Baidu wurde 2000 von Robin Li und Eric Xu gegründet und hat seinen Hauptsitz in Peking. Zum Geschäft gehören Suche und mobile Anwendungen, KI Cloud, die ERNIE Modellfamilie, die Deep Learning Plattform PaddlePaddle sowie die autonomen Fahrdienste Apollo und Apollo Go.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is Baidu, Inc.—including its founding by Robin Li and Eric Xu, origins in Li’s RankDex search technology, headquarters, ownership, publ. Article summary: Baidu, Inc. is a Beijing-headquartered Chinese internet and AI company: China’s leading domestic search brand, now also a major operator in AI cloud, foundation models, autonomous-driving software and the Apollo Go robot. Topic tags: general, government, news, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with
Baidu, Inc. ist ein chinesisches Internet- und KI-Unternehmen mit Sitz in Peking. Bekannt wurde der Konzern vor allem durch seine chinesischsprachige Suchmaschine und Keyword-Werbung. Inzwischen reicht das Geschäft deutlich weiter: Baidu bietet KI-Cloud-Dienste, Basismodelle, Unternehmenslösungen und autonome Fahrdienste an.
Die strategische Kernfrage lautet deshalb nicht mehr nur, wie Baidu mit Google oder anderen Suchmaschinen konkurriert. Entscheidend ist, ob das Unternehmen seine starke Stellung im chinesischen Internet in dauerhaft profitable Geschäfte mit generativer KI, Cloud-Computing und Robotaxis übersetzen kann.
Baidu wurde im Jahr 2000 von Robin Li, in China Li Yanhong genannt, und Eric Xu gegründet. Vor der Gründung entwickelte Li RankDex, ein System zur Bewertung und Sortierung von Webseiten. Vorliegende Quellen betrachten RankDex als wichtige frühe Grundlage für seine spätere Suchtechnologie.46
Von Beginn an konzentrierte sich Baidu auf die Indexierung chinesischsprachiger Webseiten, Informationssuche und Internetwerbung. Dadurch wurde die Plattform für viele chinesische Internetnutzer zu einem wichtigen Zugang zu Informationen.
Rechtlich ist Baidu eine im Januar 2000 auf den Kaimaninseln gegründete Holdinggesellschaft. Die wichtigsten Geschäftsstellen befinden sich auf dem Baidu Campus im Pekinger Bezirk Haidian.34 Das operative Geschäft in China wird über Tochtergesellschaften und sogenannte Variable-Interest-Entity-Strukturen (VIE) organisiert. Für internationale Anleger bedeutet das, dass zwischen den börsengehandelten Wertpapieren und den konkreten chinesischen Geschäftseinheiten rechtliche und kontrollbezogene Unterschiede bestehen.54
Baidu ist ein börsennotiertes Unternehmen. Die wichtigsten Börsenkürzel sind:
Eine American Depositary Share (ADS) von Baidu entspricht acht Class-A-Stammaktien.54
Die Suche ist weiterhin das bekannteste Geschäft des Konzerns. Rund um diesen Zugang bietet Baidu unter anderem Karten, Enzyklopädie, Foren, Dokumente, Cloud-Speicher, Übersetzungen, Videos und mobile Anwendungen an. So entstand ein Ökosystem aus Informationssuche, Wissen, Inhalten und digitalen Werkzeugen.36
Baidu zeigt dabei nicht nur organische Suchergebnisse an. Unternehmen können Keyword-Werbung, Anzeigen in Feeds, Display-Werbung, Markenformate und sogenannte KI-native Marketingdienste buchen. Das Grundprinzip der Suchwerbung: Werbetreibende bieten auf bestimmte Begriffe und erhalten dadurch eine prominentere Platzierung. Bezahlt wird meist nach Klicks oder anderen Leistungskennzahlen.
Baidu AI Cloud richtet sich an Unternehmen und stellt Cloud-Infrastruktur, Datenplattformen, Werkzeuge für die KI-Entwicklung sowie Lösungen für verschiedene Branchen bereit. Nach den Finanzangaben für 2025 konnte das Wachstum der Cloud-Dienste den Rückgang im Online-Marketing teilweise ausgleichen.53
Damit hängt Baidus Geschäftsmodell nicht mehr ausschließlich vom privaten Suchverkehr und den dazugehörigen Werbebudgets ab. Wenn Firmen Modelltraining, Inferenz, Datenverarbeitung und KI-Anwendungen in der Baidu-Cloud betreiben, kann dieser Bereich langfristig eine wichtigere Wachstumsquelle werden als klassische Suchanzeigen.
