Baidu führte im StatCounter Snapshot für Mai 2026 den chinesischen Suchmarkt mit 47,16 Prozent an; Google kam dort auf 1,76 Prozent. Das 2000 gegründete Unternehmen baute seine Stellung mit chinesischsprachiger Suche, lokalen Diensten, Werbung und einem auf den chinesischen Markt zugeschnittenen Ökosystem auf.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is Baidu, how did it become China’s leading search engine and a major global technology company, and how does it compare with Google in. Article summary: Baidu is a Beijing-based Chinese internet and AI company best known for its Chinese-language search engine. It became China’s leading search platform by localizing search for Chinese language and content, building a larg. Topic tags: general, general web, user generated, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Baidu ist mehr als das chinesische Pendant zu Google. Am treffendsten lässt sich das Unternehmen als chinesische Such- und KI-Plattform beschreiben: Es verbindet Suche, Karten, Wissensangebote, Werbung, Cloud-Dienste, große Sprachmodelle und autonome Mobilität. Im Mai 2026 blieb Baidu Chinas führende Suchmaschine, während die Wachstumsstrategie zunehmend auf KI-Cloud-Infrastruktur, ERNIE-Anwendungen und die Robotaxi-Plattform Apollo Go ausgerichtet war.6
14
38
Baidus größter Vorteil ist die lokale Reichweite. Das Unternehmen kombiniert chinesischsprachige Suche mit Karten, Wissensdiensten, Foren, Werbung und weiteren Internetangeboten, die auf den chinesischen Binnenmarkt zugeschnitten sind. Das macht Baidu in Festlandchina besonders relevant, aber nicht zu einem weltweiten Suchkonkurrenten auf Augenhöhe mit Google.
Ein StatCounter-Snapshot für Mai 2026 wies Baidu in China über alle Geräte hinweg mit 47,16 Prozent aus. Dahinter folgten Bing mit 20,19 Prozent, Haosou mit 15,03 Prozent und Google mit 1,76 Prozent.14 Solche Werte schwanken je nach Monat, Endgerät und Messmethode deutlich: Andere Momentaufnahmen für 2026 zeigen höhere oder niedrigere Anteile, und auf Desktop-Computern kann das Bild erheblich anders aussehen.
3
4
11
12 Die belastbare Kernaussage lautet daher: Baidu führt den Suchmarkt auf dem chinesischen Festland, besonders auf Mobilgeräten; weltweit dominiert Google. Ein späterer, auf StatCounter-Daten basierender globaler Snapshot kam auf 91,31 Prozent für Google und 0,50 Prozent für Baidu.
2
Baidu wurde 2000 von Robin Li und Eric Xu gegründet und im Januar desselben Jahres auf den Cayman-Inseln eingetragen.34
57 Das frühe Geschäft konzentrierte sich auf chinesischsprachige Suche und bezahlte Suchtreffer. Aus dem dadurch erzeugten Datenverkehr entwickelte Baidu weitere Angebote – darunter Karten, Wissens- und Community-Dienste, Video, Cloud und KI.
Drei Faktoren waren für den Aufstieg entscheidend:
Baidus Marktführerschaft entstand somit nicht allein durch Suchtechnologie. Lokale Relevanz, Verbreitung, Werbekunden und regulatorische Anpassung prägten ebenfalls den Markt, in dem sich das Unternehmen etablierte.
