Die frühere HDB-Führungskraft Tan Chew Ling soll ihre Stellung genutzt haben, um an Wohnungsinformationen zu gelangen, die sie weder abrufen noch behalten durfte. Laut Berichten über die Gerichtsunterlagen griff sie am 27. und 28. April 2024 insgesamt 161-mal auf eine Datenbank für Wohnungsverwaltungsunterlagen zu. HDB steht für Housing & Development Board, Singapurs staatliche Wohnungsbehörde.
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Um welche Unterlagen geht es?
Tan soll drei Dokumente behalten haben: eine Schätzung der Mieteinnahmen für eine Zwei-Zimmer-Einheit in den Duo Residences sowie zwei Eingaben zur zwangsweisen Übernahme von Wohnungseigentum. Hinzu kommen Informationen über sieben HDB-Wohnungen in Toa Payoh, Pasir Ris, Geylang, Queenstown, Bedok, Tampines und Bishan. Die Einheit in den Duo Residences ist nicht eine dieser sieben HDB-Wohnungen.
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Welche Rolle spielte ihre Position?
Tan war bei der HDB Gruppendirektorin für Liegenschaftsverwaltung und Immobilien. Den Berichten zufolge konnte sie die Unterlagen und Informationen aufgrund dieser Position erlangen. Der Vorwurf lautet jedoch, dass sie keine Berechtigung hatte, auf das fragliche Material zuzugreifen oder es zu behalten. Ihre Führungsposition allein wäre dafür keine Erlaubnis gewesen.
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Was ist der Stand vor Gericht?
Tan wird ein Verstoß gegen den Computer Misuse Act und ein Verstoß gegen den Official Secrets Act vorgeworfen. Die Zahl 161 bezeichnet die mutmaßlichen Datenbankzugriffe, nicht die Anzahl der Anklagepunkte. Bei einem weiteren Gerichtstermin am 16. September 2026 wurde der Fall nicht abgeschlossen; eine vorbereitende Verfahrenskonferenz wurde für den 20. Oktober angesetzt. Die berichteten Vorwürfe betreffen unbefugten Zugriff und das Behalten von Informationen – nicht die Feststellung, Tan habe sie verkauft oder weitergegeben.
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