Die „Investment Apokalypse“ ist eher eine taktische Warnung vor überfüllten Risiko Positionen als eine präzise Crash Prognose für September. Michael Hartnett bevorzugt Gold als Absicherung gegen Dollar Abwertung, Verluste am Anleihemarkt und eine mögliche Vermögenspreisinflation; Goldfonds verzeichneten zuletzt Zufl...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is Bank of America’s “investment apocalypse” warning for September—given seasonal second-year presidential-cycle weakness in the Nasdaq. Article summary: “Investment apocalypse” is best understood as a short-term risk warning—not a forecast of an inevitable crash. BofA’s case is that September combines stretched risk appetite, elevated long-bond yields, AI-financing/bubbl. Topic tags: general, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Die dramatische Formulierung von Bank of America (BofA) sollte vor allem als Warnung vor übermäßiger Risikokonzentration und kurzfristiger Euphorie verstanden werden – nicht als Beweis dafür, dass die Märkte im September zwangsläufig einbrechen. Im Mittelpunkt stehen stark in Risikoanlagen investierte Anleger, steigende langfristige Finanzierungskosten, Kreditrisiken und wachsende Zweifel an den Ausgaben rund um künstliche Intelligenz (KI).\n\nDer BofA Bull-&-Bear-Indikator stieg auf 9,5 und liegt damit tief im sogenannten Verkaufsbereich. Allerdings ist der Indikator ein gegenläufiger Stimmungsindikator und kein verlässlicher Kalender, der den Zeitpunkt eines Markteinbruchs bestimmen kann. 23\n\n## Was hinter der Warnung steckt\n\nMehrere Risikofaktoren könnten sich gegenseitig verstärken:\n\n- Extremer Optimismus: Ein hoher Wert des Bull-&-Bear-Indikators zeigt, dass Anleger bereits sehr optimistisch positioniert sind. Dadurch gibt es womöglich weniger zusätzliche Käufer – und der Markt kann empfindlicher auf enttäuschende Konjunkturdaten oder veränderte Erwartungen reagieren. Historisch gilt der BofA-Indikator bei übermäßiger Zuversicht als Verkaufssignal. Ein solches Signal allein bedeutet jedoch noch keinen Bärenmarkt.
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23\n- Hohe langfristige Renditen: Steigende Renditen langlaufender US-Staatsanleihen belasten Vermögenswerte, deren Bewertung stark von Gewinnen in ferner Zukunft abhängt. Gleichzeitig werden Anleihen und Liquidität im Vergleich zu hoch bewerteten Wachstumsaktien attraktiver.\n- Finanzierungsrisiken rund um KI: In BofA-Umfragen äußerten Fondsmanager die Sorge, dass Unternehmen zu viel in KI investieren. Andere Befragungen stuften eine Blase bei KI-Aktien als bedeutendes Extremrisiko ein.
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10\n- Ein überfüllter Risiko-Trade: Wenn Anleger auf weitere Kursgewinne setzen, können bereits moderate Veränderungen bei Renditen, Kreditbedingungen oder Wachstumserwartungen eine schnelle Reduzierung von Risiken auslösen.\n\nDer Begriff „Apokalypse“ beschreibt in diesem Zusammenhang also eine potenziell ungeordnete Umkehr stark besetzter Positionen – keine bestätigte Prognose für einen bestimmten September-Verlauf.\n\n## Warum Tech-Aktien mit langer Duration und Small Caps im Fokus stehen\n\nAktien mit hoher Duration reagieren besonders empfindlich auf Veränderungen bei den Diskontsätzen. Steigen die langfristigen Renditen, sinkt – unter sonst gleichen Bedingungen – der heutige Wert von Gewinnen, die erst viele Jahre später erwartet werden. Unternehmen, die zusätzlich auf eine günstige Finanzierung angewiesen sind, geraten unter Druck, wenn sich Kreditaufschläge ausweiten oder Banken und andere Kreditgeber vorsichtiger werden.\n\nDas macht wachstumsstarke Technologiewerte und kleinere Unternehmen zu naheliegenden Kandidaten für eine taktische Reduzierung, wenn ein Rendite- oder Kreditschock befürchtet wird. Daraus folgt nicht, dass jede Tech- oder Small-Cap-Aktie überbewertet ist oder diese Segmente im September zwangsläufig fallen werden. Ihre Bewertungen und ihre Finanzierungssensitivität machen sie lediglich besonders anfällig für das von BofA skizzierte Szenario.\n\nDie Alternative muss kein vollständiger Wechsel aus Aktien sein. Eine ausgewogenere Interpretation wäre, die konzentrierte Position in besonders zinssensiblen Anlagen zu verringern und im Gegenzug Vermögenswerte aufzunehmen, die auf Inflation, eine schwächere Währung oder Marktstress anders reagieren könnten. Die vorliegende BofA-Einschätzung stellt dabei Gold als klarste Absicherung heraus und ordnet die Empfehlung in ein breiteres „Alles außer dem Dollar“-Konzept ein.