| Bereich | Baidu | |
|---|---|---|
| Marktposition | Führende allgemeine Suchmaschine auf dem chinesischen Festland; besonders stark auf Mobilgeräten, wobei Messungen variieren. |
Weltweit dominierende Suchmaschine, mit nur marginaler offizieller Suchpräsenz auf dem chinesischen Festland. |
| Verfügbarkeit in China | Im Allgemeinen verfügbar, jedoch unterliegt der Dienst chinesischem Recht und Inhaltskontrollen. |
Suche und viele wichtige Dienste sind auf dem chinesischen Festland weitgehend blockiert oder ohne Umgehungssoftware nicht erreichbar. |
| Zensur | Muss chinesische Inhalts- und Zensurvorgaben einhalten, einschließlich der Einschränkung verbotener Inhalte. |
Beendete 2010 den unzensierten Suchbetrieb auf dem chinesischen Festland, statt die Ergebnisse dort weiter zu zensieren. |
| Dienste | Suche, Karten, Wissens- und Community-Angebote, Cloud, KI-Dienste sowie Technologien für autonomes Fahren. |
Suche, Android, Chrome, Maps, YouTube, Gmail, Drive, Cloud, Gemini, Werbetechnologie und Waymo. |
| Wichtigste Erlösquellen | Such- und Feed-Werbung; KI-Cloud und autonomes Fahren gewinnen an Bedeutung. |
Werbung bleibt zentral, ergänzt durch Cloud, Abonnements, Unternehmensprodukte und weitere Geschäftsbereiche. |
| Wettbewerber | Bing, Haosou/360 Search, Sogou, Shenma sowie Kurzvideo-, Social- und KI-Plattformen. |
Bing, Amazons Produktsuche, Apples Ökosystem, soziale und Videoplattformen sowie KI-Antwortdienste. |
Der Vergleich muss deshalb nach Markt getrennt werden: Baidu ist strategisch wichtig in China, Google ist als weltweite Suchplattform um ein Vielfaches größer.
Baidu und Google konkurrieren in China nicht unter denselben Bedingungen. Baidu arbeitet innerhalb der chinesischen Regulierung und muss unter anderem Inhaltskontrollen umsetzen. Googles klassische Suche ist auf dem Festland dagegen normalerweise nicht erreichbar. Die Entscheidung des US-Konzerns aus dem Jahr 2010, Google.cn nicht länger zu zensieren, führte zur Weiterleitung nach Hongkong.6
8
Baidus Position allein mit der Blockade von Google zu erklären, wäre jedoch zu kurz gegriffen. Das Unternehmen entwickelte eigene chinesischsprachige Suchfunktionen, lokale Produkte und ein heimisches Werbegeschäft. Die unterschiedlichen Zugangs- und Regulierungsbedingungen beeinflussten aber zweifellos, welcher Anbieter eine dauerhafte Verbreitung unter den Nutzern des Festlands aufbauen konnte.
Baidus traditionelles Modell ähnelt Googles Suchanzeigen: Werbetreibende zahlen für bevorzugte Sichtbarkeit im Zusammenhang mit Suchanfragen, meist über Auktions- und leistungsbasierte Modelle. Die Suche liefert dabei wertvolle Informationen über die Kaufabsicht der Nutzer und erreicht potenzielle Kunden genau in dem Moment, in dem sie nach einem Produkt oder einer Dienstleistung suchen.
Das Problem: Produkte und Informationen werden zunehmend über Kurzvideos, E-Commerce, soziale Apps und KI-Assistenten entdeckt – und nicht über die klassische Websuche. Das bremst das Wachstum der etablierten Suchwerbung, selbst wenn Baidu Marktführer bleibt.
Die Geschäftszahlen zeigen diese Spannung. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Baidu rund 129,1 Milliarden RMB Umsatz, drei Prozent weniger als im Vorjahr. Der den Baidu-Aktionären zurechenbare Nettogewinn lag bei rund 5,6 Milliarden RMB. Eine hohe Wertminderung belastete das ausgewiesene Betriebsergebnis.36
38 Gleichzeitig stieg der Umsatz mit KI-Cloud-Infrastruktur auf rund 20 Milliarden RMB – ein Plus von 34 Prozent. Im vierten Quartal legten die abonnementbasierten Erlöse aus KI-Beschleuniger-Infrastruktur sogar um 143 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.
38
Das Bild ist weder ein einfacher Niedergang noch eine bereits abgeschlossene Transformation. Das klassische Geschäft steht unter Druck, während die neuen KI-Aktivitäten von einer kleineren Ausgangsbasis aus stark wachsen.
Baidus US-amerikanischer Hinterlegungsschein, die American Depositary Share (ADS), wird am Nasdaq unter dem Kürzel BIDU gehandelt. Laut Geschäftsbericht 2025 entspricht ein ADS acht Class-A-Stammaktien.34 Zusätzlich ist Baidu in Hongkong gelistet.
