Der bekannte Krypto‑Analyst Michaël van de Poppe erklärte, dass der Verlust dieser Zone den Weg für eine tiefere Korrektur eröffnen könne. Sollte Bitcoin wichtige Marken nicht rasch zurückerobern, sei ein Rückgang in Richtung 60.000 Dollar denkbar.
Als entscheidende Schwelle nennt er etwa 76.600 Dollar: Erst oberhalb dieses Niveaus würde sich laut seiner Einschätzung wieder klarer Aufwärtsmomentum aufbauen.
Ein weiteres Warnsignal kommt aus der langfristigen Charttechnik. Der 200‑Tage‑gleitende Durchschnitt gilt als einer der wichtigsten Indikatoren für den übergeordneten Trend.
Nach Daten des Analyseunternehmens CryptoQuant erreichte Bitcoin diesen Durchschnitt zuletzt bei rund 82.400 Dollar, schaffte jedoch keinen nachhaltigen Ausbruch darüber. In früheren Marktphasen fungierte diese Linie häufig als starker Widerstand in Bärenmärkten.
Das Scheitern an dieser Marke deutet darauf hin, dass der langfristige Trend noch nicht wieder eindeutig bullish ist.
Auch die Stimmung unter Anlegern ist aktuell eher defensiv.
Der Crypto Fear & Greed Index, ein Indikator zur Messung der Marktpsychologie, lag zuletzt bei etwa 25 Punkten – ein Wert, der in die Kategorie „Extreme Fear“ fällt.
Der Index kombiniert mehrere Faktoren, darunter Volatilität, Handelsvolumen und Aktivität in sozialen Netzwerken. Niedrige Werte bedeuten, dass Investoren Risiken meiden und eher verkaufen oder abwarten.
Solche Phasen extremer Angst können zwar manchmal eine Gegenbewegung einleiten, kurzfristig stehen sie aber meist für Unsicherheit und schwaches Momentum.
Ein weiterer Blickwinkel kommt von sogenannten Prediction Markets – Plattformen, auf denen Trader auf zukünftige Ereignisse wetten.
Auf Polymarket zeigen aktuelle Märkte eine eher vorsichtige Einschätzung: Für einige kurzfristige Termine sehen Teilnehmer weniger als 1 % Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin über 78.000 Dollar steigt.
Solche Märkte sind keine Preisprognosen im klassischen Sinn, geben aber Einblick, wie Kapital aktuell auf verschiedene Szenarien verteilt wird.
Nach dem Bruch der Unterstützung richten sich viele Augen auf einige Schlüsselbereiche im Chart.
Wichtige Widerstände:
Mögliche Abwärtsziele:
Ein bullishes Szenario würde vor allem drei Entwicklungen erfordern:
Erst dann würde sich aus technischer Sicht wieder ein klareres Aufwärtssignal ergeben.
Trotz der aktuellen Unsicherheit lohnt sich ein Blick auf den langfristigen Kontext. Der aktuelle Rückgang folgt auf eine außergewöhnlich starke Rally, die Bitcoin im Oktober 2025 auf über 126.000 Dollar trieb – den höchsten Preis in seiner Geschichte.
In früheren Marktzyklen waren Korrekturen von 30 % bis 40 % keine Seltenheit. Sie können sowohl Teil einer Konsolidierung vor neuen Höchstständen sein als auch der Beginn eines längeren Abschwungs.
Im Moment entscheidet sich die Richtung vor allem an einer Frage: Kann Bitcoin die verlorene Unterstützung zurückerobern – oder wird sie zum neuen Widerstand?
Solange diese Antwort offen ist, bleibt auch das Risiko eines Rückgangs in Richtung 60.000 Dollar auf dem Radar vieler Trader.
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