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21\n\n## Warum Hartnett Gold bevorzugt\n\nMichael Hartnett sieht Gold als eine Art Portfolio-Versicherung gegen drei miteinander verbundene Risiken: eine Abwertung des US-Dollars, Verluste am Anleihemarkt und eine Inflation der Vermögenspreise. Nach den zitierten BofA-Daten flossen in einer Woche 6,3 Milliarden US-Dollar in Goldfonds – der stärkste wöchentliche Zufluss seit Januar 2026.
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21\n\nDie strukturelle Argumentation lautet: Hohe staatliche Defizite und zusätzliche Kredite für KI- sowie Rechenzentrumsinvestitionen könnten das Angebot an Anleihen erhöhen und die sogenannte Laufzeitprämie von US-Staatsanleihen nach oben treiben. Eine Darstellung von Hartnetts Einschätzung geht davon aus, dass die US-Bundesschulden bis etwa 2029 in Richtung 50 Billionen US-Dollar steigen könnten.
2\n\nVerlangen Anleger für das Halten langfristiger Staatsanleihen eine höhere Entschädigung, können die Renditen steigen und die Anleihekurse fallen. Schwächt sich zugleich das Vertrauen in den Dollar ab, könnte Gold als Sachwert-Absicherung attraktiver werden. Das ist ein Argument für ein mögliches neues Marktregime – nicht die Behauptung, dass Schulden, KI-Kredite und eine Dollar-Schwäche zwingend gleichzeitig eintreten müssen.\n\nGold ist zudem keine direkte Rückzahlungsverpflichtung eines Schuldners wie eine Anleihe oder ein Bankguthaben. Risikofrei ist das Edelmetall deshalb nicht: Der Preis kann fallen, Gold bringt keine laufenden Erträge und kann unter Druck geraten, wenn die Realrenditen steigen oder die Nachfrage nach sicheren Häfen nachlässt.\n\n## Reichen die BofA-Daten für 4.000 bis 5.000 US-Dollar je Feinunze?\n\nDie Umfrageergebnisse stützen eine vorsichtigere Aussage als „Gold kann nur noch steigen“. Laut der zitierten BofA-Auswertung sahen institutionelle Fondsmanager Gold als die am wenigsten überbewertete große Anlageklasse seit mehr als zwei Jahren. Das deutet auf Spielraum für weitere Umschichtungen hin, ist aber kein konkretes Kursziel.
6\n\nDamit Gold nachhaltig in Richtung 4.000 bis 5.000 US-Dollar je Feinunze steigen kann, müsste die Nachfrage aus mehreren Quellen anhalten. Dazu zählen Käufe von Zentralbanken, Zuflüsse in börsengehandelte Fonds und andere Anlagevehikel sowie Investitionen privater Anleger. Eine steigende Terminmarktpositionierung kann die Dynamik verstärken, aber auch das Risiko von Gewinnmitnahmen erhöhen, sobald der Trade zu voll wird.\n\nDie Positionsdaten zeigen beide Seiten der Entwicklung: Nach CFTC-Daten stieg die Netto-Goldposition der sogenannten Managed-Money-Anleger in der Woche bis zum 18. August 2026 um 3.986 Kontrakte auf 141.648. Das spricht für eine erneute spekulative Nachfrage, beweist aber nicht unabhängig, dass Gold fundamental unterbewertet ist.