34
Für Anleger ist diese Notierung ein wichtiger Rahmen, ersetzt aber keine Analyse des Geschäfts. Wer BIDU kauft, erhält Zugang zu einem chinesischen Technologiekonzern, dessen Ergebnisse von heimischer Werbung, KI-Investitionen, Regulierung, Cloud-Nachfrage und den Kosten autonomer Mobilität abhängen.
Baidu beschreibt seine strategische Ausrichtung als den Wandel zu einem KI-Unternehmen mit einem starken Internetfundament. Zum Technologie-Stack gehören die ERNIE-Grundmodelle und ihre Anwendungen, KI-Cloud-Infrastruktur sowie KI-Beschleuniger.38
Die Strategie hat zwei eng verbundene Seiten:
Die Zahlen für 2025 machen die KI-Cloud zu einem der klarsten Wachstumsfelder des Konzerns. Das Umsatzwachstum allein beweist allerdings noch nicht, dass KI die Suche bereits als wirtschaftliches Zentrum abgelöst hat. Präziser ist: Baidu versucht, seine Suchreichweite, technische Infrastruktur und eigenen Modelle zu einem zweiten Wachstumsmotor zu verbinden.
Apollo ist Baidus Plattform und Ökosystem für autonomes Fahren. Dazu gehören Software für automatisiertes Fahren, Karten, Simulation, Daten, Partnerschaften mit Fahrzeugherstellern und der Fahrdienst Apollo Go.
Apollo Go ist der kommerzielle Robotaxi-Dienst auf dieser Grundlage. Bis Februar 2026 hatte er weltweit mehr als 20 Millionen Fahrten durchgeführt, war in 26 Städten aktiv und erreichte im vierten Quartal 2025 einen Spitzenwert von mehr als 300.000 Bestellungen pro Woche.24
26 Bemerkenswert ist dabei, dass diese Zahlen wiederholte kommerzielle Fahrgastfahrten beschreiben – nicht nur Tests auf abgesperrten Strecken oder kleine Pilotprojekte.
Die internationale Expansion hängt von örtlichen Genehmigungen und Mobilitätspartnern ab. Baidus Mitteilungen und die begleitende Berichterstattung beschrieben Einsätze in China sowie die Ausweitung auf weitere Märkte, darunter Südkorea.24
26
„Vollständig fahrerlos“ bedeutet, dass sich während einer genehmigten Fahrt oder eines autorisierten Tests kein Sicherheitsfahrer im Fahrzeug befindet. Es bedeutet nicht, dass das Auto überall, bei jedem Wetter und ohne betriebliche Grenzen autonom fahren kann.
Robotaxi-Dienste sind weiterhin auf genehmigte Strecken, kartierte Betriebsgebiete, Flottenüberwachung, Fernunterstützung und lokale Vorschriften angewiesen. Die Größe von Apollo Go ist daher relevant, darf aber nicht mit uneingeschränktem autonomen Fahren verwechselt werden. Die eigentliche Leistung besteht in der Kommerzialisierung fahrerloser Fahrten innerhalb klar definierter Einsatzbereiche.24
26
Baidu bleibt Chinas führende heimische Suchplattform. Die Suche allein beschreibt jedoch nicht mehr die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Baidus heutige Identität besteht aus drei Ebenen:
Der treffendste Vergleich mit Google lautet deshalb zweigeteilt: Google ist der globale Suchführer, Baidu besitzt die stärkere Position auf dem chinesischen Festland. Die langfristige Bewährungsprobe für Baidu ist, ob KI-Cloud und autonomes Fahren schnell genug wachsen, um den Druck auf das Werbemodell auszugleichen, das den Konzern groß gemacht hat.
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Baidu führte im StatCounter Snapshot für Mai 2026 den chinesischen Suchmarkt mit 47,16 Prozent an; Google kam dort auf 1,76 Prozent.
Baidu führte im StatCounter Snapshot für Mai 2026 den chinesischen Suchmarkt mit 47,16 Prozent an; Google kam dort auf 1,76 Prozent. Das 2000 gegründete Unternehmen baute seine Stellung mit chinesischsprachiger Suche, lokalen Diensten, Werbung und einem auf den chinesischen Markt zugeschnittenen Ökosystem auf.
