ArtCraft ist eine Sammlung von sieben Kreativprogrammen, die bekannte Adobe-Anwendungen nachbilden sollen. Entwickler Brandon Thomas sagt, er habe die Apps in Rust entwickelt und dabei Unterstützung von Anthropics KI-Modell Claude Opus 5.5 genutzt. Der wichtige Zusatz: Die Berichterstattung beschreibt ArtCraft als frühes Alpha-Projekt. Es ist also eher eine Sammlung im Aufbau als ein fertiger Ersatz für Adobe Creative Cloud.
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Welche Apps gehören zu ArtCraft?
Jede Anwendung richtet sich an einen anderen Bereich der kreativen Arbeit:
| ArtCraft-App |
Vergleichbare Adobe-App |
Einsatzgebiet |
| PhotoCraft |
Photoshop |
Bildbearbeitung |
| VectorCraft |
Illustrator |
Vektorillustration |
| FilmCraft |
Premiere Pro |
Videoschnitt |
| LightCraft |
Lightroom |
Fotos verwalten und bearbeiten |
| EffectCraft |
After Effects |
Motion Graphics und visuelle Effekte |
| DesignCraft |
InDesign |
Seitenlayout und Desktop-Publishing |
| PrintCraft |
Acrobat Pro |
Arbeit mit PDF-Dateien |
Die Zuordnung der Apps zu den Adobe-Produkten findet sich in der Berichterstattung über das Projekt.
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Mit Rust entwickelt – mit KI-Unterstützung
Thomas zufolge handelt es sich um native Rust-Projekte, bei deren Entwicklung Claude Opus 5.5 geholfen hat.
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45 Das ist die Darstellung des Entwicklers; sie belegt nicht unabhängig, wie jeder Teil der Software entstanden ist.
Das PhotoCraft-Repository bezeichnet die App als „Clean-Room“-Neuentwicklung von Photoshop. Auch das ist zunächst die Selbstauskunft des Projekts und keine unabhängige Bestätigung des Entwicklungswegs.
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Plattformen, Browser-Versionen und Lizenzen
Berichte nennen Desktop-Versionen für Windows, macOS und Linux sowie Browserfassungen für einen Teil der Apps. Welche Version für welche Anwendung tatsächlich verfügbar ist, kann sich unterscheiden – deshalb lohnt sich vor dem Download ein Blick auf die jeweilige App.
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Auch bei den Lizenzen sollte man die einzelnen Projekte prüfen. Im PhotoCraft-GitHub-Repository sind MIT und Apache-2.0 aufgeführt; weitere Berichte nennen diese Lizenzoptionen für die Suite. Eine andere Quelle beschreibt jedoch eine abweichende Lizenzlage. Die vorliegenden Angaben klären daher nicht abschließend, ob alle Apps durchgehend dieselbe Lizenz haben.
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Die Programme werden als kostenlos beschrieben. Für separate generative KI-Funktionen können allerdings kostenpflichtige Credits nötig sein.
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Ist ArtCraft schon für den professionellen Einsatz geeignet?
Die verfügbaren Berichte ordnen die Apps als frühe Alpha-Versionen mit Lücken bei Funktionen und Ausarbeitung ein. Das ist ein wichtiger Unterschied: Eine App kann starten oder einen Adobe-ähnlichen Arbeitsablauf demonstrieren, ohne bereits die Zuverlässigkeit und Funktionsbreite eines etablierten Profiwerkzeugs zu erreichen.
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In der PhotoCraft-Dokumentation nennt das Projekt Testergebnisse für das Öffnen und erneute Speichern von Dateien: Die Darstellung stimmte demnach bei 307 von 309 Dateien in einem Testbestand und bei 169 von 170 Dateien in einem zweiten überein. Das sind vom Projekt veröffentlichte Ergebnisse für bestimmte Tests – kein Beleg für vollständige Photoshop-Kompatibilität oder die Eignung für jeden professionellen Arbeitsablauf.
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Wer ArtCraft ausprobieren möchte, sollte deshalb für die jeweilige App den Entwicklungsstand, die Betriebssystem-Unterstützung und die Lizenz prüfen. Zum Testen empfiehlt es sich, zunächst Kopien und keine wichtigen Originaldateien zu verwenden. Das Fazit: ArtCraft ist eine interessante Sammlung von Adobe-inspirierten Experimenten. Dass die sieben Apps bereits etablierte Kreativprogramme ersetzen, lässt sich aus den verfügbaren Belegen aber nicht ableiten.
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