropic erwägt Berichten zufolge eine Aktienklasse mit zusätzlichen Stimmrechten für CEO Dario Amodei und weitere Mitgründer. Reuters berichtete unter Berufung auf The Information, die Struktur solle die Unternehmensführung vor zu starkem Druck externer Aktionäre schützen. Außerdem solle den bestehenden, nicht an der Aktionärsstruktur beteiligten Treuhändern eine Rolle bei der Wahl der Mehrheit des Verwaltungsrats erhalten bleiben.
Der Plan ist noch nicht endgültig. Ein öffentlicher Prospekt müsste unter anderem die Stimmrechtsverhältnisse, die berechtigten Inhaber, Übertragungsregeln, mögliche Verfallsklauseln und das Zusammenspiel mit Anthropic als Public-Benefit-Unternehmen erklären.
Für Anleger geht es dabei um mehr als den Einfluss der Gründer. Aktien mit unterschiedlichen Stimmrechten können der Unternehmensführung auch nach dem Verkauf von Aktien an der Börse die strategische Kontrolle sichern. Im Gegenzug sinkt der Einfluss gewöhnlicher Aktionäre. Entscheidend werden daher die konkreten Bedingungen sein – nicht allein die Existenz eines entsprechenden Plans.
Anthropic positioniert sich stark im Geschäft mit Unternehmen, Programmierschnittstellen und Entwicklerwerkzeugen. Die annualisierte Umsatzrate von Claude Code wurde von Drittanbietern auf mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Eine weitere Analyse bezifferte den Anteil von Anthropic an den Ausgaben für Enterprise-LLM-APIs auf 32 Prozent, gegenüber 25 Prozent für OpenAI. Diese Marktanteilszahlen stammen jedoch nicht aus geprüften Unternehmensangaben.
Diese Ausrichtung ist für die IPO-Story wichtig. Geschäftskunden und API-Verträge können größere Umsätze und eine tiefere Einbindung in Arbeitsabläufe bringen. Gleichzeitig entstehen Risiken durch Kundenkonzentration, schwankende Nutzung und hohe Infrastrukturkosten.
Der S-1 sollte deshalb offenlegen, welche Kunden einen wesentlichen Umsatzanteil ausmachen und ob die genannten annualisierten Werte auf Vertragsumsätzen, tatsächlicher Nutzung, Abonnements oder einer Hochrechnung jüngster Verkäufe beruhen.
Eine sehr große Anthropic-Emission könnte den US-Markt für Börsengänge 2026 deutlich beeinflussen. Quartz zufolge hatten US-Unternehmen bis zum 19. August insgesamt 160,6 Milliarden US-Dollar über Börsengänge eingesammelt. Der Vergleichswert aus dem Rekordjahr 2021 lag bei 195,2 Milliarden US-Dollar.
Ein Deal von mindestens 75 Milliarden US-Dollar wäre demnach groß genug, um die Jahresbilanz allein deutlich über die bisherige Rekordmarke zu heben – sofern er tatsächlich in dieser Größenordnung abgeschlossen wird.
Auch diese Schlussfolgerung bleibt unter Vorbehalt. Datenanbieter zählen grenzüberschreitende Listings, Mehrzuteilungsoptionen und verbundene Aktienemissionen nicht immer auf dieselbe Weise. Die tatsächliche Wirkung auf den Markt hängt daher vom endgültigen Emissionserlös und der verwendeten Methodik ab.
Die wichtigsten Fragen sind weiterhin offen:
Bis Anthropic diese Details veröffentlicht, lässt sich seriös vor allem eines sagen: Das Unternehmen ist vertraulich in den IPO-Prozess eingestiegen, bereitet sich Berichten zufolge auf eine außergewöhnlich große Emission vor und verfügt über eine Wachstumsstory, die den US-Listing-Markt 2026 erheblich bewegen könnte. Die Rekordbehauptungen bleiben jedoch Projektionen und Medienberichte – keine endgültigen Deal-Konditionen.
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Anthropic hat am 1. Juni 2026 vertraulich einen Entwurf des Formblatts S 1 bei der US Börsenaufsicht SEC eingereicht.
Anthropic hat am 1. Juni 2026 vertraulich einen Entwurf des Formblatts S 1 bei der US Börsenaufsicht SEC eingereicht. Berichten zufolge erzielte das Unternehmen im zweiten Quartal mehr als 11,5 Milliarden US Dollar Umsatz – nach 787 Millionen US Dollar im Vorjahreszeitraum.
Ein möglicher Börsengang von mindestens 75 Milliarden US Dollar könnte die US IPO Bilanz 2026 erheblich verändern.