Apollo Go hatte bis Februar 2026 weltweit mehr als 20 Millionen Fahrten in 26 Städten absolviert.
Baidu führte im StatCounter Snapshot für Mai 2026 den chinesischen Suchmarkt mit 47,16 Prozent an; Google kam dort auf 1,76 Prozent. Das 2000 gegründete Unternehmen baute seine Stellung mit chinesischsprachiger Suche, lokalen Diensten, Werbung und einem auf den chinesischen Markt zugeschnittenen Ökosystem auf.
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Baidu ist mehr als das chinesische Pendant zu Google. Am treffendsten lässt sich das Unternehmen als chinesische Such- und KI-Plattform beschreiben: Es verbindet Suche, Karten, Wissensangebote, Werbung, Cloud-Dienste, große Sprachmodelle und autonome Mobilität. Im Mai 2026 blieb Baidu Chinas führende Suchmaschine, während die Wachstumsstrategie zunehmend auf KI-Cloud-Infrastruktur, ERNIE-Anwendungen und die Robotaxi-Plattform Apollo Go ausgerichtet war.6
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Baidus größter Vorteil ist die lokale Reichweite. Das Unternehmen kombiniert chinesischsprachige Suche mit Karten, Wissensdiensten, Foren, Werbung und weiteren Internetangeboten, die auf den chinesischen Binnenmarkt zugeschnitten sind. Das macht Baidu in Festlandchina besonders relevant, aber nicht zu einem weltweiten Suchkonkurrenten auf Augenhöhe mit Google.
Ein StatCounter-Snapshot für Mai 2026 wies Baidu in China über alle Geräte hinweg mit 47,16 Prozent aus. Dahinter folgten Bing mit 20,19 Prozent, Haosou mit 15,03 Prozent und Google mit 1,76 Prozent.14 Solche Werte schwanken je nach Monat, Endgerät und Messmethode deutlich: Andere Momentaufnahmen für 2026 zeigen höhere oder niedrigere Anteile, und auf Desktop-Computern kann das Bild erheblich anders aussehen.
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12 Die belastbare Kernaussage lautet daher: Baidu führt den Suchmarkt auf dem chinesischen Festland, besonders auf Mobilgeräten; weltweit dominiert Google. Ein späterer, auf StatCounter-Daten basierender globaler Snapshot kam auf 91,31 Prozent für Google und 0,50 Prozent für Baidu.
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Baidu wurde 2000 von Robin Li und Eric Xu gegründet und im Januar desselben Jahres auf den Cayman-Inseln eingetragen.34
57 Das frühe Geschäft konzentrierte sich auf chinesischsprachige Suche und bezahlte Suchtreffer. Aus dem dadurch erzeugten Datenverkehr entwickelte Baidu weitere Angebote – darunter Karten, Wissens- und Community-Dienste, Video, Cloud und KI.
Drei Faktoren waren für den Aufstieg entscheidend:
Baidus Marktführerschaft entstand somit nicht allein durch Suchtechnologie. Lokale Relevanz, Verbreitung, Werbekunden und regulatorische Anpassung prägten ebenfalls den Markt, in dem sich das Unternehmen etablierte.
| Bereich | Baidu | |
|---|---|---|
| Marktposition | Führende allgemeine Suchmaschine auf dem chinesischen Festland; besonders stark auf Mobilgeräten, wobei Messungen variieren. |
Weltweit dominierende Suchmaschine, mit nur marginaler offizieller Suchpräsenz auf dem chinesischen Festland. |
| Verfügbarkeit in China | Im Allgemeinen verfügbar, jedoch unterliegt der Dienst chinesischem Recht und Inhaltskontrollen. |
Suche und viele wichtige Dienste sind auf dem chinesischen Festland weitgehend blockiert oder ohne Umgehungssoftware nicht erreichbar. |
| Zensur | Muss chinesische Inhalts- und Zensurvorgaben einhalten, einschließlich der Einschränkung verbotener Inhalte. |
Beendete 2010 den unzensierten Suchbetrieb auf dem chinesischen Festland, statt die Ergebnisse dort weiter zu zensieren. |
| Dienste | Suche, Karten, Wissens- und Community-Angebote, Cloud, KI-Dienste sowie Technologien für autonomes Fahren. |
Suche, Android, Chrome, Maps, YouTube, Gmail, Drive, Cloud, Gemini, Werbetechnologie und Waymo. |
| Wichtigste Erlösquellen | Such- und Feed-Werbung; KI-Cloud und autonomes Fahren gewinnen an Bedeutung. |
Werbung bleibt zentral, ergänzt durch Cloud, Abonnements, Unternehmensprodukte und weitere Geschäftsbereiche. |
| Wettbewerber | Bing, Haosou/360 Search, Sogou, Shenma sowie Kurzvideo-, Social- und KI-Plattformen. |
Bing, Amazons Produktsuche, Apples Ökosystem, soziale und Videoplattformen sowie KI-Antwortdienste. |
Der Vergleich muss deshalb nach Markt getrennt werden: Baidu ist strategisch wichtig in China, Google ist als weltweite Suchplattform um ein Vielfaches größer.