34\n\n## So unterscheiden sich die Prognosen\n\nMehrere externe Einschätzungen unterstützen grundsätzlich das positive Gold-Narrativ, fallen aber unterschiedlich aus:\n\n- Deutsche Bank: Das Institut hob seine durchschnittliche Goldpreisprognose für 2026 auf 4.000 US-Dollar an. Als Gründe wurden die Nachfrage der Zentralbanken, eine mögliche Dollar-Schwäche und eine erneute Lockerung durch die US-Notenbank genannt.
32\n- TD Securities: Das Haus verfolgt ein noch optimistischeres Szenario rund um die Entwertung von Papierwährungen. Es prognostizierte für 2026 einen durchschnittlichen Goldpreis von 4.831 US-Dollar je Feinunze und mögliche Handelshochs von 5.400 US-Dollar. Auch für Silber ist die Einschätzung positiv.
37\n- Citi: Citi liefert einen wichtigen Gegenpol. In einer August-Einschätzung gab das Institut dem neutralen bis bärischen Basisszenario für die kommenden zwölf Monate eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent – unter anderem, weil sich die Stimmung für das US-Wachstum verbessern könnte. Das Rohstoffteam senkte außerdem sein Drei-Monats-Ziel für Gold von 4.300 auf 4.000 US-Dollar.
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38\n\nDas Bild bleibt damit gemischt: Deutsche Bank und TD Securities stützen das bullische Szenario, während Citi darauf hinweist, dass stärkeres Wachstum, höhere Realrenditen oder eine nachlassende Nachfrage nach sicheren Häfen den Anstieg begrenzen könnten.\n\n## Was Anleger aus der Warnung ableiten können\n\nBofAs Warnung ist kein Aufruf, einen präzisen Crash-Termin vorherzusagen. Sie ist vielmehr ein Anlass zu prüfen, ob ein Portfolio zu stark von fallenden Renditen, reichlich verfügbarem Kredit und anhaltender Begeisterung für KI-Wachstumswerte abhängt.\n\nDie plausibelste praktische Lesart ist taktischer Natur:\n\n1. Konzentrationen in hoch bewerteten Tech- und Small-Cap-Aktien überprüfen.\n2. Langfristige Renditen von US-Staatsanleihen, Kreditbedingungen und die Positionierung der Anleger beobachten.\n3. Gold als mögliche Absicherung betrachten – nicht als garantiert steigenden Einbahnstraßen-Trade.\n4. Bedenken, dass auch eine überfüllte Gold-Position deutlich korrigieren kann, wenn sich das Wachstum verbessert, der Dollar an Wert gewinnt oder die Nachfrage nach sicheren Anlagen nachlässt.\n\nGoldpreise von 4.000 bis 5.000 US-Dollar bleiben ein von einigen Institutionen unterstütztes Szenario, aber keine Gewissheit. Ebenso signalisiert ein Bull-&-Bear-Wert von 9,5 eine außergewöhnlich optimistische Positionierung – er beweist jedoch nicht, dass der September eine „Investment-Apokalypse“ bringen wird.
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Die „Investment Apokalypse“ ist eher eine taktische Warnung vor überfüllten Risiko Positionen als eine präzise Crash Prognose für September.
Die „Investment Apokalypse“ ist eher eine taktische Warnung vor überfüllten Risiko Positionen als eine präzise Crash Prognose für September. Michael Hartnett bevorzugt Gold als Absicherung gegen Dollar Abwertung, Verluste am Anleihemarkt und eine mögliche Vermögenspreisinflation; Goldfonds verzeichneten zuletzt Zuflüsse von 6,3 Milliarden US Dollar in eine...
