Frankreich fordert für den EU Haushalt 2028–2034 zusätzliche Einnahmen von mehr als 60 Milliarden Euro pro Jahr. Das Paket der EU Kommission umfasst Einnahmen aus Emissionshandel und CO₂ Grenzausgleich, Elektroschrott, Tabak und Großunternehmen.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is France’s proposal for raising more than €60 billion through new EU-wide taxes to fund the European Union’s 2028–2034 seven-year budg. Article summary: France is pressing for an EU “own-resources” basket that raises more than €60 billion a year, chiefly to fund defence, competitiveness and debt servicing in the 2028–34 budget while reducing the need for larger direct na. Topic tags: general, government, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake n
Frankreich erhöht den Druck auf eine neue Einnahmebasis für die Europäische Union: Für den mehrjährigen EU-Haushalt 2028–2034 sollen nach dem Willen von Paris mehr als 60 Milliarden Euro pro Jahr zusammenkommen. Gemeint ist kein isolierter französischer Plan, sondern vor allem eine politische Aufwertung des Eigenmittelpakets, das die EU-Kommission im Juli 2025 vorgelegt hat. Die zusätzlichen Mittel sollen gemeinsame Ausgaben etwa für Verteidigung und Wettbewerbsfähigkeit finanzieren und zugleich höhere Überweisungen aus den nationalen Haushalten begrenzen. 7
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Wichtig ist die Begriffsklärung: Häufig ist von neuen „EU-Steuern“ die Rede. Die EU besitzt jedoch keine allgemeine Befugnis, selbst Steuern zu erheben. Vorgesehen wären vielmehr festgelegte Anteile bestimmter Einnahmen oder nationale Beiträge im System der sogenannten Eigenmittel. 4
Die Kommission schlägt fünf neue Einnahmequellen vor:
Die fünf neuen Eigenmittel sollen zusammen 43,9 Milliarden Euro pro Jahr zu Preisen von 2025 beziehungsweise 49,4 Milliarden Euro zu laufenden Preisen einbringen. Einschließlich geplanter Anpassungen bei bestehenden Eigenmitteln veranschlagt die Kommission 58,2 Milliarden Euro jährlich zu Preisen von 2025 oder 65,6 Milliarden Euro zu laufenden Preisen. An dieser zweiten Zahl orientiert sich Frankreichs Forderung nach mehr als 60 Milliarden Euro. 17
Am ehesten zeichnen sich Kompromisse bei den klimabezogenen Einnahmen und beim Elektroschrott ab. Der Anteil aus dem bestehenden Emissionshandel knüpft an ein bereits etabliertes System an. CBAM soll Einnahmen aus CO₂-intensiven Importen sichern, während die Elektroschrott-Regel zur Kreislaufwirtschaftsstrategie der EU passt. In den Verhandlungen gelten CBAM und Elektroschrott als besonders aussichtsreiche Kandidaten für einen Konsens. 2
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Deutlich schwieriger dürften zwei andere Punkte werden:
Bei allen Summen handelt es sich um Schätzungen, nicht um garantierte Einnahmen. Sie hängen unter anderem von CO₂-Preisen, Importmengen, Daten zur Abfallsammlung und der endgültigen Ausgestaltung der Regelungen ab. 17
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Die französische Position hängt eng mit der angespannten Haushaltslage des Landes zusammen. Die EU-Kommission bezifferte das französische Staatsdefizit für 2025 und 2026 auf jeweils 5,1 % des Bruttoinlandsprodukts; zugleich dürften die Zinsausgaben weiter steigen. 28
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Mehr Einnahmen auf EU-Ebene wären für Paris daher eine Möglichkeit, gemeinsame Vorhaben zu finanzieren, ohne sich ausschließlich auf höhere nationale Beiträge stützen zu müssen. Für ein Land mit begrenztem Spielraum für zusätzliche Schulden oder nationale Steuererhöhungen ist das politisch besonders relevant. Frankreich wendet sich zudem gegen eine Verkleinerung des nächsten EU-Haushalts. 34
Über das Paket mit fünf Punkten hinaus möchte Frankreich weitere EU-weite Einnahmen ausloten – etwa bei großen Technologiekonzernen, darunter Plattformen mit US-Bezug, sowie bei ausländischen Verursachern von Umweltbelastungen. Damit soll die Finanzierung weniger stark von den Beiträgen der Mitgliedstaaten abhängen. 34
Im Europäischen Parlament und bei der Kommission werden außerdem folgende Optionen diskutiert:
Diese Vorschläge sind nicht Teil des Eigenmittelpakets vom Juli 2025. Sie bleiben zusätzliche Diskussionsoptionen und sind nicht als EU-Einnahmen beschlossen. 3
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EU-Ratspräsident António Costa strebt eine politische Einigung über den Einnahmekorb im Oktober 2026 an. Anschließend soll bis Ende 2026 eine Vereinbarung über den gesamten mehrjährigen Finanzrahmen für 2028–2034 folgen. 6
Das sind politische Zieltermine, keine sicheren Fristen für das Inkrafttreten. Beschlüsse über EU-Eigenmittel benötigen die einstimmige Zustimmung der Mitgliedstaaten und müssen nach den jeweiligen nationalen Verfassungsverfahren ratifiziert werden. Gerade die umstrittenen Beiträge von Unternehmen und aus Tabaksteuern könnten den Zeitplan daher noch gefährden. 6
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Frankreich fordert nicht eine einzelne neue Abgabe von 60 Milliarden Euro. Paris wirbt für ein Bündel von Einnahmequellen: Die fünf neuen Vorschläge der Kommission stehen für rund 44 Milliarden Euro jährlich; zusammen mit Änderungen bei bestehenden Eigenmitteln ergibt sich ein Betrag von mehr als 60 Milliarden Euro zu laufenden Preisen. Politisch am wenigsten umstritten sind bislang Einnahmen aus Emissionshandel, CO₂-Grenzausgleich und Elektroschrott. Bei Unternehmens-, Tabak-, Digital-, Krypto- und Glücksspielabgaben stehen die härteren Verhandlungen noch bevor. 6
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Frankreich fordert für den EU Haushalt 2028–2034 zusätzliche Einnahmen von mehr als 60 Milliarden Euro pro Jahr.
Frankreich fordert für den EU Haushalt 2028–2034 zusätzliche Einnahmen von mehr als 60 Milliarden Euro pro Jahr. Das Paket der EU Kommission umfasst Einnahmen aus Emissionshandel und CO₂ Grenzausgleich, Elektroschrott, Tabak und Großunternehmen.
Besonders konsensfähig gelten derzeit Einnahmen aus CO₂ Instrumenten und nicht gesammeltem Elektroschrott; die Abgaben auf Unternehmen und Tabak sind umstrittener.