Zu Baidus KI-Angebot gehören die ERNIE- beziehungsweise Wenxin-Modellfamilie, der Chatbot Wenxin Yiyan sowie Anwendungen für Unternehmen. Hinzu kommen die Deep-Learning-Plattform PaddlePaddle, KI-Chips und Infrastruktur für intelligente Rechenleistung.
Baidu teilte mit, dass der Umsatz aus KI-getriebenen Kernaktivitäten im vierten Quartal 2025 mehr als 11 Milliarden Yuan betrug und damit 43 Prozent des Umsatzes im allgemeinen Baidu-Geschäft ausmachte.40 Diese Zahl zeigt, dass der Konzern KI nicht nur als Forschungsprojekt oder zusätzliche Produktfunktion vermarkten will, sondern als eigenständige Umsatzquelle. Gleichzeitig erhöht der Rückgang der traditionellen Werbung den Druck, die Profitabilität und Skalierbarkeit der neuen KI-Geschäfte nachzuweisen.
Apollo ist Baidus Plattform für autonomes Fahren. Sie umfasst unter anderem Karten, Sensorik und Wahrnehmung, Simulation, Fahrzeugsoftware sowie Kooperationen mit Automobilherstellern.
Apollo Go ist der Fahrdienst für die Öffentlichkeit – also Baidus Robotaxi-Geschäft. Im vierten Quartal 2025 absolvierte Apollo Go laut Unternehmensangaben 3,4 Millionen vollständig fahrerlose Fahrten. Der Wochenhöchstwert lag in diesem Quartal bei mehr als 300.000 Fahrten. Bis Februar 2026 hatte der Dienst insgesamt mehr als 20 Millionen Fahrten für die Öffentlichkeit durchgeführt.39
Baidu teilte außerdem mit, dass Apollo Go in Dubai und Abu Dhabi gestartet sei. Das deutet darauf hin, dass die internationale Expansion des Konzerns nicht primär über die Suchmaschine, sondern zunehmend über autonomes Fahren und Mobilitätsdienste erfolgen soll.33
Historisch war Suchwerbung das wichtigste Standbein. Unternehmen kaufen Sichtbarkeit rund um bestimmte Suchbegriffe und zahlen abhängig von Klicks, Ausspielung oder anderen Marketingergebnissen. Baidu verbindet dabei die Informationssuche der Nutzer mit den Werbebudgets von Unternehmen und seiner Fähigkeit, Inhalte zu verteilen.
Dieses Modell steht jedoch unter Druck. Nutzer suchen Informationen zunehmend in Kurzvideo-Apps, sozialen Netzwerken, Online-Marktplätzen und KI-Assistenten. Dadurch verteilt sich die Aufmerksamkeit, die früher stärker bei klassischen Suchmaschinen lag.
Baidu versucht deshalb, neue Einnahmequellen aufzubauen: KI-Cloud, Modellzugriffe, Unternehmenslösungen, KI-native Werbung und autonome Mobilität gehören zu den wichtigsten Feldern.
Für 2025 meldete Baidu einen Gesamtumsatz von 129,1 Milliarden Yuan, umgerechnet etwa 18,5 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Hauptgrund nannte das Unternehmen sinkende Online-Marketing-Umsätze; das Wachstum der Cloud-Dienste wirkte teilweise ausgleichend.53
Die Zahlen sprechen für einen laufenden Umbau der Umsatzstruktur – nicht dafür, dass KI die Suchwerbung bereits vollständig ersetzt hätte. Baidu versucht vielmehr, mit wachsenden KI-Geschäften den Druck auf das reifere Werbegeschäft abzufedern.
Baidu konkurriert heute in mehreren Märkten gleichzeitig:
Baidus mögliche Vorteile liegen in der langjährigen Such- und Kartenkompetenz, der verfügbaren Daten- und KI-Infrastruktur sowie in der Verbindung von Modellen, Cloud-Diensten und autonomem Fahren. Die Herausforderung besteht darin, Nutzer, Unternehmenskunden und Werbekunden in einem besonders umkämpften Markt dauerhaft zu halten und hohe Entwicklungsaufwendungen in stabile Gewinne umzuwandeln.
