2. Pkw‑Portfolio neu aufbauen
Parallel dazu plant Ford eine neue Generation von Pkw speziell für Europa. Diese Fahrzeuge sollen sogenannte „Multi‑Energy“-Antriebe nutzen – also je nach Modell als Hybrid oder als vollelektrische Variante angeboten werden.
Das langfristige Ziel: ein „nachhaltig profitables“ Europageschäft nach Jahren der Umstrukturierung.
Bis Ende 2029 will Ford insgesamt sieben neue Fahrzeuge für Europa vorstellen. Die Aufteilung:
Nicht alle Modelle sind bereits offiziell benannt. Einige Fahrzeuge oder Segmente wurden jedoch bereits genannt oder angedeutet.
Zu den auffälligsten Neuzugängen gehört ein Bronco‑SUV für Europa. Produziert werden soll er im Ford‑Werk Almussafes bei Valencia in Spanien, voraussichtlich ab etwa 2028.
Der Bronco erfüllt mehrere strategische Aufgaben:
Ford beschreibt die kommende Pkw‑Generation außerdem als Fahrzeuge mit Offroad‑DNA und Rallye‑inspiriertem Fahrcharakter, was gut zur Markenpositionierung des Bronco passt.
Ford plant außerdem die Rückkehr in das europäische Kleinwagensegment mit einem kleinen Elektro‑Hatchback für den Stadtverkehr.
Dieses Segment bleibt in Europa wichtig, weil:
Berichten zufolge könnte dabei ein bekannter Ford‑Modellname zurückkehren, endgültige Details wurden jedoch noch nicht bestätigt.
Ein weiteres geplantes Modell ist ein kleiner Elektro‑SUV, der auf eines der derzeit am schnellsten wachsenden Segmente Europas zielt.
SUVs sind in vielen europäischen Märkten inzwischen das dominierende Fahrzeugformat – auch im elektrischen Bereich.
Neben Pkw gehören auch zwei neue Arbeitsfahrzeuge zum Plan. Dazu zählen unter anderem:
Damit baut Ford seine traditionell starke Position im europäischen Transporter‑ und Flottenmarkt weiter aus.
Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist eine Kooperation mit der Renault Group.
Die Vereinbarung sieht vor:
Die Partnerschaft soll Entwicklungskosten senken und Ford helfen, schneller wettbewerbsfähige Elektroautos für Europa auf den Markt zu bringen – besonders angesichts zunehmender Konkurrenz durch chinesische Hersteller und etablierte europäische Marken.
Während einige Hersteller ausschließlich auf batterieelektrische Fahrzeuge setzen, verfolgt Ford bewusst eine gemischte Strategie aus EVs und Hybriden.
Dafür gibt es mehrere Gründe:
Die neue Strategie kommt nach einer längeren Schwächephase für das Unternehmen auf dem Kontinent.
Zu den Problemen der letzten Jahre gehörten:
Mit neuen Modellen, einer klareren Markenpositionierung und Kooperationen in der EV‑Entwicklung will Ford diesen Trend umkehren.
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