In seinem Analysemodell spielt besonders der 50‑Wochen‑gleitende Durchschnitt eine Schlüsselrolle. Historisch fungierte diese Linie während Bullenmärkten häufig als stabile Unterstützung.
Cowen argumentiert, dass Bitcoin mehrere Wochen über dieser Marke schließen müsste, um einen echten Trendwechsel zu bestätigen. Solange das nicht geschieht, hält er weitere Schwäche oder längere Seitwärtsphasen für wahrscheinlich.
Einige Szenarien, die er skizziert, sehen sogar vor, dass sich ein möglicher Marktboden erst später im Jahr 2026 bilden könnte – ähnlich wie in früheren Zyklen nach starken Korrekturen.
Während die Kursentwicklung schwach aussieht, zeichnen die Derivatemärkte ein anderes Bild: Trader wirken ungewöhnlich vorsichtig.
Laut K33 Research deuten mehrere Kennzahlen darauf hin, dass spekulative Long‑Positionen bereits stark abgebaut wurden. Beispiele dafür sind:
Diese Signale bedeuten im Kern: Viele Marktteilnehmer sichern Risiken ab oder schließen Positionen, statt aggressiv auf steigende Kurse zu setzen.
Der Forschungschef von K33, Vetle Lunde, betont, dass sich diese Situation deutlich von früheren Crashs unterscheidet. In früheren Zyklen waren Märkte häufig stark überhebelt, bevor eine Liquidationskaskade den Kurs nach unten riss. In der aktuellen Phase spiegeln die Daten hingegen ein „einzigartig pessimistisches Sentiment“ wider.
Auch Blockchain‑Daten liefern Hinweise darauf, dass sich der Markt in einer späten Stressphase befinden könnte.
K33 beobachtet unter anderem:
Wenn weniger Investoren Gewinne realisieren, bedeutet das oft, dass es schlicht weniger profitable Verkaufsgelegenheiten gibt. Gleichzeitig zeigt ein sinkender Anteil profitabler Langzeit‑Holder, dass ein größerer Teil des Marktes Verluste trägt.
Solche Muster treten historisch häufiger in den späteren Phasen von Bärenmärkten auf als in euphorischen Hochphasen.
Trotz der schwachen Kursstruktur argumentiert K33, dass sich der aktuelle Abschwung strukturell von früheren Bärenmärkten unterscheidet.
Die großen Einbrüche der Jahre 2014, 2018 und 2022 wurden stark durch übermäßige Hebelpositionen und anschließende Liquidationsketten verstärkt. Heute scheint der Markt bereits deutlich vorsichtiger positioniert zu sein.
Das hat zwei mögliche Konsequenzen:
Analysten konzentrieren sich derzeit auf einige zentrale technische Levels:
Bleibt Bitcoin unter diesen Marken, könnte der Markt noch Monate seitwärts oder leicht abwärts tendieren. Gelingt jedoch eine nachhaltige Rückeroberung, könnte die stark bearish positionierte Marktstruktur eine schnelle Erholungsrally auslösen.
Der Bitcoin‑Bärenmarkt 2026 zeigt ein widersprüchliches Bild.
Technisch bleibt der Markt nach der Abweisung an der 200‑Tage‑Linie schwach. Gleichzeitig zeigen Derivate‑ und On‑Chain‑Daten ein außergewöhnlich pessimistisches Sentiment und defensives Positionieren der Trader.
Gerade diese Kombination – schwache Kurse, aber bereits stark negative Stimmung – könnte die Marktstruktur der kommenden Monate bestimmen: entweder eine längere Phase langsamer Schwäche oder die Grundlage für eine überraschend kräftige Erholung.
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