Für Anlegerinnen und Anleger heißt das: Der EM-Trade ist bei Citi vor allem ein Gewinnwachstums- und KI-Infrastruktur-Trade — nicht einfach eine Wette darauf, dass Schwellenländer generell billig sind.
Citis Argumentation ruht auf drei Säulen.
Erstens: Die Gewinnperspektive sieht im Vergleich zu anderen großen Regionen stark aus. Citi Research erwartet, dass Schwellenländer 2026 das höchste Gewinnwachstum unter den großen Regionen liefern; der Konsens liegt bei rund 17 % EPS-Wachstum .
Zweitens: Das Makroumfeld könnte helfen. Citi verweist auf erwartete Zinssenkungen der Fed und ein Szenario einer globalen „weichen Landung“ — also nachlassender Inflation ohne schweren Wachstumseinbruch — als Unterstützung für Schwellenländer-Aktien . Citi Wealth beschreibt für Anfang 2026 ebenfalls ein konstruktives Umfeld, in dem Unternehmensgewinne und globales Wachstum von günstiger Geld- und Fiskalpolitik getragen werden
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Drittens: KI ist inzwischen ein zentraler Teil der EM-Story. In Citis offiziellen Kernaussagen zu China- und Indien-Aktien werden attraktive Bewertungen von KI-Aktien ausdrücklich als ein Treiber des konstruktiven globalen EM-Ausblicks genannt . Citi Wealth hebt Technologie zudem als langfristigen Kernbestandteil hervor und verweist auf Chancen in KI-Infrastruktur
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Der KI-Bezug ist entscheidend, weil die Technologiewerte in Schwellenländern bereits stark auf dieses Thema reagieren. Citis „EM Equity Strategy Compass“ hielt fest, dass EM Tech seit der ersten Zollpause von Präsident Trump um rund 50 % gestiegen war — unterstützt durch vergleichsweise milde Zollergebnisse und neues Vertrauen in das Thema künstliche Intelligenz . Citi beobachtete außerdem, dass sich das KI-Thema zuletzt wieder durch eine starke Outperformance globaler Technologiewerte durchgesetzt hatte
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Im Zentrum dieser Aktiengeschichte stehen Halbleiter. Drittanbieter-Berichte zu Citis 2026-Playbook beschreiben Halbleiter als bevorzugten Wachstumssektor, gestützt durch Nachfrage nach KI-Infrastruktur und positive Gewinnrevisionen . Eine separate Citi-nahe Halbleiterberichterstattung berichtet, dass die Bank den KI-Superzyklus bis 2026 anhalten sieht, zugleich aber vor einem weniger attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis warnt
. Citis Asien-Kommentar hebt außerdem Taiwans zentrale Rolle in der KI-Revolution hervor, weil dort kritische Komponenten für diese Technologie gefertigt werden
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Der praktische Punkt: Die KI-Wette ist nicht nur eine Geschichte großer US-Technologiekonzerne. Sie läuft auch über asiatische Hardware, Chip-Lieferketten und Gewinnrevisionen auf Länderebene.
Das größte Risiko ist, dass Bewertungen schneller steigen als die Gewinne. Citis „Global Equity Quarterly“ nennt überzogene Bewertungen als wichtigste Sorge, weil sie weiteres Kurspotenzial begrenzen könnten, falls das EPS-Wachstum nicht liefert . Genau das ist für KI-nahe Märkte relevant: Die Erwartungen sind hoch, und Enttäuschungen können sich schnell in Volatilität niederschlagen.
Hinzu kommen länderspezifische Risiken. Für China nennt Citi den Immobilienmarktausblick und die alternde Bevölkerung als Herausforderungen, auch wenn politische Unterstützung für technologische Eigenständigkeit und Exporte Rückenwind liefern kann . Bei Indien erklärt sich die berichtete neutrale Haltung aus der Sorge, dass viel Wachstum bereits eingepreist ist, sowie aus Währungsrisiken
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Citis Schwellenländer-Strategie für 2026 ist selektiv und KI-bewusst: konstruktiv gegenüber EM-Aktien insgesamt, aber mit stärkerem Fokus auf Märkte, in denen KI-Infrastruktur, Halbleiter und Gewinnwachstum zusammenfallen. Am klarsten wird diese Ausrichtung in den berichteten Präferenzen für China und Südkorea; Indien bleibt vorsichtiger eingestuft.
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