Der erste Anlauf könnte jedoch noch technische Kompromisse haben: Bildverzerrungen und geringere Helligkeit an den gebogenen Kanten. Diese Effekte entstehen laut Berichten dort, wo das OLED‑Panel über die Seiten des Geräts gebogen wird.
Der Grund für diese Schwächen liegt im Aufbau moderner Smartphone‑OLED‑Displays.
Viele Geräte nutzen sogenannte Top‑Emission‑OLED‑Panels. Dabei muss das Licht der organischen Leuchtschicht zunächst durch die Kathoden‑Schicht im Display hindurchtreten, bevor es sichtbar wird. Wenn dieses Material nicht ausreichend transparent ist, können Helligkeit und Farbstabilität leiden – besonders bei stark gebogenen Panelbereichen.
Berichten zufolge könnte Apple im ersten Quad‑Curved‑Display eine Magnesium‑Silber‑Legierung (MgAg) als Kathode verwenden. Dieses Material ist in der OLED‑Fertigung verbreitet, aber nicht transparent genug, um bei stark gekrümmten Displaykanten perfekte Lichtverteilung zu gewährleisten.
Das kann zu mehreren sichtbaren Effekten führen:
Diese Einschränkungen sind laut Branchenberichten einer der Gründe, warum Apple bereits an einer zweiten Generation der Technologie arbeitet.
Die geplante Verbesserung soll mit den iPhones des Jahres 2028 kommen.
Dabei würde Apple die Magnesium‑Silber‑Kathode durch eine transparente Elektrode aus Indium‑Zink‑Oxid (IZO) ersetzen. Dieses Material lässt deutlich mehr Licht passieren, wodurch die Helligkeit über gebogene Flächen gleichmäßiger bleiben soll.
Laut Berichten könnte diese Änderung:
Einige Branchenberichte sprechen davon, dass sich der Helligkeitsverlust an den Rändern um über 30 % verringern könnte. Diese Zahl stammt allerdings aus Lieferketten‑Informationen und nicht aus offiziellen Apple‑Spezifikationen.
Da die Herstellung von IZO‑Elektroden neue Produktionsprozesse und Anlagen erfordert, könnte die Technologie erst 2028 in großem Maßstab verfügbar sein. Genau deshalb soll Apple die Einführung offenbar in zwei Phasen planen.
Apple produziert seine OLED‑Panels nicht selbst und arbeitet dafür mit spezialisierten Displayherstellern.
Beide Unternehmen arbeiten demnach auch an Lösungen für Haltbarkeit, Touch‑Empfindlichkeit und Massenproduktion der neuen Panelarchitektur.
Sollte Apple tatsächlich ein iPhone mit Display an allen vier Seiten auf den Markt bringen, würde sich das Erscheinungsbild des Geräts deutlich verändern. Statt eines sichtbaren Rahmens könnte der Bildschirm optisch um das gesamte Gehäuse herumfließen.
Ein solcher Schritt wäre einer der größten Designwechsel seit dem iPhone X von 2017, das erstmals ein nahezu randloses OLED‑Display einführte und den Home‑Button entfernte.
Nach den aktuellen Berichten könnte das Jubiläumsmodell 2027 der erste Schritt sein – während die Version von 2028 die Technik mit verbesserter Anzeigequalität und optimierter Produktion vollständig ausreift.
Fest steht allerdings: Bisher basiert alles auf Lieferketten‑Informationen und Branchenberichten. Apple hat diese Pläne bislang nicht öffentlich bestätigt und könnte sie noch ändern oder verschieben.
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