Nuclear Turbines, ein Spin off von BAE Systems, hat in einer Finanzierungsrunde unter Führung von IQ Capital 15 Millionen Pfund eingesammelt. Das Startup will die teure Dampfturbine in Kernkraftwerken durch Hochtemperatur Gasturbinen aus dem Flugzeugbau ersetzen.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is BAE Systems' energy spinout Nuclear Turbines, how much funding has it raised, who led the round, who founded it, what technology doe. Article summary: **Nuclear Turbines** is a UK advanced-nuclear startup spun out of BAE Systems in 2024. It replaces the traditional steam-turbine system in nuclear plants with jet-engine-style gas turbines, aiming to produce electricity . Topic tags: general, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fa
Atomkraft hat ein Kostenproblem. Sie liefert zwar sauberen, kohlenstofffreien Strom rund um die Uhr, doch die Bau- und Betriebskosten eines konventionellen Kraftwerks mit seinen riesigen Dampfturbinen, Kühltürmen und komplexen Sekundärkreisläufen sind enorm – im Wettbewerb mit billigeren erneuerbaren Energien und Gaskraftwerken ein immer größerer Nachteil. Ein britisches Startup hat nun einen radikal einfacheren Ansatz vorgestellt: Es will den Dampf komplett streichen und stattdessen auf Gasturbinen aus Düsentriebwerken setzen.
Nuclear Turbines ist ein in Manchester ansässiges Unternehmen für fortgeschrittene Kernenergie, das 2024 aus dem Rüstungskonzern BAE Systems ausgegründet wurde. Im Juli 2026 verließ das Startup die Geheimhaltungsphase (Stealth-Modus) und gab eine erste Finanzierungsrunde in Höhe von 15 Millionen Pfund (etwa 19,9 Millionen US-Dollar / gut 17,5 Millionen Euro) bekannt. Die Runde wurde von IQ Capital angeführt, einem britischen Deep-Tech-Venture-Capital-Unternehmen. Beteiligt waren zudem Rhapsody Venture Partners, Zero Carbon Capital und Empirical Ventures. Auch BAE Systems selbst unterstützt das Spin-off weiterhin.
Die Kerninnovation ist ein direkter Austausch: Statt mit einem Kernreaktor Wasser zu erhitzen, Dampf zu erzeugen und damit eine sperrige Dampfturbine anzutreiben – so funktionieren praktisch alle Kernkraftwerke seit den 1950er Jahren –, kombiniert Nuclear Turbines einen kompakten Reaktor direkt mit einer Hochtemperatur-Gasturbine wie sie in Flugzeugtriebwerken und Kampfjets verbaut wird.
Der Reaktor erhitzt die Druckluft direkt, die dann unter hohem Druck und bei hoher Temperatur die Turbine antreibt und so Strom erzeugt. Dadurch entfallen der gesamte sekundäre Dampfkreislauf, die massiven Kühltürme und ein Großteil der Infrastruktur, die konventionelle Kernkraftwerke so teuer und langsam in der Errichtung machen.
Das Unternehmen wurde von Jeremy Owston, einem ehemaligen leitenden Ingenieur bei BAE Systems, und Professor Tim Abram, einem international anerkannten Nuklearingenieur, gegründet. Die Entwicklung fand im Rahmen der Launchpad-Initiative von BAE Systems und in Partnerschaft mit dem Venture Studio Empirical Ventures statt.
Nuclear Turbines schloss im Juli 2026 eine erste Finanzierungsrunde in Höhe von 15 Millionen Pfund (rund 17,5 Millionen Euro) erfolgreich ab. Angeführt wurde die Runde von IQ Capital; außerdem beteiligten sich Rhapsody Venture Partners, Zero Carbon Capital und Empirical Ventures an der Runde. BAE Systems unterstützt das Spin-off weiterhin.
Das Unternehmen will mit dem Geld sein Reaktordesign validieren, großtechnische Teststände aufbauen und die Fertigung vorbereiten – und zwar für werksgefertigte, transportable kompakte modulare Reaktoren. Dies unterscheidet sich grundlegend von den meisten sogenannten Small Modular Reactors (SMRs), die weiterhin auf Dampfturbinen setzen. Die Reaktoren von Nuclear Turbines sollen so kompakt sein, dass sie direkt bei Industriebetrieben, in Fabriken oder sogar an Rechenzentren aufgestellt werden können – ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz.
Das erklärte Kostenziel ist eine Reduzierung der stromgestehungskosten auf ein Fünftel im Vergleich zu aktuellen Kernkraftwerken. Sollte sich dies bewahrheiten, wäre Atomstrom billiger als die meisten fossilen Kraftwerke und preislich konkurrenzfähig mit Solar- und Windenergie – bei gleichzeitiger Lieferung von grundlastfähigem Strom rund um die Uhr.
Nuclear Turbines befindet sich noch in der Design- und Validierungsphase. Das Unternehmen hat bisher keine Bewertung, keine Umsatzzahlen, keine Kundenaufträge und keine aktuelle Mitarbeiterzahl genannt. Die Kostenzusagen sind Modellrechnungen, die erst durch technische Prüfstände und behördliche Genehmigungsverfahren nachgewiesen werden müssen – ein Prozess, der für neue Reaktordesigns in der Regel mehrere Jahre dauert.
Dennoch zeigt der starke Zustrom privaten Kapitals in britische Kernenergie-Startups ein wachsendes Vertrauen darin, dass es nicht die schrittweise Verbesserung, sondern die radikale Vereinfachung sein könnte, die Atomkraft wieder bezahlbar macht.
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Nuclear Turbines, ein Spin off von BAE Systems, hat in einer Finanzierungsrunde unter Führung von IQ Capital 15 Millionen Pfund eingesammelt.
Nuclear Turbines, ein Spin off von BAE Systems, hat in einer Finanzierungsrunde unter Führung von IQ Capital 15 Millionen Pfund eingesammelt. Das Startup will die teure Dampfturbine in Kernkraftwerken durch Hochtemperatur Gasturbinen aus dem Flugzeugbau ersetzen.
Das Ziel: Strom zu einem Fünftel der bisherigen Kosten erzeugen und Atomkraft so günstiger als fossile Brennstoffe machen.