Diese Ablehnung ist inzwischen flächendeckend. Eine Umfrage von Zhaopin und der Peking-Universität aus dem Jahr 2025 ergab, dass 68 % der urbanen Angestellten zwischen 22 und 30 Jahren Arbeitgeber aktiv meiden, die in Stellenanzeigen Begriffe wie „hohe Belastbarkeit“ oder „schnelles Tempo“ verwenden . Statt einer Beförderung suchen die Jungen heute nach „flexiblen Kernarbeitszeiten“ und der Zusicherung, am Wochenende nicht angerufen zu werden . Fast 60 % der Arbeitnehmer unter 30 Jahren lehnen eine Beförderung in Führungspositionen grundsätzlich ab .
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in China machen den Ausstieg aus dem Hamsterrad nicht nur wünschenswert, sondern auch mathematisch möglich:
Der Arbeitsmarkt in den Städten ist nicht nur stressig, er schrumpft auch für diejenigen, die zurückkehren wollen:
Die Kräfteverhältnisse verstärken sich gegenseitig:
Der Trend ist mittlerweile so stark, dass die heimische Presse ihn als eigenständige Welle beschreibt. Ein deutliches Zeichen für die Besorgnis der Regierung ist eine Stellungnahme des chinesischen Ministeriums für Staatssicherheit, das „ausländische Kräfte“ dafür verantwortlich macht, junge Menschen zum Rückzug aus dem Arbeitsleben zu ermutigen. Dies zeigt, dass der Exodus der „Lying Flat“-Bewegung als echte Herausforderung für das chinesische Wachstumsmodell angesehen wird .