Der GEP Global Supply Chain Volatility Index stieg im Mai 2026 auf 1,64 – den höchsten Wert seit der Krise 2022, mit besonders starken Störungen in Asien sowie wachsendem Druck in Europa und Nordamerika [6]. Unternehmen bauen weltweit wieder Sicherheitsbestände auf, um sich gegen mögliche Energieengpässe, Preissteig...

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is driving the sharp rise in global supply chain stress to its highest level since 2022 amid the Iran war, and how are energy-market di. Article summary: Global supply-chain stress is rising because the Iran war has turned an already fragile logistics and energy backdrop into a precautionary inventory cycle: firms are buying early, stockpiling inputs, and competing for tr. Topic tags: general, general web, user generated. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "Supply chain disruptions brought on by the conflict in Iran are expected to continue driving inflation higher across the globe, as shipping delays push energy prices and shopping c" source context "Report: Iran War Drives Surge in Manufacturing Costs | SupplyChainBrain" Reference image 2: visual subject "Supply c
Die globalen Lieferketten geraten 2026 erneut unter erheblichen Druck. Mehrere Faktoren treffen gleichzeitig aufeinander: geopolitische Spannungen im Nahen Osten, Unsicherheit auf den Energiemärkten, steigende Transportkosten und eine Welle von vorsorglichen Bestellungen durch Industrieunternehmen.
Ein zentraler Indikator dafür ist der GEP Global Supply Chain Volatility Index, der im Mai 2026 auf 1,64 gestiegen ist – der höchste Wert seit der Störungsphase nach der Pandemie im Jahr 2022. Regional zeigen die Daten deutliche Belastungen in allen wichtigen Industriezentren: Asien 3,79, Europa 1,64, Nordamerika 1,52 und Großbritannien 0,96 .
Unter der Oberfläche dieser Zahlen wirken mehrere miteinander verbundene Entwicklungen.
Der Konflikt im Nahen Osten hat die Unsicherheit über Energieversorgung und wichtige Handelsrouten deutlich erhöht. Für die Industrie sind stabile Energiepreise und zuverlässige Transportwege entscheidend – von der Produktion in Fabriken bis hin zu globalen Frachtnetzwerken.
Konjunkturumfragen zeigen bereits Auswirkungen. Laut den Einkaufsmanagerindizes (PMI) von S&P Global verbesserte sich das weltweite Wachstum zwar leicht nach einem kriegsbedingten Einbruch im März, insgesamt bleibt die Expansion jedoch schwach. Gründe sind Lieferverzögerungen, steigende Preise und eine außergewöhnlich hohe geopolitische Unsicherheit .
Energie spielt dabei eine Schlüsselrolle: Viele Industrien – etwa Chemie, Metall oder Transport – sind stark von stabilen Brennstoffpreisen und verfügbarer Energie abhängig.
Ein besonders wichtiger Treiber der aktuellen Spannungen ist der vorsorgliche Lageraufbau.
Unternehmen weltweit bauen Sicherheitsbestände so schnell auf wie seit der Lieferkettenkrise nach der Pandemie nicht mehr. Ziel ist es, sich Materialien und Komponenten zu sichern, bevor Preise weiter steigen oder Lieferungen schwieriger werden .
Dieses Verhalten erzeugt eine Art globales "Bestellrennen". Wenn viele Firmen gleichzeitig Vorräte anlegen, steigt die Nachfrage nach denselben Rohstoffen, Bauteilen und Transportkapazitäten kurzfristig stark an – selbst wenn die tatsächliche Nachfrage nach Endprodukten kaum wächst.
Die zunehmende Belastung zeigt sich auch in klassischen Logistikindikatoren.
Daten rund um den GEP‑Index zeigen mehrere Warnsignale:
Steigende Frachtkosten und knappe Rohstoffe verstärken sich gegenseitig. Höhere Kosten für Materialien und Logistik werden oft entlang der Lieferkette weitergegeben – was wiederum neue Preissteigerungen auslösen kann.
Europa gehört zu den Regionen, in denen die Belastung der Lieferketten besonders deutlich sichtbar ist. Der regionale Wert des Volatilitätsindex liegt ebenfalls bei 1,64 und damit auf globalem Niveau .
Vor allem stark industrialisierte Länder mit energieintensiver Produktion und komplexen Zuliefernetzwerken reagieren empfindlich auf Störungen bei Energie, Transport oder Vorprodukten.
Deutschland liefert ein Beispiel für diese gemischte Lage: Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie stieg zuletzt auf 52,2 Punkte – ein Zeichen für Wachstum. Gleichzeitig berichten Unternehmen bereits von Lieferproblemen infolge des Iran‑Konflikts .
Das bedeutet: Die Produktion kann steigen, während die zugrunde liegenden Lieferketten gleichzeitig unter Druck stehen.
Der aktuelle Lageraufbau verzerrt wichtige Konjunkturindikatoren.
Normalerweise deuten steigende Auftragseingänge oder höhere PMI‑Werte auf wachsende Nachfrage hin. Doch wenn Unternehmen Bestellungen vorziehen, um ihre Lager zu füllen, kann die Industrieproduktion kurzfristig stärker aussehen, als es die tatsächliche Endnachfrage rechtfertigt .
Analysten warnen daher, dass ein Teil der aktuellen Produktionssteigerungen lediglich diesen Inventarzyklus widerspiegelt. Sollte die Konsumnachfrage später nicht mithalten, könnten Unternehmen gegen Ende 2026 auf überfüllten Lagern sitzen.
Störungen in Lieferketten wirken häufig direkt auf die Inflation.
Wenn Transport teurer wird, Materialien knapp sind und Firmen zusätzlich Vorräte aufbauen, steigen die Produktionskosten vieler Branchen gleichzeitig. Diese Kosten werden teilweise an Verbraucher weitergegeben – ein Szenario, das auch Zentralbanken wieder stärker im Blick haben .
Das Muster erinnert an die Lieferkettenkrise von 2021 bis 2022, als Engpässe, steigende Frachtpreise und aggressiver Lageraufbau sich gegenseitig verstärkten.
Ob sich die Situation innerhalb der nächsten 6 bis 12 Monate normalisiert, hängt von mehreren Entwicklungen ab.
Erstens müsste sich die geopolitische Lage stabilisieren, damit Energiepreise und Transportwege berechenbarer werden. Zweitens brauchen Frachtmärkte Zeit, um sich nach der aktuellen Nachfragewelle wieder auszubalancieren. Drittens müsste der vorsorgliche Lageraufbau nachlassen, sobald Unternehmen ihre Bestände wieder aufgefüllt haben.
Sollten diese Bedingungen eintreten, könnte der Druck auf die Lieferketten schrittweise nachlassen. Bleiben Energieprobleme bestehen oder setzen Unternehmen ihr Horten von Materialien fort, könnten hohe Kosten, Engpässe und längere Lieferzeiten jedoch bis 2027 anhalten .
Fest steht: Die Situation erreicht zwar noch nicht die extremen Verwerfungen der Pandemiezeit – doch viele Frühindikatoren zeigen, dass das globale Liefernetz erneut unter erheblichem Stress steht.
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Der GEP Global Supply Chain Volatility Index stieg im Mai 2026 auf 1,64 – den höchsten Wert seit der Krise 2022, mit besonders starken Störungen in Asien sowie wachsendem Druck in Europa und Nordamerika [6].
Der GEP Global Supply Chain Volatility Index stieg im Mai 2026 auf 1,64 – den höchsten Wert seit der Krise 2022, mit besonders starken Störungen in Asien sowie wachsendem Druck in Europa und Nordamerika [6]. Unternehmen bauen weltweit wieder Sicherheitsbestände auf, um sich gegen mögliche Energieengpässe, Preissteigerungen und Lieferprobleme infolge des Iran‑Kriegs abzusichern [1][3].
Engpässe bei Materialien und rekordhohe Transportkosten verstärken Inflationsrisiken und verzerren Konjunkturdaten, da ein Teil der Industrienachfrage durch Lageraufbau statt echte Endnachfrage entsteht [1][3][4].