Baidus Entwicklung lässt sich grob in mehrere Phasen einteilen: Auf die chinesische Websuche und Seitenbewertung folgten mobile Anwendungen, Karten, Inhalte und Cloud-Dienste. Danach investierte der Konzern stärker in Deep Learning, Wissensgraphen, Sprach- und Bilderkennung. Heute stehen ERNIE-Modelle, PaddlePaddle, KI-Chips und die Apollo-Plattform im Mittelpunkt.
Der Konzern hat seine Fähigkeiten außerdem durch Übernahmen und Beteiligungen in den Bereichen mobile Anwendungen, Karten, Videos, Chips und autonomes Fahren ergänzt. Die Übernahme von 91 Wireless im Jahr 2013 war ein wichtiger Schritt im Bereich der mobilen App-Verteilung. Zudem hält Baidu langfristig Beteiligungen an verbundenen Geschäftsbereichen wie der Videoplattform iQIYI.36
Bei Angaben zu Patentzahlen ist Vorsicht angebracht. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Datenbank, Anmeldeland, Erteilungsstatus und Zählweise. Eine einzelne Gesamtzahl bildet Baidus technologische Stärke daher nur unvollständig ab. Baidu berief sich auf eine Studie, nach der das Unternehmen Ende 2024 über eines der größeren Portfolios an KI-bezogenen Patenten und Patentanmeldungen in China verfügte. Diese Aussage bezieht sich jedoch auf eine bestimmte Forschungsmethode und ist nicht ohne Weiteres mit jeder Patentdatenbank vergleichbar.45
Baidus Suchmaschine und das übrige Verbrauchergeschäft sind weiterhin stark auf China konzentriert. Im Vergleich dazu zeigen die internationalen Kooperationen und Pilotprojekte von Apollo und Apollo Go eher, wohin die Expansion derzeit zielt. Dazu gehören auch Aktivitäten im Nahen Osten.33
Baidu ist daher kein Unternehmen, das Googles Geschäftsmodell bereits weltweit kopiert hätte. Treffender ist die Beschreibung eines Technologiekonzerns mit China als Heimatmarkt, der versucht, KI-Cloud, Modelle und autonome Fahrtechnologie in weitere Länder zu bringen.
2016 starb der Student Wei Zexi, nachdem er eine umstrittene Krebstherapie in Anspruch genommen hatte, auf die er über Informationen in der Baidu-Suche aufmerksam geworden war. Der Fall löste breite Kritik an bezahlten Suchergebnissen, der Prüfung von Medizinwerbung und der Kennzeichnung von Anzeigen aus. Chinesische Behörden leiteten anschließend Untersuchungen ein.1718
Ein offizieller Untersuchungsbericht stellte fest, dass Baidus nach dem Leistungsprinzip bezahlte Platzierungen damals nicht deutlich genug von normalen Suchergebnissen unterschieden wurden. Dadurch konnten Nutzer den Eindruck gewinnen, es handle sich um objektivere oder vertrauenswürdigere Informationen.30
Der Fall machte ein grundlegendes Problem von Suchplattformen sichtbar: Wenn ein Anbieter an Platzierung und Sichtbarkeit verdient, müssen Nutzer Werbung klar erkennen können – besonders bei sensiblen Themen wie Medizin und Finanzen.
Baidu soll zeitweise Verwaltungs- und kommerzielle Rechte an einzelnen Tieba-Foren an medizinische Dritte vergeben haben. Besonders bei krankheitsbezogenen Gemeinschaften führte dies zum Vorwurf, Patientenforen würden wirtschaftlich vereinnahmt. Baidu bestätigte später, den Verkauf von Moderatorenrechten und ähnliche Praktiken einzustellen.28
Auch hier stand die Frage des Vertrauens im Zentrum: Nutzer betrachteten die Foren als Orte für Austausch und gegenseitige Hilfe, während kommerzielle Vereinbarungen die Interessen und die Moderation der Gemeinschaft verändern konnten.
