Genau dieses Muster scheint sich erneut zu zeigen:
Laut CryptoQuant erinnert diese Struktur stark an März 2022, als Bitcoin zunächst etwa 43 % von seinem damaligen Tief erholte, an derselben technischen Marke scheiterte und anschließend wieder in einen Abwärtstrend überging.
Ein weiterer Hinweis auf schwächere Marktbedingungen kommt vom Bull Score Index von CryptoQuant. Dieser zusammengesetzte Indikator bündelt mehrere On‑Chain‑Datenpunkte, darunter Netzwerkaktivität, Liquidität und Investorengewinne.
Aktuell liegt der Index bei etwa 20 von 100 Punkten, was CryptoQuant als extrem bärisches Marktumfeld bezeichnet.
Solche niedrigen Werte deuten typischerweise auf:
Historisch traten ähnliche Werte eher in längeren Schwächephasen auf als während stabiler Bullenmärkte.
Auch auf der Kapitalflussseite gibt es Gegenwind. Daten zeigen, dass US‑Spot‑Bitcoin‑ETFs zuletzt Nettoabflüsse verzeichneten.
Diese Entwicklung ist wichtig, weil die ETFs seit ihrer Einführung eine der zentralen Quellen institutioneller Nachfrage waren. Drehen die Kapitalströme ins Negative, verliert der Markt einen bedeutenden Kaufmotor.
Neben kryptospezifischen Faktoren spielt auch das globale Finanzumfeld eine Rolle.
Mehrere Entwicklungen erhöhen aktuell den Druck auf Risikoanlagen:
Steigende Renditen erhöhen die Attraktivität sicherer Anlagen wie Staatsanleihen. Für Investoren bedeutet das: Der sogenannte Opportunitätskosten‑Effekt steigt – Kapital kann aus risikoreicheren Märkten wie Kryptowährungen abgezogen werden.
Sollte der Abwärtsdruck anhalten, beobachten Händler mehrere entscheidende Preisbereiche.
76.000 $ – kurzfristige Unterstützung
Der Bereich um 76.000 $ hat in den jüngsten Rücksetzern mehrfach gehalten und gilt derzeit als wichtigste kurzfristige Unterstützung.
Rund 70.000 $ – wichtige On‑Chain‑Zone
Analysen von CryptoQuant sehen etwa 70.000 $ als zentrale Unterstützung, die mit On‑Chain‑Kostenbasen und realisierten Preisen vieler Trader zusammenhängt.
Sollten diese Marken fallen, warnen einige Analysten vor einer tieferen Korrektur – ähnlich der Entwicklung nach der gescheiterten Erholungsrallye im Jahr 2022.
Insgesamt befindet sich Bitcoin derzeit in einer heiklen Phase. Technischer Widerstand, schwächere institutionelle Kapitalflüsse und ein strafferes Makroumfeld treffen zeitgleich aufeinander.
Die entscheidende Frage für den Markt lautet nun, ob Käufer die Unterstützungszonen um 76.000 $ und später 70.000 $ verteidigen können. Gelingt das, könnte sich der Kurs stabilisieren und einen neuen Ausbruchsversuch starten. Scheitert diese Verteidigung, könnte sich die Parallele zur Marktstruktur von 2022 weiter verstärken.
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