Baidu und Google konkurrieren in China nicht unter denselben Bedingungen. Baidu arbeitet innerhalb der chinesischen Regulierung und muss unter anderem Inhaltskontrollen umsetzen. Googles klassische Suche ist auf dem Festland dagegen normalerweise nicht erreichbar. Die Entscheidung des US-Konzerns aus dem Jahr 2010, Google.cn nicht länger zu zensieren, führte zur Weiterleitung nach Hongkong.6
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Baidus Position allein mit der Blockade von Google zu erklären, wäre jedoch zu kurz gegriffen. Das Unternehmen entwickelte eigene chinesischsprachige Suchfunktionen, lokale Produkte und ein heimisches Werbegeschäft. Die unterschiedlichen Zugangs- und Regulierungsbedingungen beeinflussten aber zweifellos, welcher Anbieter eine dauerhafte Verbreitung unter den Nutzern des Festlands aufbauen konnte.
Baidus traditionelles Modell ähnelt Googles Suchanzeigen: Werbetreibende zahlen für bevorzugte Sichtbarkeit im Zusammenhang mit Suchanfragen, meist über Auktions- und leistungsbasierte Modelle. Die Suche liefert dabei wertvolle Informationen über die Kaufabsicht der Nutzer und erreicht potenzielle Kunden genau in dem Moment, in dem sie nach einem Produkt oder einer Dienstleistung suchen.
Das Problem: Produkte und Informationen werden zunehmend über Kurzvideos, E-Commerce, soziale Apps und KI-Assistenten entdeckt – und nicht über die klassische Websuche. Das bremst das Wachstum der etablierten Suchwerbung, selbst wenn Baidu Marktführer bleibt.
Die Geschäftszahlen zeigen diese Spannung. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Baidu rund 129,1 Milliarden RMB Umsatz, drei Prozent weniger als im Vorjahr. Der den Baidu-Aktionären zurechenbare Nettogewinn lag bei rund 5,6 Milliarden RMB. Eine hohe Wertminderung belastete das ausgewiesene Betriebsergebnis.36
38 Gleichzeitig stieg der Umsatz mit KI-Cloud-Infrastruktur auf rund 20 Milliarden RMB – ein Plus von 34 Prozent. Im vierten Quartal legten die abonnementbasierten Erlöse aus KI-Beschleuniger-Infrastruktur sogar um 143 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.
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Das Bild ist weder ein einfacher Niedergang noch eine bereits abgeschlossene Transformation. Das klassische Geschäft steht unter Druck, während die neuen KI-Aktivitäten von einer kleineren Ausgangsbasis aus stark wachsen.
Baidus US-amerikanischer Hinterlegungsschein, die American Depositary Share (ADS), wird am Nasdaq unter dem Kürzel BIDU gehandelt. Laut Geschäftsbericht 2025 entspricht ein ADS acht Class-A-Stammaktien.34 Zusätzlich ist Baidu in Hongkong gelistet.
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Für Anleger ist diese Notierung ein wichtiger Rahmen, ersetzt aber keine Analyse des Geschäfts. Wer BIDU kauft, erhält Zugang zu einem chinesischen Technologiekonzern, dessen Ergebnisse von heimischer Werbung, KI-Investitionen, Regulierung, Cloud-Nachfrage und den Kosten autonomer Mobilität abhängen.