Im Januar 2010 veränderten Angreifer in den USA die DNS-Einträge von Baidu.com. Besucher wurden dadurch auf eine Seite umgeleitet, die sich als „Iranian Cyber Army“ ausgab; die Website war mehrere Stunden nicht normal erreichbar.24
Es handelte sich um einen Angriff auf Domain- und DNS-Sicherheit. Daraus folgt nicht, dass die zentrale Suchinfrastruktur von Baidu vollständig kompromittiert worden war. Der Vorfall zeigte jedoch, dass große Internetplattformen neben Servern und Anwendungen auch Domainregistrierung, DNS und Kontozugänge schützen müssen.
Baidu wurde außerdem im Zusammenhang mit Vorwürfen zu betrügerischen Werbeklicks bei verbundenen Anwendungen, Plattformmoderation, Datenschutz und Unternehmenskultur kritisiert. Die Beweislage und die Verantwortlichkeiten sind dabei nicht in jedem Fall gleich. Eine Verbindung zu Baidu bedeutet daher nicht automatisch, dass Baidu eine bestimmte Handlung unmittelbar selbst vorgenommen hat. Im Fall von DO Global erklärte Baidu beispielsweise, das Unternehmen sei unabhängig und keine Baidu-Tochtergesellschaft.
Im Juni 2026 nahm das US-Verteidigungsministerium Baidu in eine Liste nach Section 1260H des National Defense Authorization Act auf. Die Liste führt Unternehmen auf, die das Ministerium als chinesische Militärunternehmen einstuft und die direkt oder indirekt in den USA tätig sein sollen.12
Diese Einstufung ist eine Feststellung des US-Verteidigungsministeriums. Sie ist nicht automatisch mit einer strafrechtlichen Verurteilung gleichzusetzen und bedeutet auch kein pauschales Verbot sämtlicher Investitionen oder Geschäfte mit Baidu.12
Baidu wies die Einstufung zurück. Das Unternehmen erklärte, es sei weder ein chinesisches Militärunternehmen noch ein Beitragender zur militärisch-zivilen Integration der chinesischen Verteidigungsindustrie. Für die Aufnahme gebe es „keine glaubwürdige Grundlage“.5
Die Entscheidung erhöht die Unsicherheit für US-Regierungsaufträge, die Risikobewertung durch Investoren und die Technologiebeziehungen zwischen den USA und China. Für die konkrete Wirkung müssen jedoch verschiedene Rechtsbegriffe auseinandergehalten werden: eine Listeneinstufung ist nicht dasselbe wie eine Sanktion, eine Beschränkung staatlicher Beschaffung oder ein umfassendes Handelsverbot.
Baidu begann mit chinesischer Websuche und Suchwerbung. Heute möchte der Konzern Suche, Cloud-Computing, große KI-Modelle und autonome Mobilität unter einem gemeinsamen Technologie-Dach verbinden. Die Finanzzahlen für 2025 zeigen, dass KI-Geschäfte einen immer wichtigeren Beitrag leisten. Der Rückgang im Online-Marketing macht zugleich deutlich, dass das traditionelle Kerngeschäft unter Druck steht.3953
Die Bezeichnung „chinesisches Google“ greift daher zu kurz. Baidu ist treffender ein auf China konzentrierter Technologiekonzern, der seine Basis in der Suche hat und auf Unternehmens-KI, Cloud-Dienste und Robotaxis setzt. Seine Zukunft hängt vor allem davon ab, ob sich KI dauerhaft kommerzialisieren lässt, Apollo Go eine tragfähige Größenordnung erreicht und das Unternehmen trotz Werbe-, Inhalts- und Regulierungsfragen langfristig Vertrauen zurückgewinnt.
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Baidu wurde 2000 von Robin Li und Eric Xu gegründet und hat seinen Hauptsitz in Peking.
Baidu wurde 2000 von Robin Li und Eric Xu gegründet und hat seinen Hauptsitz in Peking. Zum Geschäft gehören Suche und mobile Anwendungen, KI Cloud, die ERNIE Modellfamilie, die Deep Learning Plattform PaddlePaddle sowie die autonomen Fahrdienste Apollo und Apollo Go.
Baidu versucht, sich von einem werbefinanzierten Suchanbieter zu einem KI Technologiekonzern zu entwickeln.