Die Gold Prognosen sind geteilt: Deutsche Bank und TD Securities sehen weiteres Aufwärtspotenzial, während Citi kurzfristig eine neutralere bis bärische Einschätzung vertritt.
Die „Investment Apokalypse“ ist eher eine taktische Warnung vor überfüllten Risiko Positionen als eine präzise Crash Prognose für September. Michael Hartnett bevorzugt Gold als Absicherung gegen Dollar Abwertung, Verluste am Anleihemarkt und eine mögliche Vermögenspreisinflation; Goldfonds verzeichneten zuletzt Zufl...
Veröffentlicht vonBearbeitet mit GPT-5.6 LunaBilder erstellt mit GPT Image 1.5
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is Bank of America’s “investment apocalypse” warning for September—given seasonal second-year presidential-cycle weakness in the Nasdaq. Article summary: “Investment apocalypse” is best understood as a short-term risk warning—not a forecast of an inevitable crash. BofA’s case is that September combines stretched risk appetite, elevated long-bond yields, AI-financing/bubbl. Topic tags: general, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Die dramatische Formulierung von Bank of America (BofA) sollte vor allem als Warnung vor übermäßiger Risikokonzentration und kurzfristiger Euphorie verstanden werden – nicht als Beweis dafür, dass die Märkte im September zwangsläufig einbrechen. Im Mittelpunkt stehen stark in Risikoanlagen investierte Anleger, steigende langfristige Finanzierungskosten, Kreditrisiken und wachsende Zweifel an den Ausgaben rund um künstliche Intelligenz (KI).\n\nDer BofA Bull-&-Bear-Indikator stieg auf 9,5 und liegt damit tief im sogenannten Verkaufsbereich. Allerdings ist der Indikator ein gegenläufiger Stimmungsindikator und kein verlässlicher Kalender, der den Zeitpunkt eines Markteinbruchs bestimmen kann. 23\n\n## Was hinter der Warnung steckt\n\nMehrere Risikofaktoren könnten sich gegenseitig verstärken:\n\n- Extremer Optimismus: Ein hoher Wert des Bull-&-Bear-Indikators zeigt, dass Anleger bereits sehr optimistisch positioniert sind. Dadurch gibt es womöglich weniger zusätzliche Käufer – und der Markt kann empfindlicher auf enttäuschende Konjunkturdaten oder veränderte Erwartungen reagieren. Historisch gilt der BofA-Indikator bei übermäßiger Zuversicht als Verkaufssignal. Ein solches Signal allein bedeutet jedoch noch keinen Bärenmarkt.
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23\n- Hohe langfristige Renditen: Steigende Renditen langlaufender US-Staatsanleihen belasten Vermögenswerte, deren Bewertung stark von Gewinnen in ferner Zukunft abhängt. Gleichzeitig werden Anleihen und Liquidität im Vergleich zu hoch bewerteten Wachstumsaktien attraktiver.\n- Finanzierungsrisiken rund um KI: In BofA-Umfragen äußerten Fondsmanager die Sorge, dass Unternehmen zu viel in KI investieren. Andere Befragungen stuften eine Blase bei KI-Aktien als bedeutendes Extremrisiko ein.