Baidu beschreibt seine strategische Ausrichtung als den Wandel zu einem KI-Unternehmen mit einem starken Internetfundament. Zum Technologie-Stack gehören die ERNIE-Grundmodelle und ihre Anwendungen, KI-Cloud-Infrastruktur sowie KI-Beschleuniger.38
Die Strategie hat zwei eng verbundene Seiten:
Die Zahlen für 2025 machen die KI-Cloud zu einem der klarsten Wachstumsfelder des Konzerns. Das Umsatzwachstum allein beweist allerdings noch nicht, dass KI die Suche bereits als wirtschaftliches Zentrum abgelöst hat. Präziser ist: Baidu versucht, seine Suchreichweite, technische Infrastruktur und eigenen Modelle zu einem zweiten Wachstumsmotor zu verbinden.
Apollo ist Baidus Plattform und Ökosystem für autonomes Fahren. Dazu gehören Software für automatisiertes Fahren, Karten, Simulation, Daten, Partnerschaften mit Fahrzeugherstellern und der Fahrdienst Apollo Go.
Apollo Go ist der kommerzielle Robotaxi-Dienst auf dieser Grundlage. Bis Februar 2026 hatte er weltweit mehr als 20 Millionen Fahrten durchgeführt, war in 26 Städten aktiv und erreichte im vierten Quartal 2025 einen Spitzenwert von mehr als 300.000 Bestellungen pro Woche.24
26 Bemerkenswert ist dabei, dass diese Zahlen wiederholte kommerzielle Fahrgastfahrten beschreiben – nicht nur Tests auf abgesperrten Strecken oder kleine Pilotprojekte.
Die internationale Expansion hängt von örtlichen Genehmigungen und Mobilitätspartnern ab. Baidus Mitteilungen und die begleitende Berichterstattung beschrieben Einsätze in China sowie die Ausweitung auf weitere Märkte, darunter Südkorea.24
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„Vollständig fahrerlos“ bedeutet, dass sich während einer genehmigten Fahrt oder eines autorisierten Tests kein Sicherheitsfahrer im Fahrzeug befindet. Es bedeutet nicht, dass das Auto überall, bei jedem Wetter und ohne betriebliche Grenzen autonom fahren kann.
Robotaxi-Dienste sind weiterhin auf genehmigte Strecken, kartierte Betriebsgebiete, Flottenüberwachung, Fernunterstützung und lokale Vorschriften angewiesen. Die Größe von Apollo Go ist daher relevant, darf aber nicht mit uneingeschränktem autonomen Fahren verwechselt werden. Die eigentliche Leistung besteht in der Kommerzialisierung fahrerloser Fahrten innerhalb klar definierter Einsatzbereiche.24
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Baidu bleibt Chinas führende heimische Suchplattform. Die Suche allein beschreibt jedoch nicht mehr die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Baidus heutige Identität besteht aus drei Ebenen:
Der treffendste Vergleich mit Google lautet deshalb zweigeteilt: Google ist der globale Suchführer, Baidu besitzt die stärkere Position auf dem chinesischen Festland. Die langfristige Bewährungsprobe für Baidu ist, ob KI-Cloud und autonomes Fahren schnell genug wachsen, um den Druck auf das Werbemodell auszugleichen, das den Konzern groß gemacht hat.
Studio Global AI
Diese Seite enthält eine quellengestützte Antwort, die Sie in Studio Global fortsetzen können.
Baidu führte im StatCounter Snapshot für Mai 2026 den chinesischen Suchmarkt mit 47,16 Prozent an; Google kam dort auf 1,76 Prozent.
Baidu führte im StatCounter Snapshot für Mai 2026 den chinesischen Suchmarkt mit 47,16 Prozent an; Google kam dort auf 1,76 Prozent. Das 2000 gegründete Unternehmen baute seine Stellung mit chinesischsprachiger Suche, lokalen Diensten, Werbung und einem auf den chinesischen Markt zugeschnittenen Ökosystem auf.
Apollo Go hatte bis Februar 2026 weltweit mehr als 20 Millionen Fahrten in 26 Städten absolviert.