CATL will 2027 vollständig feste Batteriezellen in kleinen Stückzahlen produzieren. Das wäre ein Schritt, um Fertigungsprozesse zu erproben und Zellen unter realen Bedingungen im Fahrzeug zu prüfen – kein Marktstart in großem Maßstab. CATL-Chef Robin Zeng stufte die Technologie im Juni 2026 bei TRL 4 von neun Reifegradstufen ein. Dass solche Batterien noch vor 2030 in rund einer Million Fahrzeuge eingebaut werden, hält er für sehr unwahrscheinlich.
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Was bedeutet das Ziel für 2027?
TRL steht für den technischen Reifegrad einer Technologie. CATLs Chefwissenschaftler Wu Kai hat TRL 7 oder 8 bis 2027 als Ziel genannt. Damit könnten Pilotfertigung und Tests unter realen Einsatzbedingungen möglich werden. Es ist jedoch ein angestrebter Fortschritt, nicht der bereits erreichte Stand. Selbst erfolgreiche Fahrzeugtests würden noch nicht zeigen, ob CATL die Zellen dauerhaft in großen Mengen, gleichbleibender Qualität und zu vertretbaren Kosten herstellen kann.
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Einige Testfahrzeuge vor 2030 wären deshalb kein Widerspruch zu Zengs Einschätzung über die Millionen-Marke. Solange technische Hürden und Kosten hoch bleiben, könnten erste Anwendungen auf teurere Fahrzeuge beschränkt sein.
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Was sagen die Angaben zu den Pilotlinien aus?
Der Branchendienst Shanghai Metals Market (SMM) beschreibt für den Standort Yibin eine geplante Pilot- beziehungsweise Prototypenlinie mit rund 2 GWh Kapazität. Die Inbetriebnahme der Ausrüstung sei für die zweite Hälfte 2026 vorgesehen, erste Kleinserienversuche für 2027. In einem anderen Bericht nennt SMM eine sulfidbasierte Pilotlinie mit 5 GWh in Hefei, die demnach bereits im Mai 2025 in Betrieb genommen wurde. Es handelt sich um verschiedene Standorte; aus den Kapazitätsangaben lässt sich nicht ableiten, wie viele für Autos geeignete Zellen die Linien tatsächlich liefern können. Zudem unterscheiden sich die SMM-Berichte beim Stand der Inbetriebnahme in Yibin.
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Die Nennkapazität einer Anlage beschreibt ihren vorgesehenen Ausstoß, nicht die Menge zuverlässig produzierter und nutzbarer Zellen. Bei vollständig festen Batterien zählt unter anderem, ob die Kontaktflächen zwischen festen Materialien dauerhaft funktionieren und sich gute Einzelzellen mit konstantem Ergebnis fertigen lassen. Hinzu kommen die Materialkosten: Berichte über die Arbeit des Herstellers Gotion nennen den festen Elektrolyten, insbesondere Lithiumsulfid, als großen Kostenfaktor bei sulfidbasierten Batterien. Das sind keine offengelegten Kosten für CATLs künftige Zellen.
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Ziehen andere Hersteller schneller nach?
Auch BYD strebt Berichten zufolge kleine Stückzahlen für 2027 und eine deutlich größere Produktion um 2030 an. Geely hat ebenfalls eine Pilotfertigung für 2027 in Aussicht gestellt. Die gemeinsamen Zieljahre machen den Unterschied zwischen einem ersten Fertigungsschritt und einer breiten Versorgung des Elektroautomarkts nicht kleiner. Aussagekräftiger als die Eröffnung einer Pilotlinie wären nachgewiesene Stückzahlen geeigneter Zellen, dauerhaft gute Fertigungsergebnisse, überzeugende Fahrzeugtests und belastbare Kosten.
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