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10\n- Ein überfüllter Risiko-Trade: Wenn Anleger auf weitere Kursgewinne setzen, können bereits moderate Veränderungen bei Renditen, Kreditbedingungen oder Wachstumserwartungen eine schnelle Reduzierung von Risiken auslösen.\n\nDer Begriff „Apokalypse“ beschreibt in diesem Zusammenhang also eine potenziell ungeordnete Umkehr stark besetzter Positionen – keine bestätigte Prognose für einen bestimmten September-Verlauf.\n\n## Warum Tech-Aktien mit langer Duration und Small Caps im Fokus stehen\n\nAktien mit hoher Duration reagieren besonders empfindlich auf Veränderungen bei den Diskontsätzen. Steigen die langfristigen Renditen, sinkt – unter sonst gleichen Bedingungen – der heutige Wert von Gewinnen, die erst viele Jahre später erwartet werden. Unternehmen, die zusätzlich auf eine günstige Finanzierung angewiesen sind, geraten unter Druck, wenn sich Kreditaufschläge ausweiten oder Banken und andere Kreditgeber vorsichtiger werden.\n\nDas macht wachstumsstarke Technologiewerte und kleinere Unternehmen zu naheliegenden Kandidaten für eine taktische Reduzierung, wenn ein Rendite- oder Kreditschock befürchtet wird. Daraus folgt nicht, dass jede Tech- oder Small-Cap-Aktie überbewertet ist oder diese Segmente im September zwangsläufig fallen werden. Ihre Bewertungen und ihre Finanzierungssensitivität machen sie lediglich besonders anfällig für das von BofA skizzierte Szenario.\n\nDie Alternative muss kein vollständiger Wechsel aus Aktien sein. Eine ausgewogenere Interpretation wäre, die konzentrierte Position in besonders zinssensiblen Anlagen zu verringern und im Gegenzug Vermögenswerte aufzunehmen, die auf Inflation, eine schwächere Währung oder Marktstress anders reagieren könnten. Die vorliegende BofA-Einschätzung stellt dabei Gold als klarste Absicherung heraus und ordnet die Empfehlung in ein breiteres „Alles außer dem Dollar“-Konzept ein.
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21\n\n## Warum Hartnett Gold bevorzugt\n\nMichael Hartnett sieht Gold als eine Art Portfolio-Versicherung gegen drei miteinander verbundene Risiken: eine Abwertung des US-Dollars, Verluste am Anleihemarkt und eine Inflation der Vermögenspreise. Nach den zitierten BofA-Daten flossen in einer Woche 6,3 Milliarden US-Dollar in Goldfonds – der stärkste wöchentliche Zufluss seit Januar 2026.
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21\n\nDie strukturelle Argumentation lautet: Hohe staatliche Defizite und zusätzliche Kredite für KI- sowie Rechenzentrumsinvestitionen könnten das Angebot an Anleihen erhöhen und die sogenannte Laufzeitprämie von US-Staatsanleihen nach oben treiben. Eine Darstellung von Hartnetts Einschätzung geht davon aus, dass die US-Bundesschulden bis etwa 2029 in Richtung 50 Billionen US-Dollar steigen könnten.
2\n\nVerlangen Anleger für das Halten langfristiger Staatsanleihen eine höhere Entschädigung, können die Renditen steigen und die Anleihekurse fallen. Schwächt sich zugleich das Vertrauen in den Dollar ab, könnte Gold als Sachwert-Absicherung attraktiver werden. Das ist ein Argument für ein mögliches neues Marktregime – nicht die Behauptung, dass Schulden, KI-Kredite und eine Dollar-Schwäche zwingend gleichzeitig eintreten müssen.\n\nGold ist zudem keine direkte Rückzahlungsverpflichtung eines Schuldners wie eine Anleihe oder ein Bankguthaben. Risikofrei ist das Edelmetall deshalb nicht: Der Preis kann fallen, Gold bringt keine laufenden Erträge und kann unter Druck geraten, wenn die Realrenditen steigen oder die Nachfrage nach sicheren Häfen nachlässt.\n\n## Reichen die BofA-Daten für 4.000 bis 5.000 US-Dollar je Feinunze?\n\nDie Umfrageergebnisse stützen eine vorsichtigere Aussage als „Gold kann nur noch steigen“. Laut der zitierten BofA-Auswertung sahen institutionelle Fondsmanager Gold als die am wenigsten überbewertete große Anlageklasse seit mehr als zwei Jahren. Das deutet auf Spielraum für weitere Umschichtungen hin, ist aber kein konkretes Kursziel.
6\n\nDamit Gold nachhaltig in Richtung 4.000 bis 5.000 US-Dollar je Feinunze steigen kann, müsste die Nachfrage aus mehreren Quellen anhalten. Dazu zählen Käufe von Zentralbanken, Zuflüsse in börsengehandelte Fonds und andere Anlagevehikel sowie Investitionen privater Anleger. Eine steigende Terminmarktpositionierung kann die Dynamik verstärken, aber auch das Risiko von Gewinnmitnahmen erhöhen, sobald der Trade zu voll wird.\n\nDie Positionsdaten zeigen beide Seiten der Entwicklung: Nach CFTC-Daten stieg die Netto-Goldposition der sogenannten Managed-Money-Anleger in der Woche bis zum 18. August 2026 um 3.986 Kontrakte auf 141.648. Das spricht für eine erneute spekulative Nachfrage, beweist aber nicht unabhängig, dass Gold fundamental unterbewertet ist.
34\n\n## So unterscheiden sich die Prognosen\n\nMehrere externe Einschätzungen unterstützen grundsätzlich das positive Gold-Narrativ, fallen aber unterschiedlich aus:\n\n- Deutsche Bank: Das Institut hob seine durchschnittliche Goldpreisprognose für 2026 auf 4.000 US-Dollar an. Als Gründe wurden die Nachfrage der Zentralbanken, eine mögliche Dollar-Schwäche und eine erneute Lockerung durch die US-Notenbank genannt.
32\n- TD Securities: Das Haus verfolgt ein noch optimistischeres Szenario rund um die Entwertung von Papierwährungen. Es prognostizierte für 2026 einen durchschnittlichen Goldpreis von 4.831 US-Dollar je Feinunze und mögliche Handelshochs von 5.400 US-Dollar. Auch für Silber ist die Einschätzung positiv.
37\n- Citi: Citi liefert einen wichtigen Gegenpol. In einer August-Einschätzung gab das Institut dem neutralen bis bärischen Basisszenario für die kommenden zwölf Monate eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent – unter anderem, weil sich die Stimmung für das US-Wachstum verbessern könnte. Das Rohstoffteam senkte außerdem sein Drei-Monats-Ziel für Gold von 4.300 auf 4.000 US-Dollar.
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38\n\nDas Bild bleibt damit gemischt: Deutsche Bank und TD Securities stützen das bullische Szenario, während Citi darauf hinweist, dass stärkeres Wachstum, höhere Realrenditen oder eine nachlassende Nachfrage nach sicheren Häfen den Anstieg begrenzen könnten.\n\n## Was Anleger aus der Warnung ableiten können\n\nBofAs Warnung ist kein Aufruf, einen präzisen Crash-Termin vorherzusagen. Sie ist vielmehr ein Anlass zu prüfen, ob ein Portfolio zu stark von fallenden Renditen, reichlich verfügbarem Kredit und anhaltender Begeisterung für KI-Wachstumswerte abhängt.\n\nDie plausibelste praktische Lesart ist taktischer Natur:\n\n1. Konzentrationen in hoch bewerteten Tech- und Small-Cap-Aktien überprüfen.\n2. Langfristige Renditen von US-Staatsanleihen, Kreditbedingungen und die Positionierung der Anleger beobachten.\n3. Gold als mögliche Absicherung betrachten – nicht als garantiert steigenden Einbahnstraßen-Trade.\n4. Bedenken, dass auch eine überfüllte Gold-Position deutlich korrigieren kann, wenn sich das Wachstum verbessert, der Dollar an Wert gewinnt oder die Nachfrage nach sicheren Anlagen nachlässt.\n\nGoldpreise von 4.000 bis 5.000 US-Dollar bleiben ein von einigen Institutionen unterstütztes Szenario, aber keine Gewissheit. Ebenso signalisiert ein Bull-&-Bear-Wert von 9,5 eine außergewöhnlich optimistische Positionierung – er beweist jedoch nicht, dass der September eine „Investment-Apokalypse“ bringen wird.
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Die Gold Prognosen sind geteilt: Deutsche Bank und TD Securities sehen weiteres Aufwärtspotenzial, während Citi kurzfristig eine neutralere bis bärische Einschätzung vertritt.