Bei einer elektronischen Musikveranstaltung im Aarauer Schachen sind in der Nacht zum Sonntag mehrere Schüsse gefallen. Nach vorläufigen Angaben der Kantonspolizei Aargau starb eine Person, fünf weitere wurden verletzt – einige von ihnen schwer. Der oder die mutmaßlichen Täter waren zunächst unbekannt, ein Motiv wurde nicht genannt.
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Was geschah – und wann?
Die Polizei wurde kurz nach 2.30 Uhr alarmiert. Andere Berichte verorten die Schüsse kurz vor 3 Uhr; die genaue Abfolge war zunächst Gegenstand der Ermittlungen. Schauplatz war das Areal der Pferderennbahn im Schachen, wo der «Aarau Rave» beziehungsweise «Aarau Rave VOL. 7» stattfand.
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Nach Medienberichten besuchten rund 3.500 Menschen die jährliche Techno-Veranstaltung zwischen Samstagnachmittag und dem frühen Sonntagmorgen.
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Ein Toter und fünf Verletzte
Der vorläufige Opferstand lautet: eine tote Person und fünf Verletzte. Einige der Verletzten sollen sich in schwerem Zustand befinden. Namen, Alter und individuelle Angaben zum Gesundheitszustand wurden in den vorliegenden Berichten nicht veröffentlicht.
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In den ersten Polizeimeldungen war zunächst lediglich von «mehreren Opfern» die Rede. Auch die Frage, ob es Tote gab, blieb anfangs offen. Die später unterschiedlichen Zahlen spiegeln daher den Informationsstand während des laufenden Einsatzes wider.
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Video und Aussagen von Augenzeugen
Ein von der Schweizer Zeitung Blick veröffentlichtes beziehungsweise erworbenes Video soll mehrere aufeinanderfolgende Schüsse aufgenommen haben. In einem Bericht werden die Geräusche auf etwa 2.35 Uhr datiert. Die Echtheit des Videos konnte jedoch nicht unabhängig überprüft werden. Es belegt weder, wer geschossen hat, noch von welchem Ort die Schüsse kamen.
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Medien zitierten außerdem Augenzeugen, die die Geräusche zunächst für Feuerwerk hielten. Solche Schilderungen machen die Verwirrung vor Ort nachvollziehbar, liefern aber noch keine gesicherte Rekonstruktion des Tatablaufs.
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Das bislang verfügbare Bild- und Augenzeugenmaterial dokumentiert damit vor allem die Panik und den anschließenden Großeinsatz. Die Identität des Schützen, die verwendete Waffe und die genaue Reihenfolge der Ereignisse bleiben offen.
Gab es einen oder mehrere Schützen?
Die Kantonspolizei Aargau sprach vom unbekannten «Täter oder den unbekannten Tätern». Damit schlossen die Ermittler mehrere Beteiligte nicht aus. Das ist jedoch keine Bestätigung, dass tatsächlich mehr als eine Person geschossen hat. Zum maßgeblichen Berichtszeitpunkt war weder ein Verdächtiger öffentlich identifiziert noch festgenommen worden.
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Großeinsatz und Zeugenaufruf
Die Kantonspolizei Aargau leitete am Veranstaltungsort einen Großeinsatz ein. Polizeikräfte, Ambulanzen und die Feuerwehr waren nach Berichten an der Pferderennbahn im Einsatz. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, das Gebiet zu meiden.
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Zudem bat die Polizei alle Anwesenden, relevante Fotos oder Videos zur Verfügung zu stellen. Solche Aufnahmen könnten helfen, die zeitliche Abfolge zu bestimmen, weitere Zeugen ausfindig zu machen und zu klären, ob aus einer oder aus mehreren Richtungen geschossen wurde.
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Täter und Motiv weiterhin unbekannt
Zum letzten verfügbaren Berichtsstand gab es weder eine Festnahme noch eine öffentliche Mitteilung zu einem Verdächtigen oder einem Motiv. Auch die genauen Umstände waren laut Polizei weiterhin unklar. Deshalb wäre es verfrüht, den Vorfall als Terrorakt, gezielten Angriff, Streit oder wahllose Attacke einzuordnen.
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Schüsse mit mehreren Opfern sind in der Schweiz ungewöhnlich. Der Fall in Aarau sollte jedoch nicht mit der früheren Schießerei im aargauischen Würenlingen gleichgesetzt werden. Diese ereignete sich im Mai 2015, nicht 2016: Ein 36-jähriger Mann tötete dort vier weitere Menschen – drei Angehörige und einen Nachbarn – und nahm sich anschließend selbst das Leben. Die Behörden stuften die Tat als familiären beziehungsweise beziehungsbezogenen Konflikt ein.
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In Würenlingen handelte es sich um eine Gewalttat im privaten, familiären Umfeld mit einem bekannten mutmaßlichen Schützen, der am Tatort starb. Die Ermittlungen in Aarau betreffen dagegen Schüsse bei einer öffentlichen Musikveranstaltung; Zahl der Schützen, Motiv und Identität des Schützen sind weiterhin